IFA Glossar
0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
100 Hertz
Flimmerfreies Fernsehen durch Verdoppelung der sonst beim Fernsehen üblichen
50 Hertz Bildwechselfrequenz.
720p
Videoformat für HDTV: 720 Bildzeilen werden
progressiv - daher die Zusatzbezeichnung "p" - also nacheinander ohne
Zeilensprung, auf dem Bildschirm dargestellt.
1080i
Videoformat für HDTV: 1080 Bildzeilen werden
"verschachtelt" (engl. interlaced, daher die Zusatzbezeichnung "i") also im
Zeilensprung-Verfahren, auf
dem Bildschirm dargestellt
AC3
siehe Dolby Digital.
Access Point
Der Access Point ("Zugangs-Punkt") ist die Basisstation in einem drahtlosen Netzwerk
(beispielsweise einem WirelessLAN).
ADR
(Astra Digital Radio).
Seit 1995 über ASTRA-Satelliten ausgestrahltes
Übertragungsverfahren für digitale Hörfunkprogramme. ADR
basiert auf dem Datenreduktionsverfahren MUSICAM
/ MPEG-1. Die Datenrate beträgt: 192 kBit/s (einschließlich
Fehlerschutz 256 kBit/s). Zusätzlich werden 9,6 kBit/s für
Radio Data Signale (RDS), ein
Conditional Access System
(Zugangskontrolle für Pay-Radio) und andere Steuerdaten
eingesetzt. Die digitale Übertragung erfolgt via die Satelliten
ASTRA 1A - 1D im Tonunterträgerbereich.
Es ist damit zu rechnen, dass ADR mittelfristig durch DVB-S ergänzt bzw. ersetzt wird.
ADSL
(Asymmetric Digital Subscriber Line).
Übertragungstechnik, die das Übermitteln von Daten über
normale Zweidraht-Kupferkabel ("Twisted Pair") erheblich beschleunigt.
"Asymmetrische" Variante der DSL,
bei der die Daten im Downstream mit Datenraten von >10 Mbit/s und im
Upstream mit > 800 kbit/s übertragen werden. Aus den ungleichen
Datenraten für Down- und Upstream ergibt sich die
Zusatzbezeichnung "Asymmetric".
ADSL2
Mit ADSL 2 können im Downstream 16 Mbit/s
übertragen werden, bei ADSL2+ geht es um bis zu 24 Mbit/s, bei
VDSL sogar um 52 Mbit/s.
Advanced Television Enhancement Forum
ATVEF.
Aktivbox
Lautsprecherbox mit eingebautem Leistungsverstärker (auch mit
mehreren getrennten Leistungsverstärkern für Hoch-, Mittel-
und Basstöne).
ANGA
(Verband Privater Kabelnetzbetreiber).
ANSI
(North American Standards Institute).
Institut, das die technischen Standards bzw. Normen in den USA festlegt.
API
(Application Programming Interface).
Software-Schnittstelle für Anwendungsprogramme, über die sie
direkt auf Ressourcen des Betriebssystems oder der
Benutzeroberfläche zurückgreifen können.
Eine API stellt anderen Programmen eine "Anschlussmöglichkeit" an das vorhandene
Betriebssystem zur Verfügung. Dadurch kann auf dem Computer auch eine später
entwickelte Software "laufen". Beim digitalen Fernsehen spielt die Multimedia
Home Platform MHP eine vergleichbare Rolle. Da diese Schnittstelle sowohl allen
Programm- und Diensteanbietern als auch allen Geräteherstellern zur Verfügung steht,
macht sie den Weg frei zu Lösungen, die auch mit zukünftigen, beispielsweise
interaktiven Programmangeboten kompatibel sind:
Eine offene API
ermöglicht Anwendungen (z.B. EPGs) von
unterschiedlichen Anbietern auf der gleichen
Settop-Box.
APS
(Automatic Programming System).
Eine Technik in (TV-)Empfängern, die bei ersten Einschalten des
Geräts die vor Ort empfangbaren Sender erkennt und die
Programmspeicherplätze (Tasten 1,2,3....... auf der Fernbedienung)
entsprechend "programmiert".
ARD Digital
ARD Digital ist das digitale Programm-Bouquet der ARD und umfasst 18 Fernsehprogramme,
sämtliche Radioprogramme der Landesrundfunkanstalten sowie zahlreiche interaktive Dienste.
Neben dem Ersten überträgt ARD Digital auch die drei ausschließlich digital verbreiteten
Programme EinsPlus, EinsExtra und EinsFestival. Das Programmpaket ("Bouquet") von
ARD Digital umfasst TV-Programme, eine Elektronische Programm-Zeitschrift
(EPGEPG)
zur schnellen und übersichtlichen Information über ARD-Angebote und den ARD-Online-Kanal
sowie interaktive Zusatzangebote.
ASCII
(American Standard Code for Information Interchange)
International verwendeter digitaler Code für Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen
(ASCII-Zeichensatz).
Aspect Ratio
(Seitenverhältnis)
Beim (noch-)Standard des Fernsehbildes verhalten sich Breite und Höhe zueinander
im Verhätnis 4:3, bei Breitbild im Verhältnis 16:9. Für HDTV
ist das Seitenverhältnis 16:9 Standard.
Astra
Satellitensystem, das von der Société Européenne
des Satellites (SES) betrieben wird. Die Astra-Familie hat inzwischen
sieben Satelliten auf der Orbitposition 19,2° Ost für die
Übertragung von analogen und digitalen Radio- und
Fernsehkanälen. Neben ausländischen Programmen sind fast alle
deutschsprachigen Fernseh- und Radioprogramme analog und digital mit
einer Sat-Antenne ("Schüssel") empfangbar, die einen Durchmesser
von 60cm haben muss. Weitere Astra-Satelliten befinden sich auf
28,2° Ost, 24,2° Ost, 23,5° Ost, und 5,2° Ost.
ATM
(Asynchronous Transfer Mode).
Digitale Übertragungstechnik im Breitbandnetz, bei der Daten - in "Paketen" von je 53 Byte - übertragen werden. ATM gehört zu den Technologien, die Breitband-ISDN
(kurz: B-ISDN) ermöglichen, das aufgrund der hohen
Datengeschwindigkeit die digitale Übertragung von Audio, Video und
Daten gestattet.
ATVEF
(Advanced Television Enhancement Forum)
Konsortium von Hardwareherstellern und Programmanbietern, das aus
unterschiedlichen Verfahren zur Verbindung von Fernsehen und Internet
eine Norm schaffen will. Darüber hinaus sind in den vorliegenden
Normentwürfen des ATVEF Anschlüsse definiert, über die
weit mehr als nur Fernseher und Computer gesteuert werden können.
Audiovision
(Audio/Video-)Kombination von Ton und Bild. Sammelbegriff für
Verfahren, mit denen gleichzeitig Bild und Ton übertragen,
gespeichert bzw. wiedergegeben werden.
Audiofrequenzen
Der vom menschlichen Gehör wahrnehmbare Frequenzbereich zwischen 20Hz
und 20.000Hz. Auch Niederfrequenzbereich genannt.
Avatar
Virtuelle, gelegentlich auch dreidimensionale Darstellung von Personen,
vorzugsweise in Computerspielen, in grafischen Chats und in der
Werbung. Bekannte Avatare sind beispielsweise die
Science-Fiction-Amazone Lara Croft oder der Telekom-Werbemann Robert T.
Online.
Beamer
Siehe Videoprojektor.
B2B
(Business to Business).
Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen.
B2C
(Business to Consumers).
Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und privaten Kunden (engl. Customers)
Basisanschluss
Ein ISDN-Basisanschluss umfasst zwei Nutzkanäle (sog. B-Kanäle) und einen Steuerkanal (D-Kanal).
Die beiden Nutzkanäle können unabhängig voneinander
verwendet, es kann also z.B. gleichzeitig telefoniert und gefaxt werden.
Bildformat
Seitenverhältnis (Breite zu Höhe) des Fernsehbildes.
Üblich war lange das zunächst auch beim Film übliche
Format 4:3. Das als Breitbild eingeführte 16:9-Format kommt dem menschlichen Gesichtsfeld (es ist mehr breit als hoch) näher.
Bit
Kurzform für binary digit (Binärziffer): Ein Bit ist die
kleinste digitale Informationseinheit im binären Datensystem:
dargestellt durch 0 und 1.
Bit-Rate
siehe Datenrate (auch als Datentransferrate bezeichnet).
B-Kanal
Nutzkanal innerhalb eines ISDN-Basisanschluss,
der dem Teilnehmer zwei dieser B-Kanäle zur Verfügung stellt.
Ein B-Kanal überträgt 64.000 Bit pro Sekunde (bit/s) und
entspricht - vereinfacht gesagt - einer Telefonleitung.
Blau Laser
Blaues Laserlicht mit Wellenlängen oberhalb 400 Nanometer. Wird sowohl bei der HD-DVD als auch bei der Blu-ray Disc verwendet. Die Vorteile des blauen Lasers liegen in der - im Vergleich zur DVD
mit Rot Laser - kürzeren Wellenlänge. Dadurch können die
Daten wesentlich (bis zu viermal) dichter als auf eine DVD geschrieben
werden: Sie lassen sich enger aneinander packen.
Blu-ray Disc
Optisches Speichermedium - ähnlich DVD, jedoch mit 25 GByte Speicherkapazität durch Verwendung eines Blau Laser und daher für die Speicherung von HDTV-Programmen
geeignet. Die Spezifikationen für die Blu-ray Disc wurden 2002
durch die Blu-ray Group festgelegt, der inzwischen Apple, Dell,
Hewlett-Packard, Hitatchi, LG Electronics, Matsushita, Pioneer,
Philips, Samsung und Sharp angehören.
Blucom interactive
Bluetooth-fähige Settop-Boxen
können während der Fernsehsendung Kontakt zu
handelsüblichen Handys mit Bluetooth-Schnittstelle aufnehmen. So
kann der Zuschauer nicht nur Zusatzinformationen erhalten.
Entscheidungshilfen, die auf dem Handy-Display angezeigt werden,
ermöglichen unmittelbare interaktive Reaktion: Beim Quiz, beim
Home-Shopping, beim Suchen und buchen der Urlaubsreise oder beim
"Voting".
Bluetooth
Bluetooth (nach König Bluetooth ["Blauzahn"] aus Dänemark,
der vor rund tausend Jahren mit den Norwegern eine Verbindung
eingegangen ist) wurde speziell für kostengünstige
Kurzstrecken-Funkverbindungen zwischen PDAs,
Laptops, Handys und anderen (mobilen) Geräten
aber auch für drahtlose Verbindungen zu Peripheriegeräte (Mouse, Tastatur etc.)
entwickelt.
Bluetooth-Geräte erkennen sich automatisch untereinander und bauen
eine Netzwerkverbindung auf. Jede der "Piconet" genannten
Bluetooth-Funkzellen kann bis zu acht "Teilnehmer" aufnehmen. Auf einer
Trägerfrequenz im 2,4-GHz-Bereich (2,402 GHz bis 2,480 GHz)
gelangen die Daten von einem Gerät zum anderen, wobei die Signale
keine Vorzugsrichtung haben und damit prinzipiell von jedem in
Reichweite befindlichen Gerät zu empfangen sind. Erkennt ein
Bluetooth-Gerät innerhalb seiner Reichweite ein anderes,
übernimmt eines von ihnen automatisch die Rolle eines Servers, der
den Funkverkehr organisiert. Die maximale Datenrate
beträgt bis zu rund 750 kBit/s, und die Reichweite ist auf zehn
Meter - etwa rund um einen Arbeitsplatz - beschränkt (ein
erweiterter Standard sieht jedoch auch hundert Meter mit erhöhter
Sendeleistung vor).
Bouquet
Bouquet (auf deutsch "(Blumen-)Strauß") nennen Sendeanstalten
ihre zu einem - thematisch bunten - Strauß gebündelten
digitalen Programmangebote (ARD Digital).
Der Begriff "Bouquet" wird auch verwendet, um einen Zusammenschluss von
Programm- oder Diensteanbietern zu einem Programmpaket zu kennzeichnen.
bps
(bit per second = Bit pro Sekunde).
Maßeinheit für den Datendurchsatz (siehe auch cps).
Breitbild
(engl. "Wide Screen"). Fernsehbildformat im Seitenverhältnis 16:9
(Breite zu Höhe). Paßt sich dem natürlichen
Gesichtsfeld des Menschen an, das ebenfalls erheblich breiter als hoch
ist. Vor allem bei größeren Bildschirmformaten ist das
Breitbild daher angenehmer für die Augen. Technisch ist das
16:9-Format sowohl beim herkömmlichen analogen Fernsehen (PALplus)
als auch beim digitalen Fernsehen (DVB) realisierbar.
Browser
(auch "Web-Browser").
Computer-Programm, das den Zugriff auf und die Darstellung von Seiten aus dem World Wide Web (WWW) ermöglicht, also zum "Surfen" im Internet oder entsprechenden Datennetzen erforderlich ist.
Byte
Digitales Datenwort, das aus einer Gruppe von
Bits besteht (in der Regel aus acht Bits).
CA
(Conditional Access = Bedingter, eingeschränkter Zugang).
Ein System, das den Zugang der Pay-TV-Abonnenten zu den für sie bestimmten Programmen,
Serviceangeboten etc. kontrolliert (und dadurch Nicht-Abonnenten vom Empfang ausschließt).
CA-Module unterscheiden sich im wesentlichen durch das Verschlüsselungsverfahren, das von
ihnen entschlüssel werden soll. Beispiele: BetaCrypt (Premiere), Irdeto, Viaccess, Nagra,
Cryptoworks und Conax. Sofern die CA-Module austauschbar sind, können unterschiedlich
verschlüsselte Programme verschiedener Pay-TV-Anbieter mit dem gleichen
Satelliten-Empfänger empfangen werden.
CaTV
(Cable TV), Kabelfernsehen.
C-Band
siehe Satelliten-Frequenzband.
CCD
(Charge Coupled Device).
Lichtempfindliche Halbleiter-Bildwandler, die in modernen Videokameras
anstelle der früher verwendeten Bildaufnahmeröhre eingesetzt
werden. Besonders hochwertige Videoameras verwenden 3 CCDs, je eines
für die Primärfarben Rot, Grün und Blau.
CDMA / CDM
Bei den so genannten Codemultiplexverfahren (CDM = Code Division
Multiplex, CDMA = Code Division Multiple Access) für den Mobilfunk
werden die Signale mehrerer Quellen gleichzeitig auf derselben Frequenz
übertragen. Um ein Datenbit zu übertragen, wird eine dem
jeweiligen (Ab-)Sender zugewiesene Bitfolge ("Code") übertragen.
Zur Übertragung des Bitwerts "1" wird der Code selbst, für
den Bitwert "0" der inverse Code übertragen. Die Datenrate auf dem
Übertragungskanal ("chip rate") ist also ein Vielfaches der
Datenrate des Quellensignals. Sind mehrere Sender gleichzeitig aktiv,
entsteht hierdurch ein Signalgemisch. Der Empfänger filtert das
Signal eines bestimmten Senders aus dem Signalgemisch heraus, indem er
die Korrelation zwischen dem ihm bekannten Codemuster des Senders und
dem Signalgemisch berechnet. Einfach ausgedrückt wird hierbei das
Signalgemisch mit dem Codemuster (binär) durchmultipliziert. Die
Korrelation liefert den Wert "1" für das Datenbit "1" und "-1"
für das Datenbit "0". Wenn der Sender gar nicht sendet, liefert
die Korrelation den Wert "0". Eingesetzt wird das
Codemultiplexverfahren beim Universal Mobile Telecommunications System (UMTS),
als WCDMA (Wideband Code Division Multiple Access). Eine weitere
Anwendung für CDMA sind die Satellitennavigationssysteme GPS und
Galileo.
CD-ROM
(Compact Disc Read Only Memory)
Nicht wieder beschreibbares digitales Speichermedium zur Wiedergabe von Bild-, Text- und Tondaten.
CD-R
(Compact Disc - Recordable).
Einmal wiederbespielbare CD.
CD-RW
(Compact Disc - Re-Writeable)
Mehrfach wiederbespielbare CD.
CECED
(Europäischer Verband der Hausgerätehersteller) mit Sitz in Brüssel.
Chain
(CECED Home Appliances Interoperating Network).
Der europäische Verband der Hausgerätehersteller (CECED)
hat einen Kommunikationsstandard für elektrische Hausgeräte
im Bereich "Home Automation" bzw. "Intelligentes Wohnen" auf den Weg
gebracht und ein gemeinsam unterstütztes Protokoll für den
Betrieb eines "Home Automation" Systems entwickelt. Die CHAIN-Plattform
definiert das Datenaustauschprotokoll für vernetzte
Einzelgeräte wie Kühl- und Gefrierschränke,
Waschmaschinen, Geschirrspüler, Backöfen - auch von
verschiedenen Herstellern. Sie ermöglicht das Steuern und
Überwachen von Schlüsselfunktionen, z.B. die Fernbedienung
von Geräten, das Energie- und Beladungsmanagement, die
Ferndiagnose von Fehlern, automatische Wartungsarbeiten oder
Programm-Updates und Serviceleistungen über das Internet. Ein
Zertifikat soll den Käufern garantieren, dass das Produkt den
gemeinsamen Standard unterstützt und alle individuellen
Eigenschaften der Geräte auch im Rahmen eines vernetzten Einsatzes
ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen. Die Kommunikation
innerhalb des Hauses wird entweder über Stromleitungen oder
Funkverbindungen hergestellt. Auf diese Weise müssen keine
Änderungen am Gebäude selbst vorgenommen werden. Das System
soll vom Anwender oder Gerätelieferant ohne Hilfe von Spezialisten
installiert werden können.
Chip
Bezeichnung für komplexe integrierte Schaltkreise, die mehrere
hunderttausend Halbleiterbauelementen (Transistoren/Dioden etc.)
enthalten können. Durch Strukturen unterhalb eines tausendstel
Millimeters werden immer höhere Integrationsgrade erreicht.
Common Interface CI
("Gemeinsame Schnittstelle")
Das CI ist eine von DVB standardisierte Schnittstelle (eine Art Buchse),
in die Conditional Access Module (CA-Module) zur
Entschlüsselung (Descrambling)
von Pay-TV-Programmen eingeschoben werden können. Zur Zeit (Stand 2007) wird eine
neue Generation des CI-Standards (Common Interface Version2) entwickelt, der
nicht nur unterschiedliche Verschlüsselungssysteme, sondern auch Belange des
Jugendschutzes und des Kopierschutzes berücksichtigt.
Content
Englische Bezeichnung für Inhalte (damit sind Programme
[Audio und Video], Dienste bzw. Texte, Bilder und Daten gemeint).
Convertible
("Verwandelbar").
Spezielle Bauform eines Tablet PC.
Cookie
Informationen, die ein Internetanbieter in den Computer des Nutzers
überspielt, zum Beispiel um Adressfelder für Bestellcoupons
auszufüllen oder Besucher von WebSites zu identifizieren.
cps
(characters per second = Zeichen pro Sekunde).
Maßeinheit für die Datenrate:
Zahl der tatsächlich - also abzüglich der erforderlichen
Steuerbefehle - pro Zeiteinheit übertragenen Zeichen (z.B.
Buchstaben, Zahlen). Die Übertragungsgeschwindigkeit
einschließlich der Steuerbefehle wird in bps (bit per second)
angegeben.
CPU
(Central Processing Unit)
Der "Hauptprozessor", oft nur kurz Prozessor oder ZE (Zentraleinheit)
genannt, steuert die Abläufe im Computer bzw. in digitalen
Empfangsgeräten. Typische Form der CPU ist der Mikroprozessor, der
alle Bausteine der CPU auf einem Mikrochip vereinigt.Das Verhalten der
CPU wird vom (Software-)Programm bestimmt. Zu den Aufgaben der CPU
gehören arithmetische Operationen, das Lesen und Schreiben von
Daten im Arbeitsspeicher sowie das Ausführen von Sprüngen im
Programm.
Cyberspace
Kunstwort, das einen Zustand beschreibt, in dem der Anwender sich frei
im virtuellen Raum bewegen kann. Die vom Computer berechneten
Wechselwirkungen werden in realistischen Bildeindrücken,
akustischen Signalen und simulierten Beschleunigungskräften an den
Benutzer bzw. Zuschauer weitergeben.
D2-MAC
Für das Satellitenfernsehen entwickelte
Fernsehübertragungsnorm, die analoge Bild- und erstmals digitale
Tonübertragung vorsah, jedoch seit der Einführung von DVB
praktisch keine Bedeutung mehr hat.
DAB
(Digital Audio Broadcasting).
Verfahren zur terrestrischen digitalen Übertragung von
Hörfunk und multimedialen Datendiensten. Zur Datenreduktion wird
das MUSICAM
Verfahren (MP2) eingesetzt. Die wesentlichen Systemkomponenten von DAB
wurden im Rahmen des europäischen Projekts EUREKA 147 entwickelt
und sind seit 1995 international standardisiert. In Deutschland ist DAB
seit 1999 für den digitalen terrestrischen Hörfunk
zusätzlich zur analogen UKW-Versorgung im Regelbetrieb. In
Deutschland wird derzeit eine technische Reichweite von 80% der
Bevölkerung erreicht.
Datacast
Überbegriff für alle Datendienste (z.B. IP-Datacast), die mit (Rundfunk-)Sendern ausgestrahlt werden.
Datendurchsatz
Anders als die Datenrate bezeichnet der
Datendurchsatz die Übertragungsrate der reinen Nutzdaten - ohne
Informationen zur Datenkorrektur, Abgrenzung einzelner Datenblöcke
etc. - in cps = Character per second = Zeichen pro Sekunde).
Datenrate
(auch als "Datentransferrate" oder "Bitrate" bezeichnet).
Gibt die Zahl der pro Zeiteinheit übertragenen Daten in Bit/s (Bit
pro Sekunde) bzw. Mbit/s (Megabit = Millionen Bit pro Sekunde) an. Die
Datenrate entscheidet maßgeblich über die Bildqualität
digitaler Fernsehprogramme. Datenraten von 4 bis 6 Mbit/s entsprechen
dabei einer Bildqualität, wie sie analoge Fernsehprogramme liefern.
Datenreduktion
(auch als "Datenkompression" bezeichnet)
Datenreduktion bei Audio: Basiert darauf, daß "unhörbare"
Toninformationen entfernt werden. Viele Töne werden nämlich
durch andere überlagert, wieder andere werden vom menschlichen Ohr
nicht wahrgenommen, da sie außerhalb bestimmter Frequenzbereiche
liegen. - Datenreduktion bei Video: Erfolgt im wesentlichen dadurch,
dass nicht 25 mal pro Sekunde komplette Fernsehbilder, sondern jeweils
nur die Veränderungen gegenüber dem vorherigen Bild
übertragen werden.
Decoder
Gerät, mit dem die empfangbare Übertragungsnorm entschlüsselt wird. Für jede Norm (z. B. PAL, Videotext, DVB) gibt es einen spezifischen Decoder.
DECT
(Digital European Cordless Telecommunication).
Europaweiter Standard für digitale "Schnurlos"-Telefone- und
-Telefonanlagen mit erhöhter Abhörsicherheit. Die Reichweite
beträgt - je nach dem, innerhalb von Gebäuden oder im Freien
- zwischen 50 und 300 Meter.
Descrambling
(engl. Bezeichnung für "Entschlüsselung").
Descrambling bezeichnet die Entschlüsselung bzw. Rekonstruktion
verschlüsselt übertragener (Fernseh-)Programme. Da geschieht
mit Hilfe eines Chip oder einer speziellen Baugruppe im Fernseh- oder einem anschließbaren Zusatzgerät (Decoder/Descrambler). Pay-TV, Verschlüsselung.
Deutsche TV-Plattform
Die "Deutsche TV-Plattform" ist ein Zusammenschluß von Programmherstellern und
-Anbietern, privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Netzbetreibern,
Industrieunternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten, Bundesministerien,
Landesregierungen und Medienanstalten sowie anderen, mit dem Fernsehen der Zukunft
befassten Unternehmen und Institutionen. Die Mitglieder kommen aus allen Bereichen
der Medienwirtschaft. Mit dieser bereichs- und branchenübergreifenden Zusammensetzung
sieht die TV-Plattform ihre wichtigste Aufgabe darin, zum einen den
Informationsaustausch zwischen allen an der Wertschöpfungskette Beteiligten
zu fördern und die verschiedenartigen Interessen bei der Einführung des digitalen
Fernsehens zu koordinieren und die Öffentlichkeit über die neuen technischen
Entwicklungen, über Programmformen, neue Inhalte und Anwendungen zu informieren.
Dienste
Unter Diensten (im internationalen Sprachgebrauch als "Services" bezeichnet) wird ein Angebot aus dem Bouquet
eines Veranstalters verstanden. Ein Dienst kann sich aus den
Komponenten Audio, Video und/oder Daten zusammensetzen. Auf digitalen
Fernsehempfängern (DVB) werden die jeweils empfangbaren Dienste vom eingebauten Navigator
auf dem Bildschirm aufgelistet. Von Diensten spricht man beispielsweise
auch im Zusammenhang mit Angeboten von (Mobil-)Telefongesellschaften -
etwa SMS - oder von einem Internet-Provider.
Dienstekonvergenz
Neben der Konvergenz von Technologien, von
Medien und von Märkten gibt es auch eine Konvergenz von Diensten.
Sie werden als konvergent bezeichnet, wenn sie mehr als ein
Kommunikationsnetz nutzen. Beispiel ist "skyDSL" via Satellit. Da wird
per Telefonmodem gesurft, für Download's
großer Dateien schaltet sich eine Satellitenverbindung per DVB-S
hinzu. Zu konvergenten Diensten gehören also hybride
Kommunikationsnetze. Besonders spannend dabei sind hybride
Mobilfunknetze, für die zahlreiche Komponenten zur Verfügung
stehen: Von UMTS, GSM über WirelessLAN bis zu Rundfunknetzen wie DAB, DVB-T und DVB-H.
Digitale Fotografie
Prinzipiell unterscheiden sich digitale Kameras im Aufbau nur wenig von
herkömmlichen Fotoapparaten: Hier wie dort wird das Abbild des
jeweiligen Motivs durch eine Optik ("Objektiv") auf ein Speichermedium
projiziert. In der Kamera für digitale Fotografie wird das
aufgenommene Bild jedoch nicht auf einem Film, sondern zunächst in
einem elektronischen Sensor gespeichert. Dieser Sensor wandelt das
auftreffende Licht in elektrische Spannungen um, die digitalisiert und
dann wie (Computer-)Daten gespeichert, weiter verarbeitet und
schließlich ausgedruckt werden.
Digitales Fernsehen
(Digital Video Broadcasting, DVB).
Digitale Übertragung von Fernsehsignalen - vom Studio bis zum
Empfangsgerät. In Europa und zahlreichen anderen Ländern
basiert das Digitale Fernsehen - einschließlich der
Digital-Fernsehempfänger - auf den DVB-Standards. Via Satellit (DVB-S) werden heute bereits - einschließlich digitaler Pay-TV und hunderter von Free-TV
Angeboten - praktisch alle bekannten Programme sowohl analog als auch
digital ausgestrahlt. Der Trend zur Digitaltechnik geht nicht nur von
den - durch die CD allgemein bekannten - Möglichkeiten der
Qualitätsverbesserung aus. Digitale Verfahren schaffen vor allem
Platz bei den vorhandenen Sendefrequenzen: Um das Programmangebot zu
vervielfachen und zusätzlich neuartige - auch interaktive -
Informations-, Bildungs- und Unterhaltungsdienste realisieren zu
können. Das digitale Fernsehen verfügt mit der MHP
(Multimedia Home Platform) über eine Schnittstelle, die u.a. eine
Brücke vom Internet zum Fernsehen schlägt und damit auch
Menschen ohne Computer bzw. Computerkenntnisse direkt in die
Online-Welt der entstehenden Wissensgesellschaft einbezieht.
Digital Video Broadcasting
siehe DVB.
Digital Rights Management
siehe DRM (2).
Digital Versatile Disc
siehe DVD.
DirecTV
Markenzeichen des - weltweit ersten - digitalen Satelliten-Fernsehens
in den USA. Insgesamt zwei Satelliten strahlen seit Juni 1994 eine
Vielzahl von Programmen ab, die auf dem gesamten nordamerikanischen
Kontinent "direkt" - also mit der Teilnehmer-eigenen Satellitenantenne
- empfangen werden können.
DiSEqC
(Digital Satellite Equipment Control).
System zur Steuerung von Satelliten-Empfangsanlagen. - Für die
Umschaltung der Polarisationsebenen (horizontal bzw. vertikal) wird bei
herkömmlichen Sat-Anlagen eine 14/18-Volt Schaltspannung
verwendet. Ein 22-kHz-Ton auf der Speisespannungsleitung signalisiert
darüber hinaus die Ausrichtung der Sat-Antenne auf bestimmte
Orbitpositionen. Bei DiSEqC handelt es sich dagegen um eine unverselles
Steuerungskonzept, weil der 22-kHz-Ton nicht nur ein- und
ausgeschaltet, sondern getastet. Dadurch kann eine Vielzahl von
Befehlen (selbstverständlich auch zur Umschaltung der
Polarisation) innerhalb des DiSEqC-Systems übertragen werden. Der
DiSEqC Level 2 bietet außerdem die Möglichkeit einer
bidirektionalen Kommunikation. Dadurch sendet der Sat-Receiver
einerseits Befehle zu den peripheren Bauteilen, die sich andererseits
beim Receiver anmelden können: Plug & Play in der
Satelliten-Empfangstechnik.
DivX
Ein Video-Kompressionsformat (Datenreduktion), das digitale
Videodateien ohne deutlich sichtbaren Verlust von Wiedergabequalität
komprimiert (so dass weniger Speicherplatz gebraucht wird).
D-Kanal
Der D-Kanal ist ein so genannter Steuerkanal, der zum ISDN-Basisanschluss
gehört. Der D-Kanal stellt eine Datenrate von 16.000 Bit pro
Sekunde (bit/s) zur Verfügung und dient beispielsweise zur
Übermittlung von Gebühreninformationen oder der Telefonnummer
des Anrufers.
DMAP
(DECT Multimedia Acces Profile).
DECT-Standard zur drahtlosen Vernetzung von Multimediaanwendungen und -geräten.
DMB
(Digital Multimedia Broadcasting).
Digital Multimedia Broadcasting ist eine auf DAB
(Digital Audio Broadcasting)
aufbauende Erweiterung, die speziell für Bewegtbildübertragung
(Handy-TV)
auf mobile Empfangsgeräte ausgelegt ist, die sich mit hohen Geschwindigkeiten
bewegen. Die Videocodierung erfolgt im Standard
H.264/AVC (MPEG-4), der
auch bei Datenraten unter 400 kbit/s auf kleinen Displays eine akzeptable
Bildqualität ermöglicht. DMB ist abwärtskompatibel zu DAB,
erlaubt also prinzipiell auch den Empfang und die Wiedergabe herkömmlicher
DAB-Programme (MPEG 1 Layer 2). Mehrere der inzwischen gestarteten
Handy-TV Projekte verwenden DMB.
Dolby Digital
Das digitale Mehrkanaltonsystem "Dolby Digital" stellt bis zu sechs
getrennte Tonkanäle zur Verfügung. Davon geben fünf das
gesamte hörbare Tonfrequenzspektrum wieder, ein zusätzlicher
Kanal für den Subwoofer (LFE, Low Frequency Effect) für
besondere Effekte wie z. B. Explosionen. Man spricht deshalb auch von
5.1 Ton. Anders als bei Dolby Surround bietet der Sourround-Kanal ein
Stereosignal. Dadurch können Klänge beispielsweise von vorne
rechts diagonal nach hinten links "wandern". Um den riesigen
anfallenden Audio-Datenstrom zu verkleinern, muß eine Datenreduktion durchgeführt werden.
Dolby ProLogic
Verfahren für analogen Surroundsound, bei dem entsprechend
codierte Zweikanal-Stereosignale in vier separate Tonkanäle
aufgetrennt werden.
Download
(deutsch: Herunterladen)
Kopieren von Dateien (Text, Bild, Ton, Computerprogramm) von einer
Web-Seite im Internet oder einem anderen Dienst auf den eigenen
Computer.
dpi
(dots per inch = Punkte pro Zoll).
Maßeinheit für die Auflösung ("Schärfe") von
Druckern oder Faxgeräten. Je höher die Auflösung, desto
gleichmässiger und detailreicher werden die Abbildungen.
Faxgeräte arbeiten mit einer Auflösung von 200 dpi, Laser-
und Tintenstrahldrucker mit bis zu 1200 dpi.
DRM (1)
(Digital Radio Mondiale).
DRM ist ein internationales Konsortium (rund 70 Mitglieder aus etwa 30
Staaten), das ein Verfahren zur digitalen Übertragung von Radio-
und Datendiensten auf klassischen Runfunkfrequenzen (Kurz-, Mittel- und
Langwelle) entwickelt und weltweit standardisiert hat. Damit
schließt das DRM-System die letzte Lücke in der
Digitalisierung der analogen Rundfunksysteme. Die typische Datenrate
beträgt 24 kbit/s (24.000 Bit pro Sekunde), zur Datenkompression
wird die aacPlus-Technologie verwendet. Der Start von DRM:
anlässlich der World Radiocommunication Conference (WRC) Mitte
2003. Seit 2001 wird die hohe Übertragungsqualität von DRM
auf der IFA im Rahmen des TWF demonstriert. 2005
tritt das DRM-Konsortium zusätzlich mit einem eigenen
Ausstellungsstand auf, es werden neue Empfangsgeräte aus
Serienfertigung vorgestellt.
DRM (2)
(Digital Rights Management).
Digitale Inhalte (Content) können kopiert werden,
praktisch ohne Verlust gegenüber
dem Original. Fluch der digitalen Qualität: Ein hochqualitatives Signal, digital
und womöglich sogar in HDTV) kann auch missbraucht werden,
um Raubkopien
herzustellen und die Rechte des Eigentümers zu unterlaufen. DRM soll diese
Rechte zuverlässig, möglichst unbürokratisch und verbraucherfreundlich sichern.
in Europa existieren unterschiedliche Gesetzgebungen: In der EU bestehen Richtlinien
zum Urheberrechtsschutz in der Informationsgesellschaft, zum Datenschutz bei der
elektronischen Kommunikation und zur Durchsetzung des Urheber- u. Markenrechts.
Dennoch ist die rechtliche Lage (z.B. Verbot der Umgehung des Kopierschutzes)
je nach Land unterschiedlich. Typische Vorschläge für ein praktikables DRM-System
sind: Offener Standard für geschützten Content, keine Bindung an einen Hersteller,
keine Bindung des Contents an ein bestimmtes Gerät. Zudem soll alles, das Regelwerk
eingeschlossen, einfach, benutzerfreundlich und unkompliziert sein.
DSL
(Digital Subscriber Line).
Allgemeine (auch "xDSL" genannte) Bezeichnung für
Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung über Kupferdoppelader
("Twisted Pair"), ADSL, HDSL.
Dual Band
Funktelefone ("Handys"), die für zwei (GSM-)Funkfrequenzbereiche (900 MHz und 1.800 MHz) verwendet werden können. Triple Band.
DVB
(Digital Video Broadcasting = Digitales Fernsehen).
1991 zunächst als European Launching Group (ELG) gegründet,
begann das DVB-Projekt im Jahr 1993 seine Arbeit. Es umfaßt
inzwischen über 260 Unternehmen, Institutionen und Organisationen
- Gerätehersteller, Sendeanstalten, Netzbetreiber,
Forschungsinstitute und Behörden - aus 27 Ländern. Aufgabe
von DVB, eines "Projektes, das sich ohne nennenswerte Fördermittel
allein aus den Beiträgen der Mitglieder finanziert, ist die
gemeinsame und koordinierte Entwicklung von Systemen und Standards, mit
denen das digitale Fernsehen in Europa via Satellit, Kabel und
terrestrischer Ausstrahlung möglich gemacht wird." [Deutsche
TV-Plattform e.V.]. Obwohl ursprünglich primär
europäisches Projekt, gehören DVB heute auch zahlreiche
außereuropäische Unternehmen, beispielsweise aus Japan,
Südkorea, Kanada und den USA an. Da DVB nicht nur für
digitalen Rundfunk (Fernsehen und Hörfunk) nutzbar ist, stellt
diese Technologie eine praktisch universale "Datenautobahn" für
Anwendungen mit Datenraten
bis zu 39 Mbit/s zur Verfügung. Gelegentlich wurde daher angeregt,
nicht von Digital Video Broadcasting, sondern von Digital Versatile
Broadcasting (siehe auch DVD) zu sprechen. Zur Familie der DVB-Standards gehören:
DVB-S: System für die
Satellitenübertragung im 11/12 GHz-
Satelliten-Frequenzband;
für unterschiedliche Transponder-Bandbreiten und -Leistungen konfigurierbar.
DVB-S2 soll nicht unbedingt DVB-S ablösen. Es ist vor allem für
IP-basierte Dienste oder hochauflösendes Fernsehen
(HDTV)
vorgesehen. DVB-S2 erhöht - bei unveränderten
Empfangsbedienungen - die effektiv nutzbare Signalbandbreite der
Satelliten-Übertragung um 30 Prozent. Zudem ermöglicht DVB-S2
die Übertragung von zwei Transportströmen auf einem
Satellitentransponder (parallele Übertragung eines "normalen"
TV-Programms und eines in HDTV). Siehe auch DVB-SH.
DVB-C: Mit DVB-S kompatibler Standard zur Verteilung von digitalen Programmen bzw. Diensten im Kabel. Die im Satellitenkanal ausgestrahlten Daten lassen sich - dank angepasster Bitfehlerkorrektur- und Modulationsverfahren - in einem (kabel-)üblichen Kanal von nur 8 MHz Bandbreite unterbringen.
DVB-T: Standard für terrestrisches (Terrestrik) digitales Fernsehen.
DVB-T2: Momentan in der Entwicklung und Spezifizierung befindliche "Generalüberholung" von DVB-T. Die derzeit untersuchten Möglichkeiten reichen vom stationären Empfang mit Dachantenne bei maxima 50 Mbit/s Datenrate bis zu einem System, das auch Anforderungen an einen Standard DVB-H2 abdecken könnte.
DVB-H: (das "H" steht für Handheld). Siehe DVB-H
DVB-CS: An DVB-C bzw. DVB-S angepaßter Standard für den kabel- bzw. satelliten-gestützten Empfang von DVB-Signalen über Gemeinschafts-Antennenanlagen.DVB-MS: (Multipoint Distribution System) verwendet Mikrowellen für die terrestrische Übertragung einer größeren Anzahl von TV-Kanälen direkt zum Zuschauer. Die Mikrowellen werden gebündelt zu Empfangsantennen ausgestrahlt, die im 'Sichtbereich' der auf einem hochliegenden Standort angebrachten Sendeantenne stehen. (Auch 'Spezifikation für drahtlose Breitband-Verkabelung' genannt).
DVB-SI: Service-Information-System, dient zur Übertragung von Daten, beispielsweise Programm bezogene Informationen innerhalb des Datenstroms.
DVB-TXT: Spezifikation zur Übertragung von Teletext ("Videotext").
DVB-CI: (Common Interface) - gemeinsame Schnittstelle für Conditional Access und andere Anwendungen.
DVB-Subtitling: Spezifikation zur Untertitelung und zur Darstellung von Grafiken.
DVB-RCC (Return Channel Cable): Spezifikation für Interaktionskanäle (Hin- und Rückkanäle) in Breitband-Kabelnetzen.
DVB-RTC: Spezifikation für Interaktionskanäle (Rückkanäle) via Telefon und ISDN.
DVB-NIP: Netzwerkunabhängige Protokolle für Interaktivität.
DVB-IPN: Übergänge von der DVB- zu Telekom-Welt.
Zu den im DVB-Projekt (siehe auch DVB-X) entwickelten Standards gehört auch die Multimedia Home Platform MHP.
Weitere Spezifikationen und Verfahren beziehen sich auf Datenrundfunk
via DVB, Synchronisierung von Single-Frequency-Networks, Schnittstellen
zwischen der DVB-Welt und Hochgeschwindigkeits-Datennetzen, Digital
Satellite News Gathering (DSNG) auf Basis DVB, bidirektionale
Kommunikation sowie die Vernetzung von DVB-Endgeräten.
DVB-H
(das "H" steht für Handheld).
DVB-H gestattet es, Datenraten bis zu 10 Mbit/s zu übertragen.
Typisches Anwendungsfeld ist die Übertragung von beispielsweise 20
Videostreams - mit jeweils 400 kbit/s Datenrate - in einem DVB-H-Kanal
zum batteriebetriebenen Endgerät (PDA, Smartphone, Communicator
etc.). Auch Audio- und Datendienste wie Internet-Push etc. können
über DVB-H ausgestrahlt werden. Um Batterieleistung in den
Endgeräten zu sparen, wird Time Slicing eingesetzt: Die
Übertragung erfolgt nicht permanent, sondern - komprimiert -
innerhalb definierter Zeitschlitze. Zwischendurch wird jeweils "Strom
gespart". DVB-H setzt auf DVB-T
auf und eignet sich auch für 5-MHz-Kanäle (außerhalb
der Rundfunkbänder), die insbesondere in den USA von Interesse
sind.
DVB-T
(Digital Video Broadcasting - Terrestrial).
Standard für terrestrisches (siehe Terrestrik)
digitales Fernsehen. Seit Anfang 2003 - zunächst im Raum Berlin/Potsdam - eingeführt,
ersetzt DVB-T in Europa zunehmend das herkömmliche analoge terrestrische Fernsehen.
Durch die digitale Übertragungstechnik wird die Kapazität der verfügbaren
Fernsehkanäle viel besser genutzt. So kann der Zuschauer z.B. anstatt früher 5
Programme heute mehr als 20 Programme über Antenne empfangen. Es können auch
Hörfunkprogramme und multimediale Datendienste übertragen werden. Dafür genügt
in vielen Fällen eine einfache Zimmer- oder auch nur eine Geräteantenne,
um nahezu überall - in der Wohnung, im Garten oder unterwegs - Empfang zu erzielen.
Daher auch die Bezeichnung "ÜberallFernsehen". Die Umstellung des terrestrischen
Fernsehens von analog auf digital (DVB-T) soll bis voraussichtlich 2010 abgeschlossen
sein. Die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding,
hat als Frist für die Abschaltung des terrestrischen Rundfunks in Europa "Anfang 2012"
vorgeschlagen. Sie rechnet damit, dass bis 2010 die meisten Fernsehzuschauer in
Europa über mindestens einen digitalen Empfänger verfügen werden.
DVB-T
(DVB-H über Satellit im S-Band).
Handy-TV via Satellit -
im S-Band - zu Bodenstationen,
von denen die Fernsehdienste -
wiederum im S-Band - terrestrisch zu mobilen TV-Empfängern
(Mobiltetefone, PDA,
Navi etc.)
gesendet werden. Das Projekt befindet sich in einem frühen Entwicklungsstadium und wurde
auf der IFA 2007 im Technisch-Wissenschaftlichen Forum erstmals öffentlich demonstriert.
DVB-X
Arbeitstitel eins innerhalb des "Technical Module" bei DVB
untersuchten Projekts. Dabei ging es um die Frage, ob und in welchem
Umfang DVB- T auch batterie-betriebene Endgeräte versorgen kann,
deren Batterien zum Beispiel 24 Stunden "halten" müssen. Eine
Technologieprognose ergab, dass die Leistungsaufnahme eines DVB-T
-Empfängers bis 2006 zwar nur noch bei etwa 0,6 Watt - aber immer
noch zu hoch liegen wird. Da die DVB-X-Endgeräte für
unterschiedliche Kommunikationsplattformen ausgelegt sein sollten,
müssen sie gleichermaßen das IP-Protokoll, Videosignale und
MPEG unterstützen. Mit DVB-X befand sich eine Variante von DVB- T
in der Frühphase der Entwicklung, die auf das Marktsegment der
PDAs und der Mobiltelefone zielte und inzwischen unter der Bezeichnung DVB-H abgeschlossen ist.
DVD
(Digital Versatile Disc).
Ursprünglich "Digital Video Disc", wurde das "V" von Video in
Versatile ("vielseitig") umbenannt, weil die DVD - ähnlich der CD
- ein höchst universeller Datenträger (Audio, Video, Text,
Computersoftware etc.) ist. Die DVD verbindet die Handlichkeit der
normalen CD mit bisher unbekannter Anwendungsflexibilität,
Datenrate und Datenkapazität. Von der CD unterscheidet sich die
DVD vor allem durch die wesentlich höhere Speicherkapazität.
In ihrer einfachsten Version weist die DVD nur eine Datenschicht auf,
deren Speicherkapazität mit 4,7 Gigabyte allerdings rund siebenmal
höher liegt als beispielsweise die der CD-ROM. DVDs mit zwei
übereinander liegenden Schichten auf beiden Seiten erreichen sogar
Speicherkapazitäten bis zu 17 Gigabyte. Die DVD realisiert die
für erstklassige Bildqualität optimale Datenrate von etwa 10
Mbit/s.
DVD-Recorder
DVD-Recorder zeichnen digitalisierte Fernsehsignale (Audio und Video)
mit hoher Qualität auf einmal oder mehrfach wieder bespielbaren
DVDs auf. Es gibt derzeit vier verschiedene DVD-Varianten, die alle als
Video-Aufzeichnungsmedien in Frage kommen und von der Industrie auch so
genutzt werden:
DVD-RAM: Zweiseitig bespiel- und wieder löschbare Platte mit einer
Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte (reicht für einen
Spielfilm in DVD-Qualität) pro Plattenseite. Ähnlich wie eine
Festplatte speichert eine DVD-RAM die Daten in Sektoren. Das erlaubt
einen sehr schnellen und präzisen Zugriff, prädestiniert das
Medium also für interaktive Funktionen. Bei der DVD-RAM werden die
Daten nicht nur in den vorgeprägten Rillen, sondern auch auf den
Stegen dazwischen gespeichert. Diese Tatsache und die Sektorenstruktur
bedeuten: Platten vom Typ DVD-RAM lassen sich nicht auf
herkömmlichen DVD-Video-Playern abspielen. Man kann sie mit dem
DVD-RAM-Recorder selbst oder auf PCs mit eingebautem DVD-RAM-Laufwerk
wiedergeben. DVD-RAM-Platten stecken in einer Cartridge, lassen sich -
bei Laufwerken mit normalem Schubladenmechanismus - aber auch zum
Aufnehmen und Wiedergeben aus dieser Schutzhülle herausnehmen.
DVD-RW: Einseitig bespiel- und wieder löschbare Platte mit einer
Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte. Ebenso wie bei einer DVD-Video
werden die Daten auf einer spiralförmigen Spur aufgezeichnet.
Beide Platten sind so ähnlich, dass handelsübliche
DVD-Videorecorder auch Platten vom Typ DVD-RW lesen können.
DVD+RW: Beinahe identisch mit der DVD-RW. Wichtigster Unterschied ist
eine etwas andere Vorprägung der Rillen. Sie unterstützt die
Spurführung besser als die DVD-RW. Das bedeutet zugleich:
Laufwerke vom Typ DVD+RW können mit höheren Drehzahlen und
folglich mit höheren Daten-Transferraten arbeiten.
DVD-R: Nur einmal, und zwar einseitig bespielbare Platte mit einer
Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte. Die DVD-R speichert die Daten
auf einer spiralförmigen Spur, ebenso wie die DVD-Video. Beide
Platten sind physikalisch so ähnlich, dass DVD-Videorecorder
Scheiben vom Typ DVD-R lesen können.
Über die Frage der Kompatibilität zu DVD-Video-Playern
entscheidet nicht allein das physikalische Plattenformat.
Herkömmliche DVD-Video-Player konnten nur Video-Platten lesen, die
im DVD-Video-Dateienformat aufgezeichnet wurden. Neue DVD-Recorder
arbeiten mit einem anderen Dateiensystem, dem vom DVD-Forum
standardisierten Video Recording Format (VRF).
Der Vorteil: VRF bietet sehr viel komfortablere
Editiermöglichkeiten (Schnittbearbeitung) als das alte
DVD-Video-Dateienformat.
Um jedenfalls die Kompatibilität zu DVD-Video-Playern sicher zu
stellen, arbeiten die meisten neuen DVD-Recorder mit Laufwerken, die
mehrere Plattentypen bespielen und wiedergeben können: Praktisch
alle DVD-Recorder, die seit Herbst 2001 auf dem europäischen Markt
erschienen sind, können Medien bespielen, die sich auch auf einem
DVD-Video-Player abspielen lassen.
DVI
(Digital Video Interface).
Ursprünglich für Computermonitore entwickelte, inzwischen
auch in der Unterhaltungselektronik eingeführte digitale
Video-Schnittstelle. Das später eingeführte HDMI unterscheidet sich von DVI hauptsächlich dadurch, dass zugleich Audio-Daten übertragen werden.
DXB
Unter der Bezeichnung DXB lief von 2005 bis 2007 ein Projekt der Fraunhofer Gesellschaft
(Fraunhofer HHI) zur digitalen Übertragung unter Einbeziehung der fortentwickelten Systeme
DAB/DMB und DVB-T/DVB-H. Aus der Kombination geeigneter Systemkomponenten soll eine mobile
Multimedia-Übertragung entstehen, die vor allem den Erfordernissen der Frequenzeffizienz
(sparsame Nutzung von Rundfunkfrequenzen). Zugleich soll es möglich werden,
Multimedia-Anwendungen ohne zusätzliche Umkodierung sowohl über
DAB-Netze als auch über DVB-H Netze zu verbreiten.
EBU
(European Broadcasting Union, Europäische Rundfunkunion).
EDGE
(Enhanced Data rates for GSM Evolution).
Siehe Mobiltelefon-Systeme.
E-Mail
Elektronische Post (per Internet, Intranet und Telefonleitung).
Entavio
Entavio ist die Bezeichnung einer so genannten Vertriebsplattform für digitales
Satellitenfernsehen von SES Astra. Auf der Plattform sollen Rundfunkprogramme und
Zusatzdienste im Auftrag der Programm-Anbieter aggregiert und verschlüsselt werden.
Diese verschlüsselten Inhalte können beim Zuschauern entschlüsselt werden, sofern ein
entavio-geeigneter Satelliten-Receiver, die zur Nutzung von
Pay-TV erforderliche
Smartcard vorhanden ist und eine monatlichen
Grundgebühr bezahlt wird.
EPG
(Electronic Program Guide)
Der EPG ist beim digitalen Fernsehen gewissermaßen
Bedieneroberfläche und Programmzeitschrift in einem. Man gelangt
in den EPG über den Navigator, der eine Art Inhaltsverzeichnis aller empfangbaren Bouquet bzw. Dienste
auf dem Bildschirm des Fernsehgerätes anzeigt und den Zugang
hierzu anbietet. Der nach der per Fernbedienung erfolgten Auswahl des
Programmanbieters bzw. Senders auf dem Navigator erscheint der
zugehörige EPG, der nach verschiedensten - auch vom Benutzer
selbst festgelegten - Kriterien detailliert über Programme und
deren Inhalte informiert. Der EPG kann also auch
Hintergrundinformationen zu Sendungen des aktuellen und der folgenden
Tage liefern. Voraussetzung ist allerdings, dass die Sendeanstalt diese
Informationen im digitalen Datenstrom bereitstellt. Denn der jeweilige
Anbieter/Sender ist für Inhalt und Gestaltung des EPG für
sein Programmpaket (Bouquet) selbst
verantwortlich. Über Schaltflächen lassen sich auf dem EPG
mit der Fernbedienung außerdem verschiedene andere Funktionen
aktivieren: Beispielsweise die Programmierung zur automatischen
Aufzeichnung auf einem Videorecorders oder das Setzen eines so
genannten Lesezeichens.
Ethernet
Protokoll für die Datenübertragung in lokalen Netzen (Local Aerea Networks = LAN).
ETSI
European Telecommunications Standards Institute.
Eutelsat
Europäischer Satellitenbetreiber, der eine große Anzahl von
Satelliten in Erdumlaufbahnen positioniert hat, die zahlreiche
Programme übertragen. Die für Deutschland wichtigen
Hotbird-Satelliten befinden sich auf 13°Ost. Die European
Telecommunication Satellite Organisation wurde 1977 in Paris als
europäische Behörde zur Verwaltung von
Satelliten-Kommunikationsdiensten gegründet. Die
ursprüngliche Mitgliederzahl von 17 hat sich inzwischen auf rund
50 Staaten erhöht. Aufgabe von Eutelsat ist der Betrieb von
Satelliten für stationäre und mobile Kommunikation in Europa.
Fachverband Consumer Electronics
(abgekürzt: FV CE).
Fachverband der Hersteller/Anbieter von Konsumelektronik innerhalb des
ZVEI (Zentralverband Elekro- und Elektronik-Industrie) e.V. Im Sinne
der Nähe zu Verbrauchern, privaten Käufern und dem Fachhandel
als Absatzmittler, Berater und Kundendienstleister definiert sich der
FV CE zugleich als "Portal zum Konsumenten".
FDM
(Frequency Division Multiplex).
Frequenzmultiplex ist ein Verfahren, das jedem Mobiltelefon - für
die Dauer eines Gesprächs - einen Funkkanal innerhalb des zur
Verfügung stehenden Frequenzbereichs zuweist.
(Forum Digitale Medien).
Mit dem "Forum Digitale Medien - Aktion für Rundfunk und Neue
Medien" wurde nach erfolgreichem Abschluss der Initiative Digitaler
Rundfunk (IDR)
ein Neustart vorgenommen. Das Forum hat die Aufgabe, in Zusammenarbeit
mit allen an der Digitalisierung der Kommunikation Beteiligten
entsprechende Lösungswege zu erarbeiten. Das Motto des Forums
lautet: Hemmnisse beseitigen, die Dinge zum Laufen bringen!" Beispiele
für aktuelle Aufgaben: Handy-TV, die Digitalisierung des Kabels und erforderliche Nachjustierungen im Medienrecht auf EU-Ebene.
Festplatten-Recorder
Beim Digitalen Fernsehen (DVB) werden alle Bild-
und Tonsignale in digitaler Form übertragen und liegen in dieser
Form - ähnlich wie Computerdaten als Folge von Bit's
- im Empfangsgerät vor. Daher können digitale Bild- und
Tonsignale wie Daten im Computer auf einer Festplatte (oder auf einer
Speicherkarte mit entsprechender Kapazität) gespeichert
werden. Für einen derartigen "Festplatten-Recorder" werden trotz
entsprechender Datenreduktion relativ große Speicherkapazitäten von 1-2 GB (Gigabyte) pro Stunde TV-Programm gebraucht.
Festplattenrecorder gibt es bisher überwiegend in Verbindung mit Settop-Boxen
für den digitalen Satelliten-Empfang. Typische
Festplattenkapazitäten: derzeit um 80 Gigabyte und mehr. Diese Recorder
zeichnen den Datenstrom des digitalen Fernsehens direkt auf und geben
ihn unverändert wieder. Es gibt also keinerlei
Qualitätsverlust. Die Programmierung ist - gekoppelt an
elektronische Programmführer (EPG) beispiellos
komfortabel: Einfach die Wunschsendung mit der Fernbedienung markieren bzw. "anklicken"
- fertig. Es gibt auch Programmierlösungen, die auf EPGs im
Internet basieren. Damit ist es möglich, den Recorder zuhause auch
von unterwegs aus zu programmieren. EPGs im Internet werden eine immer
größere Bedeutung bekommen, wenn beispielsweise MHP den Fernsehempfang und Internet-Zugang mit einem einzigen Gerät ermöglichen.
Festplattenrecorder haben auch noch andere Vorteile: Noch während
sie ein Programm aufnehmen, können sie es bereits wiedergeben.
Zeitversetztes Fernsehen - etwa nach einer kurzen Unterbrechung durch
ein Telefongespräch - bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.
Außerdem sind komfortable Replay- und Zeitlupenfunktion
möglich: Etwa so, wie man es von Live-Übertragungen aus dem
Fußballstadion kennt.
Firewall
(deutsch "Brandmauer", "Feuerschutzwand").
Sicherheitssystem zum Schutz eines Computers bzw. Computernetzwerks
gegenüber unzulässigen Zugriffen oder Datenübertragungen
von außerhalb.
Flachbildschirm
Siehe Plasma-Bildschirm und LCD.
Flimmerfreies Fernsehen
Siehe 100 Hertz.
Forum Digitale Medien
Siehe FDM.
Free-TV
(auch Free-To-Air, oder abgekürzt FTA genannt).
Unverschlüsselt ausgestrahlte digitale Programme oder Dienste, die ohne Abonnementsgebühren und spezielles CA-System im Empfangsgerät, also frei (engl. "free") empfangen werden können (siehe auch Pay-TV).
gfu
(Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik GmbH).
Elf führende Unternehmen der Unterhaltungselektronik haben 1973
die Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik
gegründet. Ihre Ziele: die Veranstaltung der Internationalen
Funkausstellung (IFA) Berlin und die Information der
Öffentlichkeit über die Entwicklung der
Unterhaltungselektronik. Später wurde der Name der Gesellschaft
dem aktuellen Engagement der Unternehmen angepasst. Seit 1986 lautet
er: Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik
(gfu) mbH, Frankfurt /Main. Gesellschafter sind Mitgliedsfirmen des
Fachverbandes Consumer Electronics im Zentralverband Elektrotechnik-
und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V.
GIF
(Graphics Interchange Format).
Standard für die komprimierte Speicherung von digitalen Bildern.
Dabei kann es sich auch um kurze Sequenzen bewegter Bilder handeln
("Animated GIFs"). GIF wurde Ende der 1980er Jahre von CompuServe
eingeführt und wird hauptsächlich für Bilddarstellungen
im WWW benutzt.
Gigabyte
Maßeinheit für Informationseinheiten in Byte: 1Gigabyte = 1 Milliarde Byte (1000 Megabyte).
Gleichwellennetz
Digitale Übertragungsverfahren (beispielsweise DVB-T)
ermöglichen die Abstrahlung eines Signals von mehreren
verschiedenen Standorten auf der selben Frequenz. In der Analogtechnik
würde dies zu starken Störungen führen. Im digitalen
Bereich hingegen kann so der Empfang sogar verbessert werden.
Außerdem trägt das als SFN (Single Frequency Network)
bezeichnete Verfahren zur Einsparung von Sendefrequenzen
("Frequenzökonomie") bei.
Global Positioning System
Siehe GPS.
GPRS
(General Packet Radio Service).
Siehe Mobiltelefon-Systeme.
GPS
(Global Positioning System).
Satelliten-gestütztes Navigationssystem, das ursprünglich zur Positionsbestimmung
und Navigation im militärischen Bereich bestimmt war, heute jedoch auch umfassend
zivil genutzt wird: Nicht nur im Luft- See- und Straßenverkehr, sondern auch im
Sport, bei der Landvermessung oder in der Wirtschaft verwendet wird. GPS basiert
auf einer Anzahl (mindestens 24) von Satelliten, die ständig ihre Position auf
der Umlaufbahn und die Uhrzeit aussenden. Aus den Laufzeiten der GPS-Signale
lassen sich im GPS-Empfänger
(Navigationsgerät) die Position und
Geschwindigkeit berechnen.
Grundverschlüsselung
Bei einer Grundverschlüsselung werden auch Free-TV Programme verschlüsselt, aber im Unterschied zu Pay-TV
im Empfangsgerät automatisch entschlüsselt (jedes Gerät
muss dann natürlich über ein passendes
Entschlüsselungssystem verfügen. Grundverschlüsselung
kann beispielsweise gegen unberechtigtes Schwarzsehen eingesetzt werden.
GSM
(Global System for Mobile Communication).
Siehe Mobiltelefon-Systeme.
Guide Plus+
System für die automatische Aufzeichnung von Fernsehprogrammen. Guide Plus+ empfängt
Programminformationen über den Antennenanschluss des Recorders und stellt sie auf dem
Bildschirm als eine Art Programmzeitschrift dar. Per Fernbedienung wird darin das gewünsche
Programm "angeklickt" und später automatisch aufgezeichnet. Voraussetzung: Der Videorecorder
enthält die entsprechende Technik. Informationen, welche TV-Sender in welchen Ländern
Guide Plus+ anbieten, unter
http://www.europe.guideplus.com.
H.264/AVC
(bzw. MPEG-4/AVC).
Das für hochauflösendes Fernsehen (HDTV) in Europa favorisierte Codierverfahren sorgt für Datenreduktion. Würde es wie bisher mit MPEG-2-codiert,
beanspruchte HDTV etwa 22 Mbit/s (Millionen bit pro Sekunde) und damit
viel Bandbreite auf der Übertragungsstrecke. Dank H.264/AVC kommt
eine HDTV-Übertragung mit 8-12 Mbit/s aus. Das Verfahren wurde
2003 in der Arbeitgruppe JVT (Joint Video Team) - Moving Pictures
Experts Group (MPEG), ISO/IEC und Video Coding Experts Group (VCEG) der
ITU-T - verabschiedet.
HDD
(Hard Disc Drive).
Zu Deutsch: Festplatte. Dieses Speichermedium wird in der
Unterhaltungselektronik auch zur Aufzeichnung digitaler Radio- und
Fernsehsignale verwendet (Festplattenrecorder).
Halbleiter
Unter einem Halbleiter versteht man einen Festkörper (z.B.
Silizium), dessen Leitfähigkeit sich durch das Einbringen
("Dotieren") von Fremdatomen steuern lässt. Bedeutung für die
Mikroelektronik erlangen Halbleiter aber insbesondere dadurch, dass
ihre Leitfähigkeit auch durch Anlegen einer Steuerspannung oder
eines Steuerstroms (wie z. B. beim Transistor) verändert werden
kann.
Handy-TV
(Fachbegriff: "Mobil-TV").
Fernsehen mit dem Mobiltelefon. Grundsätzlich gibt es hierfür zwei Möglichkeiten:
Übertragung des TV-Signals durch eine geeignete Mobilfunktechnologie (UMTS) oder über
ein Rundfunk-Übertragungsverfahren
(DVB-H, DVB-SH, DMB).
HAVi
(Home Audio Video interoperatibility).
Ziel des HAVi-Konsortiums ist die Entwicklung einer
Heimnetz-Architektur für Anwendungen im "Intelligenten Heim". Laut
HAVi-Spezifikation sind entsprechende Anwendungen imstande,
HAVi-kompatible Geräte herstellerunabhängig zu erkennen und
zu steuern. Zudem können sie einzelne Geräte innerhalb
verschiedener Anlagen unabhängig von ihrer physischen Anordnung
steuern. HAVi schließt Komponenten für den Nachrichten- und
Ereignisaustausch über IEEE 1394-Netze,
die Registrierung und Erkennung von Gerätefähigkeiten
über das Netzwerk und das Management digitaler audiovisueller
Ströme und Geräte mit ein. Zu den HAVi-Funktionen
gehören auch ein Sicherheitssystem für den Schutz gegen
(Computer-)Viren, eine Komponente, die Funktionen wie
vorprogrammierbare (Audio/Video/Daten-)Aufzeichnung unterstützt,
sowie Standard Programmier-Schnittstellen für die Steuerung von
Gerätefunktionen.
HDCP
(HighBandwidth Digital Content Protection)
Kopierschutz für digitale Programminhalte hoher Bandbreite. Verwendet im Zusammenhang mit den digitalen Anschlüssen DVI (Digital Video Interface) und HDMI (High Definition Multimedia Interface).
HD DVD
(High Density DVD, ursprünglich: Advanced Optical Disc (AOD) genannt).
Optisches Speichermedium - ähnlich DVD,
jedoch mit erheblich höherer Speicherkapazität. Dem HD DVD
Konsortium gehören u. a. NEC, Toshiba, Intel, IBM und Time Warner
an.
HDMI
(High Definition Multimedia Interface).
"Schnelle" Schnittstelle - Stecker, Kabel und Anschlussbuchse -
für die Übertragung von digitalen Audio-, Video- und
Datensignalen. HDMI beherrscht alle derzeit bekannten Bild- und
Tonformate einschließlich HDTV ohne Qualitätsverlust. Die
HDMI-Schnittstelle unterstützt den vom Gütesiegel HD ready geforderten Kopierschutz HDCP.
HDSL
(High data rate -DSL).
Übertragungsverfahren, das mit Puls-Code-Modulation über
Kupferdoppeladern die Übertragung mit 1544 KBit/s (T1) oder mit
2048 KBit/s (E1) realisiert.
HD ready
("geeignet für HDTV").
Ein Gütesiegel, das Konsumenten Sicherheit beim Kauf von
HDTV-fähigen Geräten gibt (vor allem Flachbildschirme, aber
auch Camcorder und Abspielgeräte für die Blu-ray-Discs bzw.
HD DVD). Als "HD ready" gilt ein Gerät, wenn es die HDTV-Standards
720p oder 1080i erfüllt, außer einer analogen auch eine digitale DVI- oder HDMI-Schnittstelle besitzt, die den Kopierschutz HDCP
unterstützen. Weil Gerätekennzeichnungen wie HD ready nur
sinnvoll sind, wenn sie europaweit eingeführt werden, wurden der
Europäische Verband der CE-Industrie (EICTA), die europäische
Rundfunk-Union (EBU) sowie europäische Rundfunkanstalten und
Pay-TV-Anbieter in die Entwicklung eingebunden.
HDTV
(High Density TeleVision).
Hochauflösendes Fernsehen (mit beispielsweise in horizontaler und
vertikaler Richtung verdoppelter Auflösung). Ein HDTV-Bild besteht
- im Vergleich zum herkömmlichen PAL-Fernsehen - aus bis zu
fünfmal so vielen Bildpunkten (fünfmal höhere
Auflösung) und ist damit entsprechend schärfer. HDTV wird via
Satellit, per Breitbandkabel ("Kabelfernsehen") und später auch
über die Telefonleitung (siehe auch VDSL und IPTV)
angeboten. Terrestrischer Ausstrahlung ist in Deutschland - einstweilen
jedenfalls - nicht geplant. Wirtschaftliche Übertragung von HDTV
erfordert die effizientesten Technologien. Daher wird das verbesserte
Satelliten-Übertragungsverfahren DVB-S2 genutzt oder für die Übertragung im Kabel ein DVB-C
Verfahren mit 256 QAM verwenden. Zunächst mit MPEG-2-codiert,
beanspruchte HDTV etwa 22 Mbit/s (Millionen bit pro Sekunde). Diese
Datenrate wird mit modifizierten Übertragungs- und effizienteren Datenreduktionsverfahren drastisch auf 8-12 Mbit/s gesenkt. Favorisiert werden DVB-S2 und eine Datenreduktion (Codierung) nach H.264 AVC.
Entsprechend ausgestattete Fernsehempfänger sind
rückwärtskompatibel, können also auch die heute
existenten HDTV-Programmangebote - DVB-S mit MPEG2 codiert - empfangen.
HDTV ist allerdings nicht nur für das Fernsehen von Bedeutung. Es
gibt auch Camcorder und optische Speicher (Blu-ray Dics oder HD DVD),
die als HDTV-Quelle nutzbar sind.
High End
Geräte und Anlagen der Konsumelektronik für höchste (HiFi-)Ansprüche.
Home-Cinema
(auch "Home Theatre" genannt).
Das "Heimkino" gehört zu den großen Trends der digitalen Unterhaltungselektronik.
Das Concerto grosso oder der Kinoabend zu Hause sind Erlebnisse, die sich jeden
Tag wiederholen lassen. Zum Heimkino-Genuss gehört das große Bild im breiten
16:9-Breitbildformat. Besonders aktuell sind Geräte
mit LCD- oder
Plasma-Bildschirm. Noch größere
Bilder liefert auch ein Frontal-Projektor ("Beamer"),
der die Bilder auf eine Leinwand wirft wie ein
Projektor im Kino. Den passenden Sound liefern
Surround-Systeme, die digitalen Ton aus fünf,
sechs und neuerdings sogar sieben Kanälen bieten.
Home-Banking
Zu Hause Bankgeschäfte "online" durchführen: Rund um die Uhr
kann man so beispielsweise den eigenen Kontostand abfragen oder
Überweisungen vornehmen.
Home-Shopping
Zu Hause "online" einkaufen, in Katalogen "blättern", Produkte
verschiedener Anbieter am Bildschirm vergleichen und anschließend
per Mausklick oder Telefon bestellen.
HSCSD
(High Speed Circuit Switched Data).
Siehe Mobiltelefon-Systeme.
HiperLAN
(High Performance Radio Local Area Network, High Performance Radio Mobility in LANs).
Europäischer ETSI-Standard für
drahtlose lokale Netze. Von der Annahme ausgehend, dass drahtlose LANs
("WirelessLAN") die drahtgebundenen LANs erweitern oder z.T. ersetzen
werden, orientiert sich die HiperLAN-Spezifikation an bestehenden
LAN-Hierarchien. Ein ähnlicher Standard (IEEE 802.11) wurde auch in den USA spezifiziert.
HiperLAN Type 1 spezifiziert ein drahtloses Ethernet mit Datenraten von ca. 20Mbit/s im 5-GHz-Frequenzbereich.
HiperLAN Type 2 ist ein europäischer Standard für
breitbandige Funk-Kommunikation mit kurzer Reichweite (bis etwa 100
Meter). Die Ausgangsleistung beträgt bis zu 1 Watt. Es werden
Datenraten bis etwa 20 Mbit/s erreicht. Das System arbeitet auf
Frequenzen im 5-GHz-Bereich. Typische Anwendungsszenarien: Drahtlose
Kommunikation innerhalb von Firmengebäuden ("Business
Environment") und drahtlose Vernetzung von Geräten der
Unterhaltungselektronik bzw. Computern und Peripheriegeräten in
Privathaushalten ("Home Environment") zur Übertragung von
Multimedia-Anwendungen (Audio, Video; Schrift, Daten).
HiperLAN unterstützt die Übertragung von Datenpaketen
über mehrere Stationen hinweg sowie die Übertragung sowohl
von zeitkritischen als auch von asynchronen, zeitunkritischen
Datenpaketen. HiperLAN kompatible Geräte werden im Frequenzbereich
von 5,15 GHz bis 5,3 GHz betrieben. Künftig soll auch der
Trägerfrequenzbereich zwischen 17,1 GHz und 17,3 GHz benutzt
werden.
HTML
(Hypertext Markup Language).
Programmiersprache zur Herstellung von Internetseiten.
Hyperband
Im Breitband-Kommunikations-Netz ("Kabel-Fernsehen") für die
Verteilung von Fernsehprogrammen genutzter Frequenzbereich (300 - 470
MHz). Steht für die Einführung neuer Übertragungsdienste
zur Verfügung und soll vorzugsweise für digitale
TV-Übertragungen nach DVB-C eingesetzt werden.
IC
(Integrated Circuit).
Komplexer elektronischer Schaltkreis, bei dem viele tausend
(Transistor- und Dioden-) Funktionen auf einem Halbleiter-Chip
zusammengefasst sind. Der Trend geht zu immer höheren
Integrationsgraden bei immer kleineren Strukturen im Submikronbereich.
IDR
(Initiative Digitaler Rundfunk).
Im Rahmen der vom Bundeswirtschaftsministerium moderierten IDR hatten
Experten aus Politik, Wissenschaft, Sendeanstalten und Industrie die
Szenarien zum digitalen Hörfunk und Fernsehen erarbeitet. Die
Bundesrepublik Deutschland hält dabei Schritt mit einer
Entwicklung, die inzwischen weltweit eingeleitet oder angekündigt
wurde. Verbraucherschutz und die Sicherstellung des Anspruchs auf
Information spielten bei den Beratungen der IDR eine wichtige Rolle.
Der Übergang zum digitalen Radio und Fernsehen wird nicht nur
konsequent, sondern auch "sanft" erfolgen. Bei Kabel und Satellit,
über die mehr als 90 Prozent der Fernsehteilnehmer ihre Programme
empfangen, gibt es ausreichend technische Möglichkeiten zu einer
parallelen Versorgung (alte analoge und neue digitale Technik
gleichzeitig). Beim terrestrischen Empfang, der langfristig vor allem
für portable und mobile Radio- und Fernsehdienste genutzt werden
wird, sind regional Kompromisse erforderlich, weil wegen
Frequenzmangels nicht beliebig lange jedes gewohnte Programm in der
gewohnten Qualität nach alter und neuer Sendenorm empfangbar ist.
Die Übergangsperiode dauert bei Kabel und Satellit so lange wie
erforderlich, beim terrestrischen Fernsehen bis 2010 und beim
terrestrischen Radio bis 2015. Neben Settop-Boxen
für Fernseher werden auch Einsteckkarten und Zusatzgeräte
angeboten, die den Computer zum Digital-TV-Empfänger erweitern.
Die - inzwischen erweiterten - Aufgaben der IDR werden seit 2006 im
Forum Digitale Medien (FDM) wahrgenommen.
IEEE
(Institute of Electrical and Electronics Engineers).
Das IEEE (englisch gesprichen "i triple e") organisiert Fachtagungen und bildet
Gremien für die Normung von Technologien, Hardware und Software. Das IEEE ist mit
mehr als 360.000 Mitgliedern in 175 Ländern (Stand Ende 2005) der weltweit größte
technische Berufsverband.
IEEE 1394
IEEE-Standard für Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in
einem lokalen Kabelnetz (Local Area Network, LAN). Dieser Standard wird
auch für Heimnetze (HAVi) verwendet. Je nach Ausführung beträgt die Datenrate
100, 200, 400 oder Mbit/s. Die ursprünglich von Apple entwickelte
P-1394-Bus-Technik wurde 1995 als IEEE 1394/1995 - auch "Firewire"
genannt - zum Industriestandard. 1997 führte Sony sein
"i.Link"-Logo zur Kennzeichnung standardisierter
IEEE-1394-Schnittstellen ein.
IEEE 802.11
Familie von Standards für lokale Funknetze (WirelessLan). Der am weitesten verbreitete Standard IEEE 802.11b verwendet eine Datenrate von 11 Mbit/s und arbeitet im 2,4-GHz-ISM
- Frequenzbereich, um kabellos verschiedene Geräte miteinander zu
verbinden.. Zwei weitere gebräuchliche Standards sind IEEE 802.11a
(Datenrate 54 Mbit/s im 5 GHz-Bereich und 802.11g (Datenrate 54 Mbit/s
im 2,4-GHz-Bereich).
IFA Convention
Die IFA Convention - Common Life Technologies, ein Veranstaltungsformat
der IFA thematisiert die aktuellen Fragen zu Digital Lifestyle und
Electronic Entertainment und fokussiert konsequent auf künftige
Entwicklungen in ihrer Relevanz für heute und morgen.
IP-Datacast
Im Rahmen des internationalen DVB (Digital Video
Broadcasting) Projekts wird an der Entwicklung von Technologien
für so genannte hybride Netzwerke gearbeitet. IP Datacast (IP =
Internet Protokoll) über DVB-H beinhaltet daher auch die Option,
einen Mobilfunkkanal einzubeziehen. Es ermöglicht so die portable
Nutzung völlig neuer Dienste, die weder Mobilfunksysteme wie UMTS noch digitale Rundfunknetze wie DVB-H alleine bieten könnten.
iMode
iMode ist ein in Japan mit großem Erfolg eingeführtes
System, das Internet-Inhalte auf das Display spezieller Mobiltelefone
bringt. iMode verwendet die Programmiersprache cHTML (Compact HTML),
die eine Teilmenge des für die Programmierung von Internet-Seiten
verwendeten HTML bildet. Dieser nahen Verwandschaft wegen, können iMode-Seiten auch auf dem PC-Monitor mit Hilfe der bekannten Browser (Internet Explorer, Netscape u.ä.) dargestellt werden (www.eu-japan.com).
iMode eignet sich für die Darstellung von Schrift und -
gelegentlich animierten - Bildern, aufgrund der relativ geringen Datenrate
von 9600 Bit pro Sekunde jedoch nicht für Filme oder Videos. In
Japan hat das von dem dort führenden Mobilnetzbetreiber NTT DoCoMo
entwickelte iMode inzwischen weit über 16 Millionen Teilnehmer. In
Europa hat E-Plus ein iMode-Konzept auf der Basis von GPRS (Mobiltelefon-Systeme) eingeführt.
Indoor-Versorgung
Hauptproblem im Mobilfunk: Im Inneren von Gebäuden wird das
Funkfeld mehr oder weniger abgeschirmt, so dass der Empfang
beeinträchtigt werden kann. Das versucht man - etwa durch
entsprechend hohe Sendeleistungen - auszugleichen.
Informationsgesellschaft
Bereits 1948 von Norbert Wiener, einem amerikanische Wissenschaftler,
vorhergesagt, ist der Begriff "Informationsgesellschaft" schon lange, wenn auch in
unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet worden. In den 1960er Jahren wurde damit
der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft charakterisiert.
Etwa 10 Jahre später sprach man von der Postindustriellen Gesellschaft. Gemeint ist,
dass immer mehr Menschen - vor allem auch am Computer - mit der Beschaffung,
Bearbeitung und Vermittlung von Information beschäftigt sind. Der Wissenschaftstheoretiker
Helmut F. Spinner bezeichnet die Informationsgesellschaft als Vorstufe der Wissensgesellschaft.
Initiative Digitaler Rundfunk
siehe IDR.
interaktiv
Bezeichnet die Möglichkeit, über einen Rückkanal
in einen Ablauf (im Programm, Datenfluss etc.) einzugreifen. Man spricht auch von
"dialogorientierten" Angeboten bzw. Anwendungen, zu denen beispielsweise
spezielle Fernseh-Programmformate, aber auch
Home-Shopping gehören.
interleaving
"Verschachtelung": Bytes aus einer definierten
Anzahl von aufeinander folgenden Datenpaketen werden vor der
Übertragung in einen Speicher ein- und anschließend so
ausgelesen, dass jetzt die aufeinander folgenden Bytes aus
verschiedenen Datenpaketen stammen. Durch diese Verschachtelung, die im
Empfänger sinngemäß rückgängig gemacht wird,
werden Übertragungsfehler, die einen längeren Abschnitt des
Datenstroms zerstört haben, in leichter korrigierbare Einzelfehler
zerlegt.
Interface
(deutsch: Schnittstelle).
Es gibt Software-Schnittstellen (API) zwischen
gemeinsam arbeitenden Programmen und Hardware-Schnittstellen in Form
von - meistens genormten - Anschlussbuchsen bzw. Steckern. Beispiele:
Die parallele und die serielle Schnittstelle an Computern und Settop-Boxen.
Internet
Weltweiter Verbund von Datennetzen. Zunächst für
ausschließlich militärische Nutzung vorgesehen, dann
zunehmend von Universitäten und Instituten zum (Daten-)Austausch
von Forschungsergebnissen verwendet. Heute bieten Online-Dienste und
Service-Provider praktisch jedermann den Zugang zum Internet an.
Internet Protokoll TeleVision
Fernsehen über Internet (siehe IPTV).
Internetradio
Der Begriff Internetradio (auch Webradio genannt) bezeichnet sowohl die im Internet
angebotenen Hörfunksendungen als auch die dazu geeigneten Empfangsgeräte
(sofern nicht ein Computer verwendet wird). Die Übertragung erfolgt meistens als
Streaming Audio, einer Variante von
Streaming Media.
Intranet
Ein Datennetz, das Internet-Technologie verwendet, aber nicht
öffentlich, sondern - etwa innerhalb eines Unternehmens oder einer
Organisation - nur internen Benutzern zugänglich ist. Ein so
genanntes "Extranet" bezieht darüber hinaus bestimmte externe
Benutzer - etwa wichtige Kunden - in das Datennetz ein.
INTELSAT
(International Telecommunication Satellite Organisation).
Diese internationale Telekommunikations-Organisation plant und betreibt
weltweit Fernmeldenetze: Vor allem für Satelliten-Funkdienste
zwischen den Kontinenten. INTELSAT legt auch die technischen
Spezifikationen für Erdfunkstellen in den Mitgliedsstaaten fest.
IPTV
(Internet Protokoll TeleVision).
IPTV ist Fernsehen auf Basis des
Internet-Protokolls (IP).
IPTV ist also Internet-Fernsehen,
d.h. die TV-Programme kommen über den Internet-Anschluss zum Zuschauer.
Damit ist über den Telefonanschluss neben Internet-Zugang und Telefonie auch Fernsehen
möglich (Triple Play).
Oft wird auch eine Technologie aus dem Bereich
Streaming Media als
IPTV bezeichnet. Doch IPTV ist nicht das kleine Fensterchen für schlecht aufgelöste Bilder
auf dem PC-Monitor, IPTV ist vielmehr für das Fernsehgerät bestimmt: Live-TV über Multicast,
Unicast für On-demand-Dienste. Für IPTV sprechen hohe Übertragungsqualität, schneller
Kanalwechsel, die "Verträglichkeit" mit Heimnetzen. Von (Bitraten-)Verschwendung im
weltweiten Netz kann nicht mehr die Rede sein. Neue Methoden der Videocodierung
(z.B. MPEG4/H.264-AVC) ermöglichen TV in Standard-Qualität bei Datenraten von um die 2 Mbit/s.
Mit Hilfe der VDSL-Übertragung wird
sogar HDTV via IPTV möglich. Fernsehen via Internet
ist nicht unbedingt IPTV. - Zitat aus TV-Zukunft: "In vieler
Hinsicht mischen sich die Regeln des Fernsehens mit den Regeln des Internets.
Alle Daten- und alle Rundfunknetze könnten in Zukunft das Internet Protokoll (IP)
als technische Basis verwenden. Unter Experten steht "IP-TV" heute für zwei unterschiedliche
Entwicklungen: Entweder Fernsehen über das offene Internet. Oder Fernsehen wie im Kabel,
aber über die Telefonleitung. Dahinter stehen prinzipiell ähnliche Techniken.
Das offene Netz bietet Zugang über jeden Internet-Anschluss,
die entsprechenden Internet-Plattformen sind unabhängig vom Netzzugang,
die Inhalte kommen von klassischen Programmanbietern und/oder anarchisch
aus dem Netz. Zum geschützten Teil des Netzes aber gibt es über spezielle
Settop Boxen den Zugang nur gebührenpflichtig für Netz-Kunden einer bestimmten
Telekom (wie bei T-Home) oder eines anderen Anbieters, allerdings Zugang auf möglichst
viele und exklusive Inhalte." IPTV wird in mehreren europäischen Ländern, auch in Deutschland,
zunächt in Großstädten und Ballungszentren angeboten.
IRD
(Abkürzung für "Integrated Receiver Decoder").
Im internationalen Sprachgebrauch verwendeter Fachbegriff für eine Settop-Box mit eingebautem Empfangsteil und Decoder für Digitales Fernsehen.
ISDN
(Integrated Services Digital Network = Dienste integrierendes digitales Netz).
ISDN integriert Telekommunikationsdienste wie Telefon, Fax oder
Datenkommunikation in einem Netz: Digitales Telekommunikationssystem
für max. Datenraten von 128 kBit/s (durch Kanalbündelung von 2 B-Kanälen). Siehe auch Basisanschluss und B-Kanal.
ISM
(Industrial, Scientific, Medical).
Für industrielle, wissenschaftliche und medizinische Anwendungen
reservierter, aber auch für drahtlose lokale Funknetze (Bluetooth, WirelessLan bzw. IEEE 802.11) genutzter Frequenzbereich (2,4 GHz bis 2,483 GHz).
JPEG
(Joint Photographic Expert Group).
JPEG ist ein Verfahren zur Datenreduktion
von Bildern. JPEG-Bilddateien enthalten bist zu 15 mal weniger Daten,
so dass sie "online" viel schneller übertragen werden können
und weniger Speicherplatz im Computer, auf der Festplatte oder auf der
Speicherkarte beanspruchen.
Ka-/Ku-Band
siehe Satelliten-Frequenzband.
Kanalbündelung
Zusammenfassung mehrerer B-Kanäle eines ISDN-Anschlusses zu einem virtuellen Kanal mit entsprechend höherer Datenrate.
KNX-Standard
Standard-Technologie für Heimnetze. KNX wurde 2002 als Nachfolger aus dem
Zusammenschluss der drei Bussysteme Europäischer Installationsbus (EIB),
BatiBUS und European Home Systems (EHS) konzipiert.
Näheres unter http://www.knx.org/ .
Konvergenz
Der Begriff Konvergenz bedeutet "gegenseitige Annäherung",
"Verschmelzung" oder "Übereinstimmung". Da sich beispielsweise
Unterhaltungselektronik, Computertechnik und Telekommunikation wegen
der gemeinsamen Digitaltechnik "gegenseitig angenähert" haben,
spricht man auch hier von "Konvergenz". Typische Konvergenz-Geräte
sind Settop-Boxen, die digitales Fernsehen empfangen, über ein eingebautes Modem
aber auch Zugang zum Internet bieten. Oder Mobiltelefone, die zum
Fotografieren, Radiohören, Wiedergeben von Musikdateien und
für Videospiele genutzt oder tragbare Computer ("Laptops"), die
zugleich TV-Programme empfangen und über ein eingebautes
Mobiltelefon Verbindung mit externen Datennetzen aufnehmen können.
Bei derartigen Konvergenzgeräten "steckt die Konvergenz im
Produkt". Bei Konvergenz-Systemen - mehrere (dezentrale) Geräte
tauschen Daten über ein Netzwerk aus.
LAN
(Local Area Network).
Lokales Netzwerk für den Datenaustausch. Bei drahtloser Übertragung als "WirelessLAN"
bezeichnet. Die International Standards Organization (ISO) definiert
LAN als ein lokales Netzwerk, das sich innerhalb von
Grundstücksgrenzen unter rechtlicher Kontrolle des Benutzers
befindet.
LCD
(Liquid Cristal Display).
Technologie für flache Anzeigen, Bildschirme oder
Fernsehprojektoren auf der Basis von so genannten
Flüssig-Kristallen.
LED
Light Emitting Diode. Zu deutsch: Leuchtdiode (wird gern als Strom sparende Leuchtanzeige verwendet).
LNB
(Low Noise Block Converter).
Der LNB wird im Brennpunkt der Sat-Antenne ("Schüssel") montiert,
um die empfangenen Satellitensignale zu verstärken, in einen
niedrigeren Frequenzbereich zu konvertieren und dann an den
Empfänger (z.B. Settop-Box) zu übermitteln.
Mailbox
Elektronischer Anrufbeantworter, der von Netzbetreibern als
Mehrwertdienst angeboten wird (im Mobilfunk auch oft als Mobilbox
bezeichnet). Wenn der Angerufene gerade telefoniert, nicht erreichbar
ist oder sein Telefon ausgeschaltet hat, kann der Anrufer ihm eine
gesprochene Nachricht auf dem Zentralcomputer des Netzbetreibers
hinterlassen.
MAZ
(Magnetband-AufZeichnung).
Derzeit noch wichtigstes Speicherverfahren in der Fernsehstudio-Technik (eine Sendung wird "gemazt").
MD
(Mini Disk).
(Ton-)Datenträger im Disketten-Format, speichert bis zu 80 Minuten Musik. Der Klang erreicht fast CD-Qualität.
MD Recorder
Gerät zum Bespielen (und Wiedergeben) von Mini Disks (MD).
Media FLO
(Media Forward Link Only).
Speziell für CDMA-Netze (in den USA) entwickelter Standard zur
Übertragung von multimedialen Inhalten an mobile
Empfangsgeräte.
Mediathek
Digitale Archive, in denen Inhalte aus unterschiedlichen Medien gesammelt,
dokumentiert und Interessenten zugänglich gemacht werden. Beispiel: In der
ZDF-Mediathek werden - auch "online first", also noch vor der Sendung im
ZDF-Programm - alphabetisch und nach Themen geordnete angewählt werden
(siehe auch Podcast).
medienpolitik@IFA
2005 eingeführte Roundtable-Veranstaltungen zur Diskussion medienpolitischer Themen auf
der Internationalen Funkausstellung (IFA). An den jeweils 60-minütigen Veranstaltungen
nehmen Experten aus Politik, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft teil. Thematisch geht
es um regulatorische, rundfunk- und urheberechtliche Fragen sowie um technische
Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Konfigurierung der Empfangsgeräte von morgen.
Metainformationen
Daten, die Informationen über andere Daten enthalten bzw. Zusatzinformationen zu diesen
Daten (die griechische Vorsilbe "meta" bedeuten so viel wie "mit"- oder "neben"-).
Memory-Effekt
Der Memory-Effekt kann bei Nickel-Cadmium- und bei Metall-Hybrid-Akkus
auftreten, wenn sie vor einer vollständigen Entladung wieder
aufgeladen werden. Der Akku verliert dadurch an Ladekapazität.
Für entsprechende Akkus von Schnurlostelefonen oder Handys ist es,
wenn sie immer erst dann an die Ladestation angeschlossen werden, wenn
sie möglichst weit entladen sind. (Bei modernen
Lithium-Ionen-Akkus tritt übrigens kein Memory-Effekt mehr auf).
MHP
(Multimedia Home Platform).
Die MHP - ein Softwarepaket - ist die offene, allgemein
zugängliche technische Lösung für alle neuartigen
multimedialen Anwendungen und Dienste im Rahmen des DVB-Standards
(Digitales Fernsehen). Die MHP verbindet die Welten von Rundfunk und
Internet, von TV und Computer. Kurz: Ein einheitliches System für
alle Dienste. Durch Einsatz dieser standardisierten, auf der
Programmiersprache Java basierenden Softwareschnittstelle sollen
künftig alle Dienste und Programmangebote auf jeder
handelsüblichen Settop-Box genutzt
werden können. Da die Schnittstelle sowohl allen Programm- und
Diensteanbietern als auch allen Geräteherstellern zur
Verfügung steht, hat die MHP den Weg frei gemacht zu
Empfangsgeräten, die zu allen erdenklichen heutigen und
zukünftigen Angeboten kompatibel sind. Das Softwarepaket der MHP
wird in DVB-Empfängern sowie in Multimedia-PCs implementiert sein.
Mikrowellen
Frequenzen im Bereich oberhalb von 3 GHz (Gigahertz = Milliarden
Hertz). Auch für die Verteilung von digitalen Fernsehdiensten
einsetzbar und gelegentlich als "drahtloses Kabel" bezeichnet.
Mobile-TV
(auch Handy-TV oder MobilMultiMedia genannt).
Technik und Medium der mobilen
Informationsgesellschaft
entstehen aus der
Konvergenz von digitalem Rundfunk und Mobilkommunikation. Dabei geht es einerseits
darum, Hörfunk, Fernsehen und Internet jederzeit und überall - auch unterwegs
"outdoor" und in Fahrzeugen - auf dem Mobiltelefon, dem
DVB oder anderen
mobilen Geräten technisch verfügbar zu machen. Andererseits geht es um
einen Milliardenmarkt: Geräteindustrie, Programmanbieter, aber auch
Mobilfunk-Betreiber, unabhängige Dienste-Anbieter sowie Plattform-Betreiber
wetteifern seit 2006 um die beste Ausgangsposition im neuen Markt.
Mobiltelefon-Systeme
Bei GSM (Global System for Mobile Communication) werden jeder
Übertragung von Gesprächen oder Daten einzelne Zeitschlitze
zugeordnet, innerhalb der digitale Signale übertragen werden. Die
Datenrate beträgt 9,6 kBit/s. Für die Verbindung kann immer
nur ein Zeitschlitz in Anspruch genommen werden.
Dagegen können der Übertragung bei HSCSD (High Speed Circuit
Switched Data) nach Bedarf auch mehrere Zeitschlitze zugeordnet werden.
Dadurch werden wesentlich höhere Datenraten möglich. Der
Einsatz von HSCSD ist nach Angaben von Nokia - dort wurde das System
ursprünglich entwickelt - auch in funktechnisch schwierigen
Gegenden möglich, wo jedes einzelne Fehlerkorrekturbit
benötigt wird. Ebenso wie GSM basiert HSCSD auf
Leitungsvermittlung. Das bedeutet: Bei der Sprach- oder
Datenübertragung wird jedem Teilnehmer eine "eigene" Leitung
zugewiesen, die nur er für die Dauer der Verbindung nutzen kann.
Diese Leitung ist selbst dann belegt, wenn der Teilnehmer im Moment
eine Denkpause einlegt und dabei weder spricht noch Daten
überträgt. So entstehen gewissermaßen "Leerzeiten".
GPRS (General Packet Radio Service) - kann solche "Leerzeiten" nutzen:
Anstatt permanent eine Leitung zu belegen, werden die Daten Paketweise
übertragen. Wenn ein Zeitschlitz gerade nicht genutzt wird, kommt
ein (Daten-)Paket in diesen Zeitschlitz. Mit Recht spricht man anstelle
der Leitungs- von einer Paketvermittlung. Sie lässt eine bessere
Nutzung der Übertragungsbandbreite zu. Man spricht von 38,6 kBit/s
und von theoretischen 114 kBit/s, die irgendwann mal erreicht werden
könnten. Das Verfahren setzt voraus, dass jedes Paket nach einer
bestimmten Datenstruktur "gepackt" sein muss, die mindestens zwei
Adressen erhält: Je eine, auf der steht, von wem das Paket
abgeschickt wurde und an wen es geschickt werden soll. GPRS integriert
das Internet Protokoll (IP) in GSM-Netze. Die hauptsächliche
Anwendung von GPRS sehen Insider daher in der Nutzung von
Internet-Diensten. Hier werden im Downstream (zum Empfänger hin)
große Datenraten erforderlich, während die Anforderung der
Information (Übertragung einer simplen Web-Adresse) nur wenige
Daten im Upstream beansprucht. Derart asymmetrische Übertragungen
kommen den Möglichkeiten von GPRS entgegen.
EDGE (Enhanced Data rates for GSM Evolution) EDGE kombiniert ein
spezielles Modulationsverfahren und die Bündelung von bis zu acht
GSM-Kanälen. Im Ergebnis steht eine Datenrate von 384 kbit/s zur
Verfügung.
UMTS (Universal Mobile Telephone System) - Dieser "gemeinsame
Nachfolger" zahlreicher Mobilfunksysteme verfügt über
technische Merkmale, die den Begriff "Universal" rechtfertigen. UMTS
kann - für Sprach- und Videodienste - leitungsvermittelt, aber
auch - für Datendienste - paketorientiert eingesetzt werden. Da
UMTS die Art der Information (Sprache oder Daten) automatisch erkennt,
wird die Datenrate ebenso automatisch den momentanen Erfordernissen
angepasst. Theoretisch kann UMTS unter optimalen Bedingungen und immer
dann, wenn sich der Empfänger allenfalls langsam bewegt, die
optimale Datenrate von 2 Mbit/s zur Verfügung stellen. Vor allem
bei höheren Geschwindigkeiten in Fahrzeugen - speziell in
städtischen Umgebungen mit ungünstigen Ausbreitungsbedingungen
für Funkwellen - sieht der von ETSI verabschiedete
Standard eine Datenrate von mindestens 384 kbit/s vor (was immer noch
anspruchsvolle e-Commerce- oder Multimedia-Anwendungen ermöglicht
und selbst bei professionellen Videokonferenzsystemen einem hohen
Qualitätsstandard entspricht).
Modem
(Abgekürzt aus Modulator/Demodulator).
Gerät zum Anschluss eines Computers an das Telefonnetz zur Datenübertragung (Faxen, Surfen im Internet etc.).
Moores Gesetz
These des Mitbegründers des Unternehmens INTEL, nach der sich die
Leistungsfähigkeit bzw. Kapazität von Halbleiterchips alle
12-24 Monate verdoppelt.
MMS
(Multimedia Messaging Services).
Der MMS ermöglicht den Versand von Bildern, Tönen und Texten mit einem Mobiltelefon. Anders als bei der SMS ist die Nachrichtenlänge einer MMS nicht begrenzt. Auch kurze Videosequenzen können als MMS verschickt werden.
MPEG
(Motion Picture Experts Group).
Eine gemeinsame Arbeitsgruppe - Working Group 11 (WG11), auch
Internationales MPEG-Laboratorium genannt - der Internationalen
Standardisierungs-Organisation (ISO) und der International
Electrotechnical Commission (IEC). MPEG wurde 1988 von über
hundert Unternehmen gegründet, um Vorschläge und Standards in
besonderen Expertengruppen (Requirement- oder System-Groups) zu
diskutieren und zu erarbeiten. Beispiele:
MPEG-2 ist ein Standard zur Datenreduktion
von Fernsehsignalen und findet weltweit Anwendung.
MPEG-4 ist eine Weiterentwicklung von MPEG-2 mit noch höherer Datenkompression.
MPEG-4 ist eine Weiterentwicklung von MPEG-2 mit noch höherer Datenreduktion.
MPEG-4/AVC ist auch unter der Bezeichnung H.264/AVC
bekannt. MPEG-4 ist u.a. für DVB-H sowie für
künftige HDTV-Übertragungen vorgesehen.
MPEG-7
Im Gegensatz zu anderen MPEG-Standards
dient MPEG-7 nicht der Datenreduktion.
sondern zur Beschreibung von multimedialen Daten durch
Metainformationen.
Hierzu zählen beispielsweise die Organisation, die Struktur oder die Beschreibung
von Inhalten, die in multimedialen Archiven oder im Rundfunk verwendet werden.
MPEG-7 macht Inhalte in solchen Archiven leichter und schneller auffindbar.
MPEG-7 wurde im Jahr 2002 als ISO-Standard definiert.
MP3
Von der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) entwickeltes Verfahren, das die
Daten in digitalen Audiosignalen derart reduziert, dass sie
wirtschaftlich gespeichert und in zeitlich akzeptablem Rahmen per
E-Mail versandt oder aus dem Internet heruntergeladen werden
können. Die Datenreduktion - wenn man so will: die erzielbare
"Ersparnis" an Daten - liegt in der Größenordnung von bis zu
1:20. Berispiel: Die ursprünglich 35 MB (Millionen Byte)
umfassende Datei eines etwa dreieinhalb Minuten langen Musiktitels
kommt nach der MP3-Datenreduktion mit etwa 1,5 MB aus (Datenreduktion).
MP3-Player
MP3-Player speichern MP3-codierte Musikstücke
in Speicherchips und geben sie über Lautsprecher, Kopfhörer
oder eine angeschlossene HiFi-Anlage wieder . Abgespielen lassen sich
MP3-Dateien auch über speziell ausgestattete CD-Player oder mit
Hilfe von Computerprogramme (Beispiele: Realjukebox, Musicmatch oder
Winamp).
Multimedia
(wörtlich: "viele Medien"). Der Begriff kennzeichnet, dass mehrere
Medien (z.B. Sprache, Musik, Bewegtbild, Grafik oder Text) gleichzeitig
verwendet werden ("multimediale Darstellung").
MUSICAM
(Masking pattern adapted universal subband integrated coding and multiplexing).
Entspricht MPEG1 Audio, Layer II: Reduziert die Datenrate von Audiosignalen von 1,411 Mbit/s (wie bei der Audio-CD verwendet) auf 192 kbit/s.
Navi
Abkürzung für Navigationsgerät
Navigator
Software in einer Settop-Box oder einem
Fernsehgerät mit integriertem Empfangsteil für digitales
Fernsehen. Der Navigator stellt eine Benutzeroberfläche
("Menü") auf dem Bildschirm zur Verfügung, mit der man
einfach zu den verschiedenen Programmangeboten hin "navigieren" kann.
Der Navigator soll ein neutrales und diskriminierungsfreies - also
keinen Programmanbieter bevorzugendes oder benachteiligendes
Steuerungssystem in digitalen Empfangsgeräten sein. Er zeigt ein
Inhaltsverzeichnis aller empfangenen Bouquet bzw. Dienste
und bietet den Zugang hierzu an. Fachleute sprechen auch vom
Basisnavigator: Der Basisnavigator ist eine fest eingebaute Funktion
des Empfangsgerätes. Er erscheint nach dem Einschalten auf dem
Bildschirm und zeigt die jeweils verfügbaren Fernsehdienste. Die
dafür notwendigen Daten werden aus den Programm begleitenden
Serviceinformationen (SI) gewonnen, die fester Bestandteil des
digitalen Datenstroms sind, der auch die zum Programm gehörenden
Audio- und Videosignale enthält. Hat der Benutzer im
Basisnavigator - per Fernbedienung - das gewünschte Programmpaket
ausgewählt, erscheint auf dem Bildschirm der EPG Electronic Program Guide, eine Art elektronischer Programmzeitung des jeweiligen Anbieters bzw. Senders. (Aus einer Veröffentlichung des Fachverbands Consumer Electronics).
Navigationssystem
Gerät, das in der Lage ist, GPS-Signale zu empfangen,
daraus eine Positionsbestimmung
abzuleiten und zu einem ausgewähltem geografischen Ziel zu führen. Dazu wird außer dem
GPS-Empfänger ein System in das Navigationsgerät intgriert, das die empfangenen Daten
in digitale Karten so überträgt, dass die Umgebung grafisch auf einem Bildschirm
dargestellt wird. Zudem berechnet das Navigationsgerät eine Zielführung
("Routing"), also den (direktesten oder schnellsten) Weg zum Ziel und
gibt dem Fahrer akustische und optische Anweisungen. Es gibt zahlreiche
Bauformen für Navigationsgeräte: Fest ab Werk oder nachträglich ins Auto
eingebaut, in ein Autoradio integriert, kombiniert mit Verkehrsfunk- oder
digitalen TV-Empfängern, im PDA oder im Mobiltelefon.
Newsgroups
"Pinnwände" des Internet. Die
öffentlichen Informations- und Diskussionsforen bestehen aus
zigtausenden, nach Themen geordneten, Bereichen. Jeder Teilnehmer kann
die Beiträge lesen und eigene hinzufügen.
Newsletter
Von Unternehmen und Institutionen als E-Mail herausgegebener
Informationsdienst E-Mail. Typisches Beispiel sind der IFA Newsletter,
der über die IFA WebSite www.ifa-berlin.de
kostenlos bestellt werden können. Um einen Newsletter zu
abonnieren oder abzubestellen, trägt man seine E-Mail-Adresse in
die Mailing-Liste (elektronischer Verteiler) des Anbieters ein.
NICAM
In verschiedenen Ländern verwendetes Übertragungsverfahren
für zwei digitale Tonsignale (Stereo oder zweisprachig) beim
analogen Fernsehen.
Non Linear Editing
Der Begriff 'Non-Linear-Editing (NLE)' erklärt sich aus der Art
der Zugriffsmöglichkeit auf eine bestimmte Stelle einer digitalen
Audio/Video-Aufzeichnung bei einer Festplatte oder einer DVD.
Während beim Magnetband bestimmte Informationen erst durch
'lineare' Bewegungen des Bandes (Vor- und Rückspulen)
zugänglich sind, kann bei einer Scheibe 'non linear' auf jede
gespeicherte Information zugegriffen werden. Der Unterschied liegt also
vor allem im Zeitaufwand für das Umspulen der Bänder, der
Vorteil von NLE in einer Vereinfachung und Beschleunigung der
Arbeitsabläufe am Schnittplatz. Praktisch alle Schnittsysteme auf
PCs basieren auf NLE.
Notebook
Computer für die mobile Nutzung (die Bauhöhe moderner Geräte entspricht oft nur der einer Zigarettenschachtel).
NTSC
(National Television System Committee).
US-amerikanischer (auch in Japan verwendeter) Fernsehstandard mit 60 Hz
Bildwechselfrequenz und einem Bildseitenverhältnis von 4:3 bei
einer Auflösung von 767 x 575 Bildpunkten.
Organizer
(auch Personal Information Manager PIM genannt).
Kleincomputer im Taschenrechnerformat. Speziell für die Verwaltung
von Adressen, Terminen, To-Do-Listen und Kurznotizen verwendbar.
OCR
(Optical Character Recognition), Scanner.
OSD
(On Screen Display = "Bildschirmanzeige bzw. -einblendung").
Bildschirmmenü zur Bedienerführung bzw. zur Bedienungsvereinfachung.
Palmtop
Kompletter PC mit Eingabe-Tastatur, der etwa die Größe einer
Handfläche (englisch "palm") hat und damit noch deutlich kleiner
als ein Notebook ist.
PALplus
Seit 1994 verwendetes - zum PAL-Standard abwärtskompatibles -
System zur analogen Übertragung von Fernsehprogrammen im Breitbild-Format
Seitenverhältnis 16:9). PALplus entstand innerhalb eines aus
Industrieunternehmen, Sendeanstalten und Forschungsinstituten
bestehenden Konsortiums, dessen Aktivitäten und
Entwicklungsarbeiten vom Zweiten Deutschen Fernsehen koordiniert
wurden. Auf herkömmlichen Bildschirmen (Seitenverhältnis 4:3)
werden PALplus-Sendungen im sogenannten "Letterbox-Format" mit
schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand wiedergegeben.
Pay-TV
("Abonnements-Fernsehen").
Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern, wie z.B. ARD und ZDF,
die sich größtenteils durch Rundfunkgebühren
finanzieren und den privaten Sendern, wie z.B. SAT1 und PRO7 mit ihren
Werbeeinnahmen, gibt es auch noch das Pay-TV: Fernsehprogramme gegen
Bezahlung. Nur gegen Zahlung der vom Programmanbieter (quasi als
"Eintrittskarte") festgelegten Gebühr können Bild und Ton
unverschlüsselt, also erkennbar und verständlich
wiedergegeben werden: Verschlüsselung.
Der Zuschauer bezahlt entweder eine monatliche Gebühr an den
Sender und hat dafür die Möglichkeit, beispielsweise Filme
oder exklusive Sportereignisse ohne Werbeunterbrechung zu sehen
(Pay-per-Channel). Oder er nutzt ein Verfahren (Pay-per-View), bei dem
nur für einzelne, tatsächlich gesehene Sendungen bezahlt wird.
Pay-Per-View
Der Zuschauer bezahlt nur für die Filme und Fernsehsendungen, die
er sich wirklich anschaut. Voraussetzung ist derzeit ein Abonnement bei
einem Sender, der diese Möglichkeit tatsächlich anbietet, Pay-TV.
PCMCIA
(Personal Computer Memory Card Industry Association).
Ursprünglich für die Speicherkartenerweiterung von Laptops
vorgesehene Schnittstelle, die heute universell - beispielsweise auch
für miniaturisierte Modems oder Descrambling Systeme beim
Digitalen Fernsehen - verwendet wird.
PDA
(Personal Digital Assistent).
Handlicher Miniatur-Computer, bei dem Eingaben nicht über eine
Tastatur, sondern auf dem Display mit Hilfe eines speziellen Stiftes
erfolgen. Typischer Weise für die Verwaltung von Adressen,
Terminen, To-Do-Listen und Kurznotizen, aber auch für Internet-,
eMail- andere Interaktive Anwendungen, wobei die Kommunikation
über ein Mobiltelefon erfolgt (Verbindung zum PDA über Kabel
oder Infrarot-Signale).
PIM
(Personal Information Manager), Organizer, PDA.
PIN
(Personal Identification Number = persönliche Identifikations- bzw. Erkennungsnummer).
PIP
(Picture In Picture = "Bild im Bild") Innerhalb eines (Fernseh-)Bildes
eingeblendetes Zusatzbild. Wird beispielsweise verwendet, um
gleichzeitig ein anderes Programm oder das Bild aus einer
Überwachungskamera mitverfolgen zu können.
Plasma-Bildschirm
Technologie für flache Fernsehbildschirme. Plasmabildschirme
bestehen aus zwei parallel angeordneten Glasscheiben, zwischen denen
sich ein Edelgas befindet. Auf den Innenscheiben sind horizontale und
vertikale Elektroden angebracht. Wird an diese Elektroden eine
elektrische Spannung angelegt, bildet sich zwischen ihnen eine
Gasentladung ("Plasmazustand"). Über das, aus dem Plasma
ausgestrahlte ultra-violette Licht, werden Phosphore zum Leuchten
angeregt. Durch Verwendung unterschiedlicher Phosphorfarben wird das
Farbbild erzeugt. Der Plasma-Bildschirm ist völlig flach und eine
absolut verzerrungs- und flimmerfreie Bildwiedergabe Trotz
größerer Dimensionen des sichtbaren Bildes benötigen
Plasma-Bildschirme weniger Tiefe als herkömmlicher
Fernsehgeräte mit Bildröhren.
Play-Out-Center
Im Play-Out-Center werden die digitale Codierung, die Bündelung
(zu Programm-Bouquets) und die Ausstrahlung der
Programme und Dienste eines Senders örtlich und technisch konzentriert.
Podcasting
(Internet-basierter Rundfunk).
Podcasting meint das Produzieren und Anbieten von Mediendateien (Audio oder Video)
über das Internet. Bei der Entstehung des Wortes "Podcast" standen der tragbarer
Digital Audio Player "iPod" von Apple und der Begriff "Broadcasting" Pate. 2004
wurde "Podcast" durch die Zusammenziehung von "iPod" und "Broadcast" geprägt.
Apple, heißt es, hat auch dem Podcasting "durch die Integration in die bereits
verbreitete Software iTunes Zugang zu einem großen Publikum verschafft."
Um beispielsweise einen Audio-Podcast im MP3-Format anzubieten, braucht
man kaum mehr als einen PC mit geeigneter Soundkarte, ein Mikrofon, einen
Internetzugang sowie Speicherplatz auf einem Server (so genannten Webspace).
Es gibt sogar Webspace, der speziell für Podcaster ausgelegt und angeboten
wird (so genannten Podspace). Zur Bearbeitung ("Schnitt") und zur leichten
Handhabung gibt es preiswerte Software. Anders als bei einem traditionellen
Hörfunksender sind also keine kostspieligen Anschaffungen erforderlich.
Es werden auch (noch) keine Gebühren wie bei Webradios fällig. Der einzige
direkte Vergleich mit Rundfunksendern ergibt sich aus der Notwendigkeit,
alle Urheberrechte an den Medieninhalten zu beachten. Weltweit gibt es
neben zum Teil sehr guten privaten Podcasts auch professionelle Angebote
von den etablierten Medien (Verlage, Broadcaster). Anders als beim klassischen
Rundfunk werden die "Sender" im Jargon der Podcaster "Feeds" genannt. Podcasts
sind für den Hörer/Zuschauer üblicherweise kostenlos. Podcasting verwendet
Techniken des Web 2.0 und gehört im weiteren Sinne zu Audio- oder
Video on Demand
(siehe außerdem User Generated Content).
Protokoll
Regeln, nach denen die Übertragung von Daten auf "Daten
Autobahnen", in Online-Netzen, aber auch zwischen Komponenten innerhalb
eines Computers sichergestellt und abgewickelt wird. Eines der
bekanntesten Protokolle ist das Internet-Protokoll (IP), das die
Übertragung im Internet weltweit regelt.
Provider
Als Provider (auf deutsch "Lieferant, Anbieter") werden Unternehmen -
im weiteren Sinne Dienstleister - bezeichnet, die Programme und/oder Dienste anbieten.
PVR
(Personal Video Recorder),
Festplatten-Recorder.
RAM
(Random Access Memory).
(Arbeits-)Speicher in Computern.
RDS
(Radio Daten System).
Zusatzinformationen (über alternative Frequenzen, Sender- bzw.
Programmbezeichnung, Uhrzeit, Verkehrsfunk etc. ) werden unhörbar
zugleich mit den Radioprogrammen ausgestrahlt.
Rückkanal
Übertragungsweg vom Zuschauer zum Programm- bzw. Diensteanbieter.
Als Rückkanal können Breitbandkabel, Telefonleitung,
Internet, Mobilfunk etc. genutzt werden. Der Rückkanal bildet eine
wichtige Voraussetzung für
interaktives Fernsehen
und wird auch im Zusammenhang mit IPTV eine wichtige Rolle bei neuen
Programmformaten spielen.
SACD
(Super Audio CD) Verbesserte CD mit mehr Speicherkapazität (Spielzeit), abwärtskompatibel zur CD.
Satelliten-Frequenzband
Die drei wichtigsten Frequenzbänder für die
Satellitenübertragung sind: C-Band, Ku-Band, und Ka-Band. Das
C-Band - es wurde im wesentlichen für die ersten
Satellitensystemen verwendet - liegt im Bereich zwischen 4 und 8 GHz
und erfordert Antennendurchmesser ("Schüsselgrößen") in
der Größenordnung von 2-3 Meter. Das Ku-Band wird von den
aktuellen Satellitensystemen der zweiten Generation (Astra / Hot Bird)
eingesetzt und belegt den Frequenzbereich zwischen 10,7 und 12,75 GHz.
Die erforderliche "Schüsselgröße" liegt in der
Größenordnung von 60 cm. Das Ka-Band liegt im Bereich
zwischen 20 und 30 GHz und wird in Zukunft im Bereich der
Datenkommunikation - auch mit Rückkanal via Satellit - an
Bedeutung gewinnen.Teilweise wird auch das S-Band
für Satelliten-Rundfunk genutzt.
S Band
Frequenzbereich von zwischen 1.55 und 5.2GHz, der für Digitale
Rundfunk-Satellitenübertragung und auch von Wetter und Nachrichtensatelliten
verwendet wird. Künftig kann das S-Band auch beim "Handy-TV"
im Rahmen des Standards SVB-SH spielen.
Scanner
Einlesegerät für Bilder und Texte, die auf dabei als
"Rasterbild" direkt in den Computer gelangen. "Gescannte" Texte lassen
sich mit Hilfe von OCR-Computerprogrammen (Optical Character
Recognition) in Textdateien überführen, so dass sie
anschließend in Textverarbeitungsprogrammen weiter bearbeitet
werden können.
Schnittprogramm
Software zum Bearbeiten ("Schneiden", Farbkorrigieren, Effekte und Texte einfügen)
von (digitalen) Videoaufnahmen. Bildschnitt erfolgt nach dem Verfahren des
Non Linear Editing.
SES
(Société Européenne des Satellites).
1985 gegründete Satelliten-Betreibergesellschaft des Satellitensystems ASTRA.
Service Information Data
Siehe SI.
Settop-Box
Zusatzgerät einschließlich Decoder zum Empfang digitaler
Fernsehprogramme. Eine Settop-Box kann vorhandenen Fernsehgeräten
vorgeschaltet werden, so dass sie auch für das digitale Fernsehen
genutzt werden können.
SFN
(Single Frequency Network).
Siehe Gleichwellennetz.
SI
(Service Information)
Im Datenstrom des digitalen Fernsehens sind außer den
digitalisierten Bild- und Tonsignalen noch zahlreiche andere Daten
enthalten. Dazu gehören so genannte Service Informationen. Sie
ermöglichen beispielsweise die Darstellung von
Programminformationen mit Inhaltsangabe und Sendezeiten. Solche Daten
werden teilweise in die EPGs
übernommen. Die SI-Daten enthalten außerdem Angaben
über Frequenz, Symbolrate, Bandbreite und Informationen über
das jeweilige Satellitensystem oder das Kabelnetz.
Slate
(englisch slate = Schiefertafel). Bauform eines Tablett PC.
Showview
Programmiersystem für Videorecorder, bei dem die in der
Programmzeitschrift angegebenen Show View-Codes (Zahlenkombinationen)
über die Fernbedienung eingetippt werden. Die getrennte Eingabe
von Sender, Programm sowie Start- und Endzeitpunkt der Aufnahme ist danach nicht mehr
erforderlich.
Smartcard
Scheckkarten große Plastikkarte mit integriertem Chip,
beispielsweise als Telefonkarte. Beim Digitalen Fernsehen dient eine
entsprechende Smartcard als "Schlüsselkarte" zur Abrechnung und
Abbuchung beim Pay-TV und zusätzlichen Datendiensten: Sie liefert dem CA-System
die Identifikation des Besitzers, zudem enthält sie Informationen
darüber, welche Programme vom Besitzer abonniert und daher
für ihn frei geschaltet sind.
SMS
(Short Message Service).
Mobiltelefondienst, bei dem kurze Text-Nachrichten (typischerweise bis
zu 160 Zeichen) übertragen und auf dem Display eine Mobiltelefons
("Handy") angezeigt werden. SMS-Nachrichten können mit Hilfe
entsprechender Software auch von PCs bzw. Notebooks verschickt und
empfangen werden.
Speicherkarte
(auch "Chipkarte" oder "Speicherchip" genannt).Weniger als scheckkartengroße,
nicht-flüchtige Halbleiterspeicher für große
Datenmengen. Als die ersten Speicherkarten auf den Markt kamen,
verfügten sie über eine Kapazität von zunächst 8,
dann 16 und schließlich 32 MByte. Letztgenannte speicherten zum
Beispiel im MP3-Player
30 Minuten Musik. Inzwischen gibt es winzige - briefmarkengroße -
Chipkarten die Gigabyte (Milliarden Byte) speichern. Zunächst
wurden Speicherkarten vor allem in digitalen Kameras sowie in
MP3-Spielern benutzt. Inzwischen werden sie ebenso in Camcordern,
Diktiergeräten, Handys und PDAs, in Spielekonsolen, Autoradios, in
der Präsentationstechnologie, in Laptops, bei Farbdruckern und
für spezielle Programme sogar in Mikrowellen- und
Gefriergeräten verwendet. Damit entwickeln sich Speicherkarten zu
"Brücken-Medien" zwischen den unterschiedlichen Geräten und
so zu einer Erweiterung der Mobilität ihrer Benutzer. Zu den am
weitesten verbreiteten Speicherkarten gehören die Compact Flash
Card, die Smartmedia Card, der Memory Stick, die Multimedia.Card und
die SD Card. Eine Form der Speicherkarte, die immer mehr an Bedeutung gewinnt,
ist der USB-Stick. Auch die
Smartcard
gehört zu den Speicherkarten.
STB
Abkürzung für Settop-Box).
Streaming Media
Die aus einem digitalen (Computer-)Netzwerk empfangenen und
gleichzeitig wiedergegebenen Audio- und Videodaten. Den Vorgang der
Übertragung selbst nennt man Streaming. Streaming Media ist damit
das Internet-Äquivalent zu Rundfunktechnologien. Programme sind
beispielsweise Internetradio und Video on Demand.
Um Streaming Media-Angebote nutzen zu können, ist auf der
Empfängerseite eine spezielle Software erforderlich. Es existiert
eine Vielzahl konkurrierender Streaming Media-Technologien.
Surroundsound
Rundumklang, ursprünglich fürs Kino entwickelt, heute auch
fürs Heimkino eingesetzt. Zur klassischen Heimkino-Konfiguration (Home Cinema)
aus fünf separaten HiFi-Kanälen und einem zusätzlichen
Tiefton-Effekt-Kanal (5.1-Kanal-Technik in Dolby Digital) zählen
auch Systeme, die einen zusätzlichen, dritten Surround-Kanal
anbieten (beispielsweise THX EX). DVD-Titel,
die Tonspuren mit sechs Kanälen plus Tiefton-Effekt-Kanal
(6.1-Kanal-Techik) anbieten, kann man auch über eine
Fünfkanal-Surround-Anlage wiedergeben.
Tablet PC
Mobiler Personal Computer, der - rein äußerlich - praktisch nur aus einem Display (Touch Screen)
besteht und - anstelle von Maus und Tastatur - mit einem speziellen
Stift bedient wird. Auch die Texteingabe erfolgt handschriftlich per
Stift, wobei eine Handschrifterkennungs-Software die Texte in
Buchstaben, Sonderzeichen oder Ziffern aus dem Computer-Zeichensatz
umwandelt. Auf diese Weise können alle - auch unterwegs erfassten
- Informationen in Office-Dokumenten verarbeitet und beispielsweise
auch als e-Mail weitergegeben werden. Man unterscheidet zwischen
"reinen" Tablet PCs, die treffend als Slate ("Schiefertafel")
bezeichnet werden, und so genannte Convertibles, die eigentlich
richtige Notebooks sind, aber mit nach außen drehbarem und auf
die Tastatur geklapptem Display wie ein Tablet PC vom Typ Slate
verwendbar sind.
Talk im TWF
Vortragsveranstaltungen und Round Tables im TWF
TCP/IP
(Transmission Control Protokoll /Internet Protocoll).
"Cooperation" von zwei Protokollen: Das
Transmission Control Protokoll (TCP) setzt auf dem Internet-Protokoll
(IP) auf und ergänzt es um Fehlerkorrektur und
Empfangsbestätigung im Rahmen einer (daten-)paketorientierten
festen Verbindung.
Technisch Wissenschaftliches Forum
siehe TWF
Terrestrik
(lateinisch: Terra = die Erde).
Drahtlose, erdgebundene Übertragung von (Radio-, Fernseh-,
Telekommunikations-)Signalen (also nicht die Übertragung via Kabel
oder Satellit).
THX
(Tomlinson Holman Experiment) Standard für hochwertige
Tonwiedergabe in Kinos von Lukasfilm. Mittlerweile können auch
Bausteine für Home-Surroundsound-Anlagen THX-zertifiziert werden.
TIFF
(Tag Image File Format).
Dateiformat zum Speichern hochwertiger digitaler Fotografien.
Touch Screen
(zu deutsch: Sensorbildschirm).
Bildschirm, bei dem Bedienungsfunktionen durch Berührung ausgelöst werden.
Tri Band
Funktelefone ("Handys") mit drei Funkfrequenzbändern: 900 MHz
(beispielsweise für D-Netze), 1800 MHz (beispielsweise für
E-Netze) und 1900 MHz für Mobiltelefonieren in den USA.
Triple Play
Telefonie, Internet-Zugang und Rundfunk (Radio und Fernsehen) über
den gleichen Übertragungsweg (z.b. Breitbandkabel oder
Telefonleitung).
Tuner
(englisch: to tune = abstimmen, einstellen). Empfangsteil in Radio-
oder Fernsehgeräten, in dem speziell auch die Abstimmung auf die
gewünschte Empfangsfrequenz erfolgt.
TWF
(Technisch Wissenschaftliches Forum).
Die IFA verfügt mit speziellen Formaten - Roundtables, Kongressen, Presse-Kolloquien
und dem Technisch-Wissenschaftlichen Forum - über erprobte Instrumente, um
Besuchern und Fachbesuchern verständlich zu machen, wohin die Entwicklung geht.
In diesem Kontext ist das Technisch Wissenschaftliche Forum (TWF) ein Schaufenster
in die Zukunft und zu einer Art Markenzeichen der IFA geworden.
Das TWF ist seit Jahrzehnten eine fester Bestandteil der IFA. Es zeigt
die Entwicklung im Bereich der neuen Medien und die technischen
Grundlagen für eine weit fortgeschrittene Konvergenz
von Audio, Video, Internet und Telekommunikation aus der
Vorschau-Perspektive: Die Beiträge dieser Technologiemesse innerhalb
der IFA stammen aus den Forschungsinstitutionen der Rundfunkanstalten und der Telekom, aus
deutschen und internationalen Forschungseinrichtungen und aus den
Hochschulen. Jedes einzelne Exponat repräsentiert die komplexen
Resultate langjähriger Forschungsarbeit. Um die Ziele und die
Hintergründe der vertretenen Projekte nicht nur Fachleuten,
sondern auch Journalisten und einem breiten Publikum in allen Details
vermitteln zu können, haben die TWF-Aussteller ein spezielles
Vortrags- und Diskussionsforum entwickelt, "Talk im TWF" genannt.
ÜberallFernsehen
Aufgrund der universalen (stationären, portablen und mobilen)
Nutzungsmöglichkeit verwendete Bezeichnung für das
terrestrische digitale Fernsehen DVB-T.
UGC
Siehe User Generated Content.
UMTS
(Universal Mobile Telephone System).
Siehe auch Mobiltelefon-Systeme.
Universal LNB
(Universal Low Noise Block).
Eine Empfangseinheit an der Satellitenantenne, die sowohl den
11-GHz-Bereich, als auch den für digitale Übertragungen
genutzten 12-GHz-Bereich empfängt.
URL
(Uniform Resource Location).
Adresse von Angeboten im WWW. Beispielsweise ist http://www.ifa-berlin.de die URL des Informationsangebots der IFA.
USB
(Universal Serial Bus).
Über den USB-Anschluss können Maus, Tastatur, Scanner,
Drucker, Displays, Datenspeicher und andere Geräte - z.B.
Empfänger für DVB-T oder DRM
- an den Computer angeschlossen werden.
Der USB wird auch zunehmend in digitalen Fernsehgeräten oder Videorecorden
verwendet. Der von Intel entwickelte Universal Serial Bus basiert auf einer
Stern-Topologie, er kann in verschiedenen Ebenen bis zu 127
Geräte miteinander verbinden.
Dank der so genannten Hot-Plugging-Funktion dürfen beliebige
Geräte sogar im laufenden Betrieb eingeschaltet, umgesteckt oder
abgezogen werden. Die Zustandsänderung wird automatisch erkannt
und eine Neuzuordnung der Geräteadressen durchgeführt. In der
Version 1.1 arbeitet USB mit einer maximalen Datenrate von bis zu 12
MBit/s. Die inzwischen allgemein verwendete Version USB 2.0
ermöglicht ein um das 40fache höhere Datentransferraten von
bis zu 480 MBit pro Sekunde und ist abwärtskompatibel. Der
Anschluß externer Geräte erfolgt über ein vieradriges
Kabel mit genormten, gegen versehentliche Falschpolung geschützten
Steckern. Das USB-Kabel versorgt - falls erforderlich - angeschlossene
Peripheriegeräte auch mit Strom. (Näheres unter der
Internet-Adresse: www.usb.org).
User Generated Content
(abgekürzt: UGC, auch als "User Driven Content" bezeichnet).
User Generated Content (auf deutsch "vom Anwender/Teilnehmer selbst gemachte
Programme/Medieninhalte", kurz: Nutzerinhalte) sind einerseits Bilder und Texte
aber auch Audio- oder Videopeogramme, die von "Menschen wie du und ich" ins Internet
gestellt und damit anderen Interessenten weltweit zugänglich gemacht werden.
ContentWeb2-Portale wie MySpace, Flickr oder YouTube bieten in großem Umfang UGC an
und haben damit große Wachstumsraten erzielt. Die erfolgreichsten "Do-it-yourself"-
Videos erreichen bei YouTube in einer Woche deutlich mehr als eine Million Abrufe.
Die Möglichkeit, Programme selber zu produzieren, basiert auf der immer einfacher
und damit von jedermann zu bedienenden Technik und auf sinkenden Preisen:
Einerseits für die erforderliche Hard- und Software
(Computer, Camcorder, Bearbeitungsprogramme für Bild- und Tonschnitt etc.),
andererseits für die Nutzung der Infrastruktur (Breitbandanschlüsse).
Allein in Deutschland gab es Ende 2006 fast 15 Mio. Haushalte mit dem
erforderlichen Breitband-Zugang zum Internet. Bei der Veröffentlichung von UGCs -
etwa im Internet - sind Urheberrechte zu beachten.
Verschlüsselung
(engl. Scrambling).
"Unkenntlichmachen" von Fernsehbildern. Im Zusammenhang mit Pay-TV
verschlüsselt ausgestrahlte Fernsehprogramme können nur von
Teilnehmern gesehen werden, die durch Zahlung einer entsprechenden
Gebühr eine Zugangsberechtigung haben und deren Empfangsgerät
über ein Entschlüsselungssystem (Descrambling) verfügt.
Videoprojektor
Auch Beamer (engl. Beam = Strahl), Bildwerfer oder Digitalprojektor genannt,
projiziert Bildmaterial aus einem Fernsehempfänger, Computer, DVD-Player oder
Videorekorder auf eine Projektionsfläche (Home Cinema). Es gibt kleine,
sogar mobile Videoprojektoren bis hin zu Hochleistungsprojektoren für
den stationären Einsatz in Kinos.
Video-Server
(Festplatten-)Speicher für Videosignale mit rechnergesteuerter
Datenverwaltung. Gegenüber Magnetbandcassetten hat diese Art der
Speicherung den Vorteil des wahlfreien und schnellen Zugriffs auf
beliebige Szenen oder Bilder. PCs als Server werden zunehmend als
Audio/Video-Archive innerhalb von Heimnetzen verwendet. Im Zusammenhang
mit Video on Demand (VoD)
werden Video-Server mit Speicherkapazitäten diskutiert, die
hunderte, wenn nicht tausende von Videoclips und Spielfilmen aufnehmen
und deren Größe nicht mehr in Gigabyte, sondern in Terabyte
(= 1000 Gigabyte) angegeben und berechnet wird.
VDSL / VDSL2
(VeryHighSpeed Digital Subscriber Line).
VDSL erlaubt eine Datenrate von über 50
Mbit/s über die Telefonleitung. Das ist ausreichend für die
Übertragung von Fernsehprogrammen (siehe IPTV), sogar in HDTV.
Die Deutsche Telekom AG plant VDSL-Anschlüsse bis Mitte/Ende 2006
in zehn deutschen Städten (Berlin, Düsseldorf Frankfurt am
Main, Hamburg Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg
und Stuttgart). Bis 2007 sollen 40 weitere Städte folgen. In
einigen Ländern wird VDSL bereits eingesetzt. Große
Berbreitung hat VDSL bislang hauptsächlich in Asien. Die nutzbare
VDSL-Datenrate sinkt mit der Länge der Leitung. Daher kann es
VDSL-Anschlüsse nur in wenigen hundert Metern Entfernung jener
Schaltkästen an der Straße geben, wo eine elektrooptische
Wandlung (von Glasfaser auf Telefonleitung) installiert ist. In
Ballungsgebieten, insbesondere in Großstädten lassen sich
derartige VDSL-Verbindungen wirtschaftlich einrichten. VDSL verwendet -
je nach Standard - bis zu vier Frequenzbänder. VDSL2 wird
voraussichtlich Datenraten von über 100 Mbit/s bieten, mit einer
oberen Grenzfrequenz von 30 MHz. Über die Telefonleitung werden
hier als Reichweite etwa 350 Meter angestrebt.
VoD
(Video on Demand = Video nach Wunsch / auf Abruf).
Verfahren, bei dem Fernsehprogramme vom Teilnehmer zu beliebiger Zeit
über einen Rückkanal von einem Video-Server abgerufen werden
können. Die Übertragung, die eine auf Vermittlungstechnik
basierende Verteilstruktur mit entsprechendem Aufwand und
bidirektionalen Kanälen vom und zum Teilnehmer voraussetzt,
erfolgt dann gegen Gebühr. Von Experten werden auch
Audio-on-Demand, Software-on-Demand und andere Dienste diskutiert, die
unter dem Oberbegriff SoD (Service-on-Demand) zusammengefaßt
werden.
Videotext
(auch "Teletext").
Von der British Broadcasting Corporation (BBC) ursprünglich
für Gehörlose entwickeltes Verfahren zur Untertitelung von
Fernsehsendungen. Heute relativ komfortables zusätzliches
Text-Informationssystem für Fernsehzuschauer. Die Texte werden in
der so genannten Austastlücke - vereinfacht: zwischen zwei
aufeinander folgenden Fernsehbildern - übertragen. Zur Wiedergabe
(Abruf per Fernbedienung) muss das Fernsehgerät mit einem
Videotext-Decoder ausgestattet sein, der bei in meisten
TV-Empfängern enthalten ist.
Viiv
PCs auf Basis der Intel Viiv (reimt sich auf 'five') Technologie
können verschiedenste Inhalte digitaler Unterhaltung (z.B. Bilder,
Musik, Videos) sowie Informationen herunterladen, speichern und
verwalten. Zur gemeinsamen Nutzung der Inhalte stehen Geräte wie
Fernseher, PC, Laptop und Handhelds zur Verfügung. Die Intel Viiv
Technologie umfasst Intel-basierte Hardware und Software, die gemeinsam
mit der Microsoft* Windows* XP Media Center Edition 2005 eine ganz neue
Form der Unterhaltung bietet. Die PCs basieren auf Intel®
Pentium® D, Pentium Extreme Edition und Intel Core Duo Prozessoren.
Virtual Private Network
(siehe VPN).
Virtual Reality
Technologie zur Vortäuschung einer scheinbaren Wirklichkeit (engl. virtual = "eigentlich"). Siehe auch Cyberspace.
VPN
(Virtual Private Networks).
Private Datennetze, die sich jedoch öffentlicher Telefon- und
Internet-Leistungen bedienen. Die Rechner innerhalb des VPN tauschen
ihre Daten untereinander nur in verschlüsselter Form aus, so dass
sie gewissermaßen ein privates Netz innerhalb des
öffentlichen Internet bilden. Das bedeutet im Vergleich zu rein
privat installierten Netzen: Niedrigere Kosten bei gleicher Effizienz.
VPRT
(Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation).
Die Kommunikations- und Medienpolitischen Leitlinien des VPRT enthalten
vier große Themenblöcke, die Aussagen über eine neue Medienordnung,
den Analog-Digital-Umstieg, die Werbevorschriften und eine neue
Ordnung des Dualen Rundfunksystems treffen.
VPS
(Video Programmier System).
Bei VPS wird zusammen mit dem Fernsehsignal eine Kennung ausgestrahlt,
die den Videorecorder bei der automatischen Aufzeichnen von
Fernsehsendungen steuert. Die vom Sender ausgestrahlte Kennung sorgt
auch bei Verschiebung des Sendebeginns für vollständige die
Aufzeichnung der programmierten Sendung. Da das VPS-Kennungssignal
sowohl Sender als auch Sendungen kennzeichnet, sind auch andere
Nutzungen möglich (z.B. Kindersicherung).
VRF
(Video Recording Format).
VRF ist ein ist ein Aufzeichnungsformat für DVD-Videorecorder.
Es verfügt - gegenüber dem alten DVD-Video-Dateienformat -
über einen erweiterten Befehlssatz für sehr viel
komfortablere Möglichkeiten zur Schnittbearbeitung (etwa um
Werbespots aus einer Fernsehaufzeichnung zu entfernen).
WAN
(Wide Area Network).
Computer-Netzwerk zur Kommunikation über größere (nationale oder kontinentale) Distanzen.
WAP
(Wireless Application Protocol).
Kommunikations-Protokoll für den
Internetzugang per Mobiltelefon. Über WAP kann auf speziell
aufbereitete - auf dem vergleichsweise kleinen Display eines Handys
noch gut lesbare - Internetseiten zugegriffen werden. Typische
Anwendungen sind: Kurzinformationen wie Verkehrs- und Staumeldungen,
Wetterberichte oder Aktienkurse - aber auch Online-Banking, Abgleich
von Terminkalendern, Abfrage von Datenbanken (z.B. Telefonteilnehmer).
WCDMA
(Wideband CDMA).
WCDMA ist ein im Mobilfunk eingesetztes CDMA-Verfahren,
bei dem das zu sendende Signal stark gespreizt wird, so dass es eine
größere Bandbreite einnimmt: dadurch geringere
Störanfälligkeit gegen schmalbandige Störimpulse.
Web 2.0
Der Begriff "Web 2.0", von dem Verleger Tim O'Reilly erdacht, bezeichnet
keine spezielle Technik, sondern eher eine neue Art der Wahrnehmung und/oder
Benutzung des Webs (WWW).
Vereinfacht: Nicht allein die Anwendersoftware
im PC, das Internet selber wird zur Anwendung. Als typisch hierfür gilt die
Online-Enzyklopedie Wikipedia, die mehr ist als eine Datenbank, weil hier
aus relativ kleinen Beiträgen unzähliger Menschen das wohl aktuellste und
lebendigste Lexikon der Welt entsteht: Das Ergebnis ist also weit mehr als
die Summe der einzelnen Beiträge. Das WWW wird als Web 2.0 zu einem
dynamischen "Mach-Mit"-Angebot, die Informationen, Geistesblitze,
Bilder und Videos von vielen Menschen ("Communities") zu verwalten,
zu bearbeiten, untereinander auszutauschen oder neue Inhalte zu
generieren. (Beispiele für Web 2.0-Portale:
www.flickr.com,
www.YouTube.com,
www.blogger.com).
Webcam
Videokamera, die Live-Bilder direkt ins Internet ("Web") sendet.
Webradio
Siehe Internetradio
WSS
(Wide Screen Signaling).
Spezielle Kennung innerhalb des Fernsehsignals zur
Bildformatumschaltung, beispielsweise vom Standardformat mit dem
Seitenverhältnis 4:3 auf das Breitbildformat 16:9 (außerdem
zur Kennung von Sendungen im PALplus Format).
Widescreen
Englische Bezeichnung für Breitbild.
Wireless
(englisch: wireless = drahtlos).
Wireless beschreibt die draht- bzw. kabellose Übertragung per
Funk. Die Kabel, die sonst zur Verbindung von Geräten
benötigt werden sind entweder durch einen Sender und einen
Empfänger ersetzt.
WirelessLAN
(Wireless Local Aerea Network).
(Drahtloses) Lokales Funknetz, das im 2,4-GHz-Frequenzbereich nach dem Standard IEEE 802.11b mit einer Datenrate
von 11 Mbit/s arbeitet und kabellos verschiedene Geräte
miteinander verbindet, beispielsweise auch mehreren tragbaren Computern
innerhalb der Funkreichweite von max. 100 m den Zugang zum Internet
ermöglicht.
WWW
(World Wide Web = "Welt-Weites (Spinnen-)Netz").
1990 von Tim Berners-Lee im Kernforschungszentrum CERN (Genf)
entwickeltes Hypertext-Informationssystem im Internet, das dem Benutzer
eine übersichtliche, leicht verständliche grafische
Oberfläche zur Verfügung stellt. Das "Web" wurde daher zum
populärsten Dienst im Internet.
ZDF.vision
Das digitale Bouquet "ZDF.vision" - die digitale Programm-Plattform des ZDF -
strahlt alle gemeinsam mit dem ZDF produzierten Programme aus: ZDF, ZDF-Theaterkanal,
ZDF.info, ZDF.dokukanal, Eurosport, EuroNews, CNBC Europe. CNBC ist nach Angaben des
ZDF "der einzige globale Wirtschaftsfernsehsender, der live und rund um die Uhr
direkt von den bedeutenden Finanzzentren Europas, der USA und Asiens berichtet.
Erweitert wird das digitale ZDF-Angebot auch um den Datendienst ZDF.digitext.
Mit dem Reportage- und Dokumentationsprogramm ZDF.doku will das ZDF seinen
Zuschauern ein Forum zur Vermittlung von Fakten und Hintergründen bieten,
Meinungsbildung fördern und Einblicke in die Zusammenhänge von Ereignissen
oder Entwicklungen geben. Bei dem Datendienst ZDF.digitext handelt es sich
um eine Weiterentwicklung des analogen Service "ZDF.text" für die digitale
Welt. Zum digitalen Bouquet des ZDF gehören außerdem die öffentlich-rechtlichen
Hörfunkprogramme Ö1, Deutschlandfunk und DeutschlandRadio Berlin sowie "EPG", der
elektronische Programmführer des ZDF. ZDF.vision sendet über ASTRA 1 E,
Transponder 11,954 Ghz h (SR 27500, FEC 3/4).
Zeilensprung
Beim Zeilensprung-Verfahren werden abwechselnd die ungeradzahligen (1,
3, 5, 7...) Bildzeilen und die geradzahligen (2, 4, 6, 8 ...)
Bildzeilen auf den Fernseh-Bildschirm "geschrieben". Dadurch wird das
Flimmern weitgehend vermieden.
