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  Zahlen & Fakten
Das ICC Berlin im Überblick - Zahlen und Fakten
einer multifunktionalen Tagungsstätte
Gesamtstatistik ICC Berlin
Kunst am Bau / Kunst im ICC Berlin
 
Das ICC Berlin im Überblick
Zahlen und Fakten einer multifunktionalen Tagungsstätte

Seit seiner Eröffnung gilt das Internationale Congress Centrum Berlin (ICC Berlin) als eines der größten, modernsten und erfolgreichsten Kongresshäuser der Welt. Mit seinen 320 Metern Länge, 80 Metern Breite und 40 Metern Höhe wurde nach nur vier Jahren Bauzeit durch die Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte ein multifunktionales Kommunikationszentrum geschaffen, das zu den bedeutendsten Bauwerken der deutschen Nachkriegszeit zählt. Bis heute dient es als Vorbild für viele Neubauten von Kongresszentren in aller Welt.

Mit seinen 80 Sälen und Räumen von 20 bis 9.100 Plätzen, seinen multifunktionalen Einrichtungen, seiner modernen Technik und seinen umfangreichen Serviceangeboten eignet es sich für Tagungs- und Unterhaltungsveranstaltungen aller Art. Architektonische und technische Einrichtungen ermöglichen zeitgleich mehrere Veranstaltungen. Kongressbegleitende Fachausstellungen, Postersessions oder Firmenpräsentationen lassen sich auf den großzügig angelegten Foyer-Ebenen (5.500 m2) arrangieren. Hier hilft das ATM-Netz (Asyncronous Transfer Mode) auf der Basis eines Breitband-Lichtwellenleiter-Netzes auf schnellem, direktem und sicherem Weg Zugang zum Intra- und Internet zu erhalten. Das ganze Haus ist mit einem Wireless LAN ausgestattet, das über HotSpots erreichbar ist.

Durch ein dreigeschossiges Brückenbauwerk ist das ICC Berlin direkt mit dem Berliner Messegelände (160.000 m²) verbunden. Nur wenige andere Standorte auf der Welt verfügen über ein derartig großes Kongresszentrum mit direkter Anbindung an ein Messegelände, so dass die immer stärker gefragten Verbundveranstaltungen von Kongressen mit begleitenden großen Fachaustellungen und von Messen mit begleitenden Kongressen und Tagungen optimale Voraussetzungen finden.

Zu den räumlichen und technischen Glanzpunkten des Hauses zählen der Saal 1 für 5.000 (bei kombinierter Nutzung der Säle 1, 2 und der Bühnekönnen bis zu 9.100 Besucher gleichzeitig das Geschehen verfolgen) und der "runde" Saal 6 für 200 Personen, die absenkbare Tribünenanlage für 1.500 Personen in Saal 2, der bei Reihenbestuhlung in der Ebene bis zu 3.000 Plätze bietet, eine der größten Innenraumbühnen Europas zwischen den Sälen 1 und 2, der eigens für das ICC Berlin konzipierte "Berliner Kongress-Sessel" sowie eine hoch leistungsfähige Licht-, Ton- und Projektionstechnik auf internationalem Spitzenniveau für Veranstaltungen aller Art.

Für die Wirtschaft Berlins bestätigte sich das ICC Berlin als notwendige Investition in die Infrastruktur der Stadt. Durch die Ausgaben der auswärtigen Kongressteilnehmer fließen jährlich rund 100 Milionen Euro an zusätzlicher Kaufkraft in die Stadt, die sich nachhaltig auf Produktion, Einkommen und Beschäftigung in der Region auswirken.

Nach der Statistik der International Congress & Convention Association ICCA in Amsterdam, rangiert Berlin durch das internationale Tagungsgeschehen im ICC Berlin stets unter den ersten fünf Tagungsorten der Welt und behauptet mit Abstand Platz 1 in Deutschland.

 
Gesamtstatistik ICC Berlin (Stand Januar 2008)
Kongresse und Tagungen
Anzahl der Kongresse 15.100
Kongressteilnehmer 6.153.871
davon auswärtige Teilnehmer 2.696.136
Kaufkraftzufluss durch auswärtige
Kongressteilnehmer
EUR 1.750.900,0
 
Unterhaltungsveranstaltungen im ICC Berlin
Anzahl der Veranstaltungen 1.704
Besucherzahl 4.616.849
 
Veranstaltungen insgesamt 16.804
davon Kongresse 89%
davon Unterhaltungsveranstaltungen 11%
Durchschnittliche Auslastungsquote des ICC Berlin 72%
 
Gesamtbesucherzahl im ICC Berlin 10.770.720
 
Kunst am Bau / Kunst im ICC Berlin

Bei jedem öffentlichen Bau wird ein Anteil der Baukosten auch für die Kunst eingesetzt. Beim ICC Berlin sind es folgende Kunstobjekte:

Lichtplastik im Bereich des Mittelfoyers

Der Berliner Bildhauer Frank Oehring gestaltete in Abstimmung mit den Architekten des ICC Berlin, Ralf Schüler und seiner Frau Ursulina Schüler-Witte, die große, durch drei Geschosse hindurchreichende Lichtskulptur im Bereich des Mittelfoyers in enger Verbindung an das Gehäuse der Zentralen Leitwarte im Eingangsbereich. Die Lichtskulptur soll mit ihren leuchtenden farbigen Leitlinien und Formen das Nervensystem der verschiedenen technischen Einrichtungen symbolisieren, das in der Leitwarte konzentriert zusammenläuft und von dort aus die gesamte Technik des Gebäudes überwacht und steuert.

Pressebar

Der Berliner Maler Kurt Mühlenhaupt erhielt anläßlich eines aufgeforderten künstlerischen Wettbewerbs den Auftrag, Bildtafeln mit charakteristischen Darstellungen aus den Berliner Bezirken für die Pressebar im Brückenbauwerk zu malen. Damit bekommt die Pressebar eine unverwechselbare Ausprägung durch die künstlerische Selbstdarstellung Berlins, die insbesondere für die auswärtigen Besucher des ICC Berlin gedacht ist.

Foyer des Saales 2

Im Rahmen des vorgenannten Wettbewerbs erhielt außerdem der Krefelder Künstler Adolf Luther entsprechend einer Empfehlung der Jury den Auftrag, seine charakteristischen Spiegelglaselemente in den Seitenfoyers des Saales 2 anzubringen. Sie spiegeln die Wirklichkeit - teilweise seitenverkehrt und leicht diffus - wider, verändern damit den gesamten Raumeindruck entscheidend und geben ihm ein festliches Gepräge.

Kunst im ICC Berlin

Über die vorgenannten Aufträge zur Kunst am Bau hinaus standen keine weiteren Mittel für die künstlerische Ausstattung des Hauses zur Verfügung. In einer spontanen Aktion sind 1980 die an der Planung und dem Bau des ICC Berlin beteiligten Partner gebeten worden, durch Schenkung von Kunstwerken zeitgenössischer Berliner Künstler zu einer ergänzenden Ausstattung des Hauses beizutragen. Die Auswahl der einzelnen Kunstwerke kam mit Unterstützung von Jurymitgliedern der früheren Wettbewerbsjury zustande und gibt einen sicherlich nicht vollständigen, aber doch in etwa repräsentativen Überblick des zeitgenössischen Kunstschaffens in Berlin wieder.

Werkfotos Mensch und Arbeit

Der Berliner Architekt und Fotograf Gerhard Ullmann hat während der Montagezeit des Daches die Stahlarbeiter begleitet und fotografiert. Seine Fotos haben einen hohen künstlerischen Rang und konnten ebenfalls zur Ausgestaltung des Hauses erworben werden.