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IFA Glossar

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

0-9

100 Hertz

Flimmerfreies Fernsehen durch Verdoppelung der sonst beim Fernsehen üblichen 50 Hertz Bildwechselfrequenz.

720p

Videoformat für HDTV: 720 Bildzeilen werden progressiv - daher die Zusatzbezeichnung "p" - also nacheinander ohne Zeilensprung, auf dem Bildschirm dargestellt.

1080i

Videoformat für HDTV: 1080 Bildzeilen werden "verschachtelt" (engl. interlaced, daher die Zusatzbezeichnung "i") also im Zeilensprung-Verfahren, auf dem Bildschirm dargestellt

A

AC3

siehe Dolby Digital.

Access Point

Der Access Point ("Zugangs-Punkt") ist die Basisstation in einem drahtlosen Netzwerk (beispielsweise einem WirelessLAN).

ADR

(Astra Digital Radio).
Seit 1995 über ASTRA-Satelliten ausgestrahltes Übertragungsverfahren für digitale Hörfunkprogramme. ADR basiert auf dem Datenreduktionsverfahren MUSICAM / MPEG-1. Die Datenrate beträgt: 192 kBit/s (einschließlich Fehlerschutz 256 kBit/s). Zusätzlich werden 9,6 kBit/s für Radio Data Signale (RDS), ein Conditional Access System (Zugangskontrolle für Pay-Radio) und andere Steuerdaten eingesetzt. Die digitale Übertragung erfolgt via die Satelliten ASTRA 1A - 1D im Tonunterträgerbereich. Es ist damit zu rechnen, dass ADR mittelfristig durch DVB-S ergänzt bzw. ersetzt wird.

ADSL

(Asymmetric Digital Subscriber Line).
Übertragungstechnik, die das Übermitteln von Daten über normale Zweidraht-Kupferkabel ("Twisted Pair") erheblich beschleunigt. "Asymmetrische" Variante der DSL, bei der die Daten im Downstream mit Datenraten von >10 Mbit/s und im Upstream mit > 800 kbit/s übertragen werden. Aus den ungleichen Datenraten für Down- und Upstream ergibt sich die Zusatzbezeichnung "Asymmetric".

ADSL2

Mit ADSL 2 können im Downstream 16 Mbit/s übertragen werden, bei ADSL2+ geht es um bis zu 24 Mbit/s, bei VDSL sogar um 52 Mbit/s.

Advanced Television Enhancement Forum

ATVEF.

Aktivbox

Lautsprecherbox mit eingebautem Leistungsverstärker (auch mit mehreren getrennten Leistungsverstärkern für Hoch-, Mittel- und Basstöne).

ANGA

(Verband Privater Kabelnetzbetreiber).

ANSI

(North American Standards Institute).
Institut, das die technischen Standards bzw. Normen in den USA festlegt.

API

(Application Programming Interface).
Software-Schnittstelle für Anwendungsprogramme, über die sie direkt auf Ressourcen des Betriebssystems oder der Benutzeroberfläche zurückgreifen können. Eine API stellt anderen Programmen eine "Anschlussmöglichkeit" an das vorhandene Betriebssystem zur Verfügung. Dadurch kann auf dem Computer auch eine später entwickelte Software "laufen". Beim digitalen Fernsehen spielt die Multimedia Home Platform MHP eine vergleichbare Rolle. Da diese Schnittstelle sowohl allen Programm- und Diensteanbietern als auch allen Geräteherstellern zur Verfügung steht, macht sie den Weg frei zu Lösungen, die auch mit zukünftigen, beispielsweise interaktiven Programmangeboten kompatibel sind: Eine offene API ermöglicht Anwendungen (z.B. EPGs) von unterschiedlichen Anbietern auf der gleichen Settop-Box.

APS

(Automatic Programming System).
Eine Technik in (TV-)Empfängern, die bei ersten Einschalten des Geräts die vor Ort empfangbaren Sender erkennt und die Programmspeicherplätze (Tasten 1,2,3....... auf der Fernbedienung) entsprechend "programmiert".

ARD Digital

ARD Digital ist das digitale Programm-Bouquet der ARD und umfasst 18 Fernsehprogramme, sämtliche Radioprogramme der Landesrundfunkanstalten sowie zahlreiche interaktive Dienste. Neben dem Ersten überträgt ARD Digital auch die drei ausschließlich digital verbreiteten Programme EinsPlus, EinsExtra und EinsFestival. Das Programmpaket ("Bouquet") von ARD Digital umfasst TV-Programme, eine Elektronische Programm-Zeitschrift (EPGEPG) zur schnellen und übersichtlichen Information über ARD-Angebote und den ARD-Online-Kanal sowie interaktive Zusatzangebote.

ASCII

(American Standard Code for Information Interchange)
International verwendeter digitaler Code für Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen (ASCII-Zeichensatz).

Aspect Ratio

(Seitenverhältnis)
Beim (noch-)Standard des Fernsehbildes verhalten sich Breite und Höhe zueinander im Verhätnis 4:3, bei Breitbild im Verhältnis 16:9. Für HDTV ist das Seitenverhältnis 16:9 Standard.

Astra

Satellitensystem, das von der Société Européenne des Satellites (SES) betrieben wird. Die Astra-Familie hat inzwischen sieben Satelliten auf der Orbitposition 19,2° Ost für die Übertragung von analogen und digitalen Radio- und Fernsehkanälen. Neben ausländischen Programmen sind fast alle deutschsprachigen Fernseh- und Radioprogramme analog und digital mit einer Sat-Antenne ("Schüssel") empfangbar, die einen Durchmesser von 60cm haben muss. Weitere Astra-Satelliten befinden sich auf 28,2° Ost, 24,2° Ost, 23,5° Ost, und 5,2° Ost.

Astra Digital Radio

Siehe ADR.

ATM

(Asynchronous Transfer Mode).
Digitale Übertragungstechnik im Breitbandnetz, bei der Daten - in "Paketen" von je 53 Byte - übertragen werden. ATM gehört zu den Technologien, die Breitband-ISDN (kurz: B-ISDN) ermöglichen, das aufgrund der hohen Datengeschwindigkeit die digitale Übertragung von Audio, Video und Daten gestattet.

ATVEF

(Advanced Television Enhancement Forum)
Konsortium von Hardwareherstellern und Programmanbietern, das aus unterschiedlichen Verfahren zur Verbindung von Fernsehen und Internet eine Norm schaffen will. Darüber hinaus sind in den vorliegenden Normentwürfen des ATVEF Anschlüsse definiert, über die weit mehr als nur Fernseher und Computer gesteuert werden können.

Audio-DVD

siehe DVD

Audiovision

(Audio/Video-)Kombination von Ton und Bild. Sammelbegriff für Verfahren, mit denen gleichzeitig Bild und Ton übertragen, gespeichert bzw. wiedergegeben werden.

Audiofrequenzen

Der vom menschlichen Gehör wahrnehmbare Frequenzbereich zwischen 20Hz und 20.000Hz. Auch Niederfrequenzbereich genannt.

Avatar

Virtuelle, gelegentlich auch dreidimensionale Darstellung von Personen, vorzugsweise in Computerspielen, in grafischen Chats und in der Werbung. Bekannte Avatare sind beispielsweise die Science-Fiction-Amazone Lara Croft oder der Telekom-Werbemann Robert T. Online.

B

Beamer

Siehe Videoprojektor.

B2B

(Business to Business).
Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen.

B2C

(Business to Consumers).
Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und privaten Kunden (engl. Customers)

Basisanschluss

Ein ISDN-Basisanschluss umfasst zwei Nutzkanäle (sog. B-Kanäle) und einen Steuerkanal (D-Kanal). Die beiden Nutzkanäle können unabhängig voneinander verwendet, es kann also z.B. gleichzeitig telefoniert und gefaxt werden.

Bildformat

Seitenverhältnis (Breite zu Höhe) des Fernsehbildes. Üblich war lange das zunächst auch beim Film übliche Format 4:3. Das als Breitbild eingeführte 16:9-Format kommt dem menschlichen Gesichtsfeld (es ist mehr breit als hoch) näher.

Bit

Kurzform für binary digit (Binärziffer): Ein Bit ist die kleinste digitale Informationseinheit im binären Datensystem: dargestellt durch 0 und 1.

Bit-Rate

siehe Datenrate (auch als Datentransferrate bezeichnet).

B-Kanal

Nutzkanal innerhalb eines ISDN-Basisanschluss, der dem Teilnehmer zwei dieser B-Kanäle zur Verfügung stellt. Ein B-Kanal überträgt 64.000 Bit pro Sekunde (bit/s) und entspricht - vereinfacht gesagt - einer Telefonleitung.

Blau Laser

Blaues Laserlicht mit Wellenlängen oberhalb 400 Nanometer. Wird sowohl bei der HD-DVD als auch bei der Blu-ray Disc verwendet. Die Vorteile des blauen Lasers liegen in der - im Vergleich zur DVD mit Rot Laser - kürzeren Wellenlänge. Dadurch können die Daten wesentlich (bis zu viermal) dichter als auf eine DVD geschrieben werden: Sie lassen sich enger aneinander packen.

Blu-ray Disc

Optisches Speichermedium - ähnlich DVD, jedoch mit 25 GByte Speicherkapazität durch Verwendung eines Blau Laser und daher für die Speicherung von HDTV-Programmen geeignet. Die Spezifikationen für die Blu-ray Disc wurden 2002 durch die Blu-ray Group festgelegt, der inzwischen Apple, Dell, Hewlett-Packard, Hitatchi, LG Electronics, Matsushita, Pioneer, Philips, Samsung und Sharp angehören.

Blucom interactive

Bluetooth-fähige Settop-Boxen können während der Fernsehsendung Kontakt zu handelsüblichen Handys mit Bluetooth-Schnittstelle aufnehmen. So kann der Zuschauer nicht nur Zusatzinformationen erhalten. Entscheidungshilfen, die auf dem Handy-Display angezeigt werden, ermöglichen unmittelbare interaktive Reaktion: Beim Quiz, beim Home-Shopping, beim Suchen und buchen der Urlaubsreise oder beim "Voting".

Bluetooth

Bluetooth (nach König Bluetooth ["Blauzahn"] aus Dänemark, der vor rund tausend Jahren mit den Norwegern eine Verbindung eingegangen ist) wurde speziell für kostengünstige Kurzstrecken-Funkverbindungen zwischen PDAs, Laptops, Handys und anderen (mobilen) Geräten aber auch für drahtlose Verbindungen zu Peripheriegeräte (Mouse, Tastatur etc.) entwickelt. Bluetooth-Geräte erkennen sich automatisch untereinander und bauen eine Netzwerkverbindung auf. Jede der "Piconet" genannten Bluetooth-Funkzellen kann bis zu acht "Teilnehmer" aufnehmen. Auf einer Trägerfrequenz im 2,4-GHz-Bereich (2,402 GHz bis 2,480 GHz) gelangen die Daten von einem Gerät zum anderen, wobei die Signale keine Vorzugsrichtung haben und damit prinzipiell von jedem in Reichweite befindlichen Gerät zu empfangen sind. Erkennt ein Bluetooth-Gerät innerhalb seiner Reichweite ein anderes, übernimmt eines von ihnen automatisch die Rolle eines Servers, der den Funkverkehr organisiert. Die maximale Datenrate beträgt bis zu rund 750 kBit/s, und die Reichweite ist auf zehn Meter - etwa rund um einen Arbeitsplatz - beschränkt (ein erweiterter Standard sieht jedoch auch hundert Meter mit erhöhter Sendeleistung vor).

Bouquet

Bouquet (auf deutsch "(Blumen-)Strauß") nennen Sendeanstalten ihre zu einem - thematisch bunten - Strauß gebündelten digitalen Programmangebote (ARD Digital). Der Begriff "Bouquet" wird auch verwendet, um einen Zusammenschluss von Programm- oder Diensteanbietern zu einem Programmpaket zu kennzeichnen.

bps

(bit per second = Bit pro Sekunde).
Maßeinheit für den Datendurchsatz (siehe auch cps).

Breitbild

(engl. "Wide Screen"). Fernsehbildformat im Seitenverhältnis 16:9 (Breite zu Höhe). Paßt sich dem natürlichen Gesichtsfeld des Menschen an, das ebenfalls erheblich breiter als hoch ist. Vor allem bei größeren Bildschirmformaten ist das Breitbild daher angenehmer für die Augen. Technisch ist das 16:9-Format sowohl beim herkömmlichen analogen Fernsehen (PALplus) als auch beim digitalen Fernsehen (DVB) realisierbar.

Browser

(auch "Web-Browser").
Computer-Programm, das den Zugriff auf und die Darstellung von Seiten aus dem World Wide Web (WWW) ermöglicht, also zum "Surfen" im Internet oder entsprechenden Datennetzen erforderlich ist.

Byte

Digitales Datenwort, das aus einer Gruppe von Bits besteht (in der Regel aus acht Bits).

C

CA

(Conditional Access = Bedingter, eingeschränkter Zugang).
Ein System, das den Zugang der Pay-TV-Abonnenten zu den für sie bestimmten Programmen, Serviceangeboten etc. kontrolliert (und dadurch Nicht-Abonnenten vom Empfang ausschließt). CA-Module unterscheiden sich im wesentlichen durch das Verschlüsselungsverfahren, das von ihnen entschlüssel werden soll. Beispiele: BetaCrypt (Premiere), Irdeto, Viaccess, Nagra, Cryptoworks und Conax. Sofern die CA-Module austauschbar sind, können unterschiedlich verschlüsselte Programme verschiedener Pay-TV-Anbieter mit dem gleichen Satelliten-Empfänger empfangen werden.

CaTV

(Cable TV), Kabelfernsehen.

C-Band

siehe Satelliten-Frequenzband.

CCD

(Charge Coupled Device).
Lichtempfindliche Halbleiter-Bildwandler, die in modernen Videokameras anstelle der früher verwendeten Bildaufnahmeröhre eingesetzt werden. Besonders hochwertige Videoameras verwenden 3 CCDs, je eines für die Primärfarben Rot, Grün und Blau.

CDMA / CDM

Bei den so genannten Codemultiplexverfahren (CDM = Code Division Multiplex, CDMA = Code Division Multiple Access) für den Mobilfunk werden die Signale mehrerer Quellen gleichzeitig auf derselben Frequenz übertragen. Um ein Datenbit zu übertragen, wird eine dem jeweiligen (Ab-)Sender zugewiesene Bitfolge ("Code") übertragen. Zur Übertragung des Bitwerts "1" wird der Code selbst, für den Bitwert "0" der inverse Code übertragen. Die Datenrate auf dem Übertragungskanal ("chip rate") ist also ein Vielfaches der Datenrate des Quellensignals. Sind mehrere Sender gleichzeitig aktiv, entsteht hierdurch ein Signalgemisch. Der Empfänger filtert das Signal eines bestimmten Senders aus dem Signalgemisch heraus, indem er die Korrelation zwischen dem ihm bekannten Codemuster des Senders und dem Signalgemisch berechnet. Einfach ausgedrückt wird hierbei das Signalgemisch mit dem Codemuster (binär) durchmultipliziert. Die Korrelation liefert den Wert "1" für das Datenbit "1" und "-1" für das Datenbit "0". Wenn der Sender gar nicht sendet, liefert die Korrelation den Wert "0". Eingesetzt wird das Codemultiplexverfahren beim Universal Mobile Telecommunications System (UMTS), als WCDMA (Wideband Code Division Multiple Access). Eine weitere Anwendung für CDMA sind die Satellitennavigationssysteme GPS und Galileo.

CD-ROM

(Compact Disc Read Only Memory)
Nicht wieder beschreibbares digitales Speichermedium zur Wiedergabe von Bild-, Text- und Tondaten.

CD-R

(Compact Disc - Recordable).
Einmal wiederbespielbare CD.

CD-RW

(Compact Disc - Re-Writeable)
Mehrfach wiederbespielbare CD.

CECED

(Europäischer Verband der Hausgerätehersteller) mit Sitz in Brüssel.

Chain

(CECED Home Appliances Interoperating Network).
Der europäische Verband der Hausgerätehersteller (CECED) hat einen Kommunikationsstandard für elektrische Hausgeräte im Bereich "Home Automation" bzw. "Intelligentes Wohnen" auf den Weg gebracht und ein gemeinsam unterstütztes Protokoll für den Betrieb eines "Home Automation" Systems entwickelt. Die CHAIN-Plattform definiert das Datenaustauschprotokoll für vernetzte Einzelgeräte wie Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Backöfen - auch von verschiedenen Herstellern. Sie ermöglicht das Steuern und Überwachen von Schlüsselfunktionen, z.B. die Fernbedienung von Geräten, das Energie- und Beladungsmanagement, die Ferndiagnose von Fehlern, automatische Wartungsarbeiten oder Programm-Updates und Serviceleistungen über das Internet. Ein Zertifikat soll den Käufern garantieren, dass das Produkt den gemeinsamen Standard unterstützt und alle individuellen Eigenschaften der Geräte auch im Rahmen eines vernetzten Einsatzes ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen. Die Kommunikation innerhalb des Hauses wird entweder über Stromleitungen oder Funkverbindungen hergestellt. Auf diese Weise müssen keine Änderungen am Gebäude selbst vorgenommen werden. Das System soll vom Anwender oder Gerätelieferant ohne Hilfe von Spezialisten installiert werden können.

Chip

Bezeichnung für komplexe integrierte Schaltkreise, die mehrere hunderttausend Halbleiterbauelementen (Transistoren/Dioden etc.) enthalten können. Durch Strukturen unterhalb eines tausendstel Millimeters werden immer höhere Integrationsgrade erreicht.

Common Interface CI

("Gemeinsame Schnittstelle")
Das CI ist eine von DVB standardisierte Schnittstelle (eine Art Buchse), in die Conditional Access Module (CA-Module) zur Entschlüsselung (Descrambling) von Pay-TV-Programmen eingeschoben werden können. Zur Zeit (Stand 2007) wird eine neue Generation des CI-Standards (Common Interface Version2) entwickelt, der nicht nur unterschiedliche Verschlüsselungssysteme, sondern auch Belange des Jugendschutzes und des Kopierschutzes berücksichtigt.

Conditional Access System

Siehe CA.

Content

Englische Bezeichnung für Inhalte (damit sind Programme [Audio und Video], Dienste bzw. Texte, Bilder und Daten gemeint).

Convertible

("Verwandelbar").
Spezielle Bauform eines Tablet PC.

Informationen, die ein Internetanbieter in den Computer des Nutzers überspielt, zum Beispiel um Adressfelder für Bestellcoupons auszufüllen oder Besucher von WebSites zu identifizieren.

cps

(characters per second = Zeichen pro Sekunde).
Maßeinheit für die Datenrate: Zahl der tatsächlich - also abzüglich der erforderlichen Steuerbefehle - pro Zeiteinheit übertragenen Zeichen (z.B. Buchstaben, Zahlen). Die Übertragungsgeschwindigkeit einschließlich der Steuerbefehle wird in bps (bit per second) angegeben.

CPU

(Central Processing Unit)
Der "Hauptprozessor", oft nur kurz Prozessor oder ZE (Zentraleinheit) genannt, steuert die Abläufe im Computer bzw. in digitalen Empfangsgeräten. Typische Form der CPU ist der Mikroprozessor, der alle Bausteine der CPU auf einem Mikrochip vereinigt.Das Verhalten der CPU wird vom (Software-)Programm bestimmt. Zu den Aufgaben der CPU gehören arithmetische Operationen, das Lesen und Schreiben von Daten im Arbeitsspeicher sowie das Ausführen von Sprüngen im Programm.

Cyberspace

Kunstwort, das einen Zustand beschreibt, in dem der Anwender sich frei im virtuellen Raum bewegen kann. Die vom Computer berechneten Wechselwirkungen werden in realistischen Bildeindrücken, akustischen Signalen und simulierten Beschleunigungskräften an den Benutzer bzw. Zuschauer weitergeben.

D

D2-MAC

Für das Satellitenfernsehen entwickelte Fernsehübertragungsnorm, die analoge Bild- und erstmals digitale Tonübertragung vorsah, jedoch seit der Einführung von DVB praktisch keine Bedeutung mehr hat.

DAB

(Digital Audio Broadcasting).
Verfahren zur terrestrischen digitalen Übertragung von Hörfunk und multimedialen Datendiensten. Zur Datenreduktion wird das MUSICAM Verfahren (MP2) eingesetzt. Die wesentlichen Systemkomponenten von DAB wurden im Rahmen des europäischen Projekts EUREKA 147 entwickelt und sind seit 1995 international standardisiert. In Deutschland ist DAB seit 1999 für den digitalen terrestrischen Hörfunk zusätzlich zur analogen UKW-Versorgung im Regelbetrieb. In Deutschland wird derzeit eine technische Reichweite von 80% der Bevölkerung erreicht.

Datacast

Überbegriff für alle Datendienste (z.B. IP-Datacast), die mit (Rundfunk-)Sendern ausgestrahlt werden.

Datendurchsatz

Anders als die Datenrate bezeichnet der Datendurchsatz die Übertragungsrate der reinen Nutzdaten - ohne Informationen zur Datenkorrektur, Abgrenzung einzelner Datenblöcke etc. - in cps = Character per second = Zeichen pro Sekunde).

Datenrate

(auch als "Datentransferrate" oder "Bitrate" bezeichnet).
Gibt die Zahl der pro Zeiteinheit übertragenen Daten in Bit/s (Bit pro Sekunde) bzw. Mbit/s (Megabit = Millionen Bit pro Sekunde) an. Die Datenrate entscheidet maßgeblich über die Bildqualität digitaler Fernsehprogramme. Datenraten von 4 bis 6 Mbit/s entsprechen dabei einer Bildqualität, wie sie analoge Fernsehprogramme liefern.

Datenreduktion

(auch als "Datenkompression" bezeichnet)
Datenreduktion bei Audio: Basiert darauf, daß "unhörbare" Toninformationen entfernt werden. Viele Töne werden nämlich durch andere überlagert, wieder andere werden vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen, da sie außerhalb bestimmter Frequenzbereiche liegen. - Datenreduktion bei Video: Erfolgt im wesentlichen dadurch, dass nicht 25 mal pro Sekunde komplette Fernsehbilder, sondern jeweils nur die Veränderungen gegenüber dem vorherigen Bild übertragen werden.

Decoder

Gerät, mit dem die empfangbare Übertragungsnorm entschlüsselt wird. Für jede Norm (z. B. PAL, Videotext, DVB) gibt es einen spezifischen Decoder.

DECT

(Digital European Cordless Telecommunication).
Europaweiter Standard für digitale "Schnurlos"-Telefone- und -Telefonanlagen mit erhöhter Abhörsicherheit. Die Reichweite beträgt - je nach dem, innerhalb von Gebäuden oder im Freien - zwischen 50 und 300 Meter.

Descrambling

(engl. Bezeichnung für "Entschlüsselung").
Descrambling bezeichnet die Entschlüsselung bzw. Rekonstruktion verschlüsselt übertragener (Fernseh-)Programme. Da geschieht mit Hilfe eines Chip oder einer speziellen Baugruppe im Fernseh- oder einem anschließbaren Zusatzgerät (Decoder/Descrambler). Pay-TV, Verschlüsselung.

Deutsche TV-Plattform

Die "Deutsche TV-Plattform" ist ein Zusammenschluß von Programmherstellern und -Anbietern, privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Netzbetreibern, Industrieunternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten, Bundesministerien, Landesregierungen und Medienanstalten sowie anderen, mit dem Fernsehen der Zukunft befassten Unternehmen und Institutionen. Die Mitglieder kommen aus allen Bereichen der Medienwirtschaft. Mit dieser bereichs- und branchenübergreifenden Zusammensetzung sieht die TV-Plattform ihre wichtigste Aufgabe darin, zum einen den Informationsaustausch zwischen allen an der Wertschöpfungskette Beteiligten zu fördern und die verschiedenartigen Interessen bei der Einführung des digitalen Fernsehens zu koordinieren und die Öffentlichkeit über die neuen technischen Entwicklungen, über Programmformen, neue Inhalte und Anwendungen zu informieren.

Dienste

Unter Diensten (im internationalen Sprachgebrauch als "Services" bezeichnet) wird ein Angebot aus dem Bouquet eines Veranstalters verstanden. Ein Dienst kann sich aus den Komponenten Audio, Video und/oder Daten zusammensetzen. Auf digitalen Fernsehempfängern (DVB) werden die jeweils empfangbaren Dienste vom eingebauten Navigator auf dem Bildschirm aufgelistet. Von Diensten spricht man beispielsweise auch im Zusammenhang mit Angeboten von (Mobil-)Telefongesellschaften - etwa SMS - oder von einem Internet-Provider.

Dienstekonvergenz

Neben der Konvergenz von Technologien, von Medien und von Märkten gibt es auch eine Konvergenz von Diensten. Sie werden als konvergent bezeichnet, wenn sie mehr als ein Kommunikationsnetz nutzen. Beispiel ist "skyDSL" via Satellit. Da wird per Telefonmodem gesurft, für Download's großer Dateien schaltet sich eine Satellitenverbindung per DVB-S hinzu. Zu konvergenten Diensten gehören also hybride Kommunikationsnetze. Besonders spannend dabei sind hybride Mobilfunknetze, für die zahlreiche Komponenten zur Verfügung stehen: Von UMTS, GSM über WirelessLAN bis zu Rundfunknetzen wie DAB, DVB-T und DVB-H.

Digitale Fotografie

Prinzipiell unterscheiden sich digitale Kameras im Aufbau nur wenig von herkömmlichen Fotoapparaten: Hier wie dort wird das Abbild des jeweiligen Motivs durch eine Optik ("Objektiv") auf ein Speichermedium projiziert. In der Kamera für digitale Fotografie wird das aufgenommene Bild jedoch nicht auf einem Film, sondern zunächst in einem elektronischen Sensor gespeichert. Dieser Sensor wandelt das auftreffende Licht in elektrische Spannungen um, die digitalisiert und dann wie (Computer-)Daten gespeichert, weiter verarbeitet und schließlich ausgedruckt werden.

Digitales Fernsehen

(Digital Video Broadcasting, DVB).
Digitale Übertragung von Fernsehsignalen - vom Studio bis zum Empfangsgerät. In Europa und zahlreichen anderen Ländern basiert das Digitale Fernsehen - einschließlich der Digital-Fernsehempfänger - auf den DVB-Standards. Via Satellit (DVB-S) werden heute bereits - einschließlich digitaler Pay-TV und hunderter von Free-TV Angeboten - praktisch alle bekannten Programme sowohl analog als auch digital ausgestrahlt. Der Trend zur Digitaltechnik geht nicht nur von den - durch die CD allgemein bekannten - Möglichkeiten der Qualitätsverbesserung aus. Digitale Verfahren schaffen vor allem Platz bei den vorhandenen Sendefrequenzen: Um das Programmangebot zu vervielfachen und zusätzlich neuartige - auch interaktive - Informations-, Bildungs- und Unterhaltungsdienste realisieren zu können. Das digitale Fernsehen verfügt mit der MHP (Multimedia Home Platform) über eine Schnittstelle, die u.a. eine Brücke vom Internet zum Fernsehen schlägt und damit auch Menschen ohne Computer bzw. Computerkenntnisse direkt in die Online-Welt der entstehenden Wissensgesellschaft einbezieht.

Digital Video Broadcasting

siehe DVB.

Digital Rights Management

siehe DRM (2).

Digital Versatile Disc

siehe DVD.

DirecTV

Markenzeichen des - weltweit ersten - digitalen Satelliten-Fernsehens in den USA. Insgesamt zwei Satelliten strahlen seit Juni 1994 eine Vielzahl von Programmen ab, die auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent "direkt" - also mit der Teilnehmer-eigenen Satellitenantenne - empfangen werden können.

DiSEqC

(Digital Satellite Equipment Control).
System zur Steuerung von Satelliten-Empfangsanlagen. - Für die Umschaltung der Polarisationsebenen (horizontal bzw. vertikal) wird bei herkömmlichen Sat-Anlagen eine 14/18-Volt Schaltspannung verwendet. Ein 22-kHz-Ton auf der Speisespannungsleitung signalisiert darüber hinaus die Ausrichtung der Sat-Antenne auf bestimmte Orbitpositionen. Bei DiSEqC handelt es sich dagegen um eine unverselles Steuerungskonzept, weil der 22-kHz-Ton nicht nur ein- und ausgeschaltet, sondern getastet. Dadurch kann eine Vielzahl von Befehlen (selbstverständlich auch zur Umschaltung der Polarisation) innerhalb des DiSEqC-Systems übertragen werden. Der DiSEqC Level 2 bietet außerdem die Möglichkeit einer bidirektionalen Kommunikation. Dadurch sendet der Sat-Receiver einerseits Befehle zu den peripheren Bauteilen, die sich andererseits beim Receiver anmelden können: Plug & Play in der Satelliten-Empfangstechnik.

DivX

Ein Video-Kompressionsformat (Datenreduktion), das digitale Videodateien ohne deutlich sichtbaren Verlust von Wiedergabequalität komprimiert (so dass weniger Speicherplatz gebraucht wird).

D-Kanal

Der D-Kanal ist ein so genannter Steuerkanal, der zum ISDN-Basisanschluss gehört. Der D-Kanal stellt eine Datenrate von 16.000 Bit pro Sekunde (bit/s) zur Verfügung und dient beispielsweise zur Übermittlung von Gebühreninformationen oder der Telefonnummer des Anrufers.

DMAP

(DECT Multimedia Acces Profile).
DECT-Standard zur drahtlosen Vernetzung von Multimediaanwendungen und -geräten.

DMB

(Digital Multimedia Broadcasting).
Digital Multimedia Broadcasting ist eine auf DAB (Digital Audio Broadcasting) aufbauende Erweiterung, die speziell für Bewegtbildübertragung (Handy-TV) auf mobile Empfangsgeräte ausgelegt ist, die sich mit hohen Geschwindigkeiten bewegen. Die Videocodierung erfolgt im Standard H.264/AVC (MPEG-4), der auch bei Datenraten unter 400 kbit/s auf kleinen Displays eine akzeptable Bildqualität ermöglicht. DMB ist abwärtskompatibel zu DAB, erlaubt also prinzipiell auch den Empfang und die Wiedergabe herkömmlicher DAB-Programme (MPEG 1 Layer 2). Mehrere der inzwischen gestarteten Handy-TV Projekte verwenden DMB.

Dolby Digital

Das digitale Mehrkanaltonsystem "Dolby Digital" stellt bis zu sechs getrennte Tonkanäle zur Verfügung. Davon geben fünf das gesamte hörbare Tonfrequenzspektrum wieder, ein zusätzlicher Kanal für den Subwoofer (LFE, Low Frequency Effect) für besondere Effekte wie z. B. Explosionen. Man spricht deshalb auch von 5.1 Ton. Anders als bei Dolby Surround bietet der Sourround-Kanal ein Stereosignal. Dadurch können Klänge beispielsweise von vorne rechts diagonal nach hinten links "wandern". Um den riesigen anfallenden Audio-Datenstrom zu verkleinern, muß eine Datenreduktion durchgeführt werden.

Dolby ProLogic

Verfahren für analogen Surroundsound, bei dem entsprechend codierte Zweikanal-Stereosignale in vier separate Tonkanäle aufgetrennt werden.

Download

(deutsch: Herunterladen)
Kopieren von Dateien (Text, Bild, Ton, Computerprogramm) von einer Web-Seite im Internet oder einem anderen Dienst auf den eigenen Computer.

dpi

(dots per inch = Punkte pro Zoll).
Maßeinheit für die Auflösung ("Schärfe") von Druckern oder Faxgeräten. Je höher die Auflösung, desto gleichmässiger und detailreicher werden die Abbildungen. Faxgeräte arbeiten mit einer Auflösung von 200 dpi, Laser- und Tintenstrahldrucker mit bis zu 1200 dpi.

DRM (1)

(Digital Radio Mondiale).
DRM ist ein internationales Konsortium (rund 70 Mitglieder aus etwa 30 Staaten), das ein Verfahren zur digitalen Übertragung von Radio- und Datendiensten auf klassischen Runfunkfrequenzen (Kurz-, Mittel- und Langwelle) entwickelt und weltweit standardisiert hat. Damit schließt das DRM-System die letzte Lücke in der Digitalisierung der analogen Rundfunksysteme. Die typische Datenrate beträgt 24 kbit/s (24.000 Bit pro Sekunde), zur Datenkompression wird die aacPlus-Technologie verwendet. Der Start von DRM: anlässlich der World Radiocommunication Conference (WRC) Mitte 2003. Seit 2001 wird die hohe Übertragungsqualität von DRM auf der IFA im Rahmen des TWF demonstriert. 2005 tritt das DRM-Konsortium zusätzlich mit einem eigenen Ausstellungsstand auf, es werden neue Empfangsgeräte aus Serienfertigung vorgestellt.

DRM (2)

(Digital Rights Management).
Digitale Inhalte (Content) können kopiert werden, praktisch ohne Verlust gegenüber dem Original. Fluch der digitalen Qualität: Ein hochqualitatives Signal, digital und womöglich sogar in HDTV) kann auch missbraucht werden, um Raubkopien herzustellen und die Rechte des Eigentümers zu unterlaufen. DRM soll diese Rechte zuverlässig, möglichst unbürokratisch und verbraucherfreundlich sichern. in Europa existieren unterschiedliche Gesetzgebungen: In der EU bestehen Richtlinien zum Urheberrechtsschutz in der Informationsgesellschaft, zum Datenschutz bei der elektronischen Kommunikation und zur Durchsetzung des Urheber- u. Markenrechts. Dennoch ist die rechtliche Lage (z.B. Verbot der Umgehung des Kopierschutzes) je nach Land unterschiedlich. Typische Vorschläge für ein praktikables DRM-System sind: Offener Standard für geschützten Content, keine Bindung an einen Hersteller, keine Bindung des Contents an ein bestimmtes Gerät. Zudem soll alles, das Regelwerk eingeschlossen, einfach, benutzerfreundlich und unkompliziert sein.

DSL

(Digital Subscriber Line).
Allgemeine (auch "xDSL" genannte) Bezeichnung für Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung über Kupferdoppelader ("Twisted Pair"), ADSL, HDSL.

Dual Band

Funktelefone ("Handys"), die für zwei (GSM-)Funkfrequenzbereiche (900 MHz und 1.800 MHz) verwendet werden können. Triple Band.

DVB

(Digital Video Broadcasting = Digitales Fernsehen).
1991 zunächst als European Launching Group (ELG) gegründet, begann das DVB-Projekt im Jahr 1993 seine Arbeit. Es umfaßt inzwischen über 260 Unternehmen, Institutionen und Organisationen - Gerätehersteller, Sendeanstalten, Netzbetreiber, Forschungsinstitute und Behörden - aus 27 Ländern. Aufgabe von DVB, eines "Projektes, das sich ohne nennenswerte Fördermittel allein aus den Beiträgen der Mitglieder finanziert, ist die gemeinsame und koordinierte Entwicklung von Systemen und Standards, mit denen das digitale Fernsehen in Europa via Satellit, Kabel und terrestrischer Ausstrahlung möglich gemacht wird." [Deutsche TV-Plattform e.V.]. Obwohl ursprünglich primär europäisches Projekt, gehören DVB heute auch zahlreiche außereuropäische Unternehmen, beispielsweise aus Japan, Südkorea, Kanada und den USA an. Da DVB nicht nur für digitalen Rundfunk (Fernsehen und Hörfunk) nutzbar ist, stellt diese Technologie eine praktisch universale "Datenautobahn" für Anwendungen mit Datenraten bis zu 39 Mbit/s zur Verfügung. Gelegentlich wurde daher angeregt, nicht von Digital Video Broadcasting, sondern von Digital Versatile Broadcasting (siehe auch DVD) zu sprechen. Zur Familie der DVB-Standards gehören:

DVB-S

System für die Satellitenübertragung im 11/12 GHz- Satelliten-Frequenzband; für unterschiedliche Transponder-Bandbreiten und -Leistungen konfigurierbar.
DVB-S2 soll nicht unbedingt DVB-S ablösen. Es ist vor allem für IP-basierte Dienste oder hochauflösendes Fernsehen (HDTV) vorgesehen. DVB-S2 erhöht - bei unveränderten Empfangsbedienungen - die effektiv nutzbare Signalbandbreite der Satelliten-Übertragung um 30 Prozent. Zudem ermöglicht DVB-S2 die Übertragung von zwei Transportströmen auf einem Satellitentransponder (parallele Übertragung eines "normalen" TV-Programms und eines in HDTV). Siehe auch DVB-SH.

DVB-C

Mit DVB-S kompatibler Standard zur Verteilung von digitalen Programmen bzw. Diensten im Kabel. Die im Satellitenkanal ausgestrahlten Daten lassen sich - dank angepasster Bitfehlerkorrektur- und Modulationsverfahren - in einem (kabel-)üblichen Kanal von nur 8 MHz Bandbreite unterbringen.

DVB-T

Standard für terrestrisches (Terrestrik) digitales Fernsehen.

DVB-T2

Momentan in der Entwicklung und Spezifizierung befindliche "Generalüberholung" von DVB-T. Die derzeit untersuchten Möglichkeiten reichen vom stationären Empfang mit Dachantenne bei maxima 50 Mbit/s Datenrate bis zu einem System, das auch Anforderungen an einen Standard DVB-H2 abdecken könnte.

DVB-H

(das "H" steht für Handheld). Siehe DVB-H

DVB-CS

An DVB-C bzw. DVB-S angepaßter Standard für den kabel- bzw. satelliten-gestützten Empfang von DVB-Signalen über Gemeinschafts-Antennenanlagen.

DVB-MS

(Multipoint Distribution System) verwendet Mikrowellen für die terrestrische Übertragung einer größeren Anzahl von TV-Kanälen direkt zum Zuschauer. Die Mikrowellen werden gebündelt zu Empfangsantennen ausgestrahlt, die im 'Sichtbereich' der auf einem hochliegenden Standort angebrachten Sendeantenne stehen. (Auch 'Spezifikation für drahtlose Breitband-Verkabelung' genannt).

DVB-SI

Service-Information-System, dient zur Übertragung von Daten, beispielsweise Programm bezogene Informationen innerhalb des Datenstroms.

DVB-TXT

Spezifikation zur Übertragung von Teletext ("Videotext").

DVB-CI

(Common Interface) - gemeinsame Schnittstelle für Conditional Access und andere Anwendungen.

DVB-Subtitling

Spezifikation zur Untertitelung und zur Darstellung von Grafiken.

DVB-RCC (Return Channel Cable)

Spezifikation für Interaktionskanäle (Hin- und Rückkanäle) in Breitband-Kabelnetzen.

DVB-RTC

Spezifikation für Interaktionskanäle (Rückkanäle) via Telefon und ISDN.

DVB-NIP

Netzwerkunabhängige Protokolle für Interaktivität.

DVB-IPN

Übergänge von der DVB- zu Telekom-Welt.
Zu den im DVB-Projekt (siehe auch DVB-X) entwickelten Standards gehört auch die Multimedia Home Platform MHP. Weitere Spezifikationen und Verfahren beziehen sich auf Datenrundfunk via DVB, Synchronisierung von Single-Frequency-Networks, Schnittstellen zwischen der DVB-Welt und Hochgeschwindigkeits-Datennetzen, Digital Satellite News Gathering (DSNG) auf Basis DVB, bidirektionale Kommunikation sowie die Vernetzung von DVB-Endgeräten.

DVB-H

(das "H" steht für Handheld).
DVB-H gestattet es, Datenraten bis zu 10 Mbit/s zu übertragen. Typisches Anwendungsfeld ist die Übertragung von beispielsweise 20 Videostreams - mit jeweils 400 kbit/s Datenrate - in einem DVB-H-Kanal zum batteriebetriebenen Endgerät (PDA, Smartphone, Communicator etc.). Auch Audio- und Datendienste wie Internet-Push etc. können über DVB-H ausgestrahlt werden. Um Batterieleistung in den Endgeräten zu sparen, wird Time Slicing eingesetzt: Die Übertragung erfolgt nicht permanent, sondern - komprimiert - innerhalb definierter Zeitschlitze. Zwischendurch wird jeweils "Strom gespart". DVB-H setzt auf DVB-T auf und eignet sich auch für 5-MHz-Kanäle (außerhalb der Rundfunkbänder), die insbesondere in den USA von Interesse sind.

DVB-T

(Digital Video Broadcasting - Terrestrial).
Standard für terrestrisches (siehe Terrestrik) digitales Fernsehen. Seit Anfang 2003 - zunächst im Raum Berlin/Potsdam - eingeführt, ersetzt DVB-T in Europa zunehmend das herkömmliche analoge terrestrische Fernsehen. Durch die digitale Übertragungstechnik wird die Kapazität der verfügbaren Fernsehkanäle viel besser genutzt. So kann der Zuschauer z.B. anstatt früher 5 Programme heute mehr als 20 Programme über Antenne empfangen. Es können auch Hörfunkprogramme und multimediale Datendienste übertragen werden. Dafür genügt in vielen Fällen eine einfache Zimmer- oder auch nur eine Geräteantenne, um nahezu überall - in der Wohnung, im Garten oder unterwegs - Empfang zu erzielen. Daher auch die Bezeichnung "ÜberallFernsehen". Die Umstellung des terrestrischen Fernsehens von analog auf digital (DVB-T) soll bis voraussichtlich 2010 abgeschlossen sein. Die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, hat als Frist für die Abschaltung des terrestrischen Rundfunks in Europa "Anfang 2012" vorgeschlagen. Sie rechnet damit, dass bis 2010 die meisten Fernsehzuschauer in Europa über mindestens einen digitalen Empfänger verfügen werden.

DVB-SH

(DVB-H über Satellit im S-Band).
Handy-TV via Satellit - im S-Band - zu Bodenstationen, von denen die Fernsehdienste - wiederum im S-Band - terrestrisch zu mobilen TV-Empfängern (Mobiltetefone, PDA, Navi etc.) gesendet werden. Das Projekt befindet sich in einem frühen Entwicklungsstadium und wurde auf der IFA 2007 im Technisch-Wissenschaftlichen Forum erstmals öffentlich demonstriert.

DVB-X

Arbeitstitel eins innerhalb des "Technical Module" bei DVB untersuchten Projekts. Dabei ging es um die Frage, ob und in welchem Umfang DVB- T auch batterie-betriebene Endgeräte versorgen kann, deren Batterien zum Beispiel 24 Stunden "halten" müssen. Eine Technologieprognose ergab, dass die Leistungsaufnahme eines DVB-T -Empfängers bis 2006 zwar nur noch bei etwa 0,6 Watt - aber immer noch zu hoch liegen wird. Da die DVB-X-Endgeräte für unterschiedliche Kommunikationsplattformen ausgelegt sein sollten, müssen sie gleichermaßen das IP-Protokoll, Videosignale und MPEG unterstützen. Mit DVB-X befand sich eine Variante von DVB- T in der Frühphase der Entwicklung, die auf das Marktsegment der PDAs und der Mobiltelefone zielte und inzwischen unter der Bezeichnung DVB-H abgeschlossen ist.

DVD

(Digital Versatile Disc).
Ursprünglich "Digital Video Disc", wurde das "V" von Video in Versatile ("vielseitig") umbenannt, weil die DVD - ähnlich der CD - ein höchst universeller Datenträger (Audio, Video, Text, Computersoftware etc.) ist. Die DVD verbindet die Handlichkeit der normalen CD mit bisher unbekannter Anwendungsflexibilität, Datenrate und Datenkapazität. Von der CD unterscheidet sich die DVD vor allem durch die wesentlich höhere Speicherkapazität. In ihrer einfachsten Version weist die DVD nur eine Datenschicht auf, deren Speicherkapazität mit 4,7 Gigabyte allerdings rund siebenmal höher liegt als beispielsweise die der CD-ROM. DVDs mit zwei übereinander liegenden Schichten auf beiden Seiten erreichen sogar Speicherkapazitäten bis zu 17 Gigabyte. Die DVD realisiert die für erstklassige Bildqualität optimale Datenrate von etwa 10 Mbit/s.

DVD-Recorder

DVD-Recorder zeichnen digitalisierte Fernsehsignale (Audio und Video) mit hoher Qualität auf einmal oder mehrfach wieder bespielbaren DVDs auf. Es gibt derzeit vier verschiedene DVD-Varianten, die alle als Video-Aufzeichnungsmedien in Frage kommen und von der Industrie auch so genutzt werden:
DVD-RAM: Zweiseitig bespiel- und wieder löschbare Platte mit einer Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte (reicht für einen Spielfilm in DVD-Qualität) pro Plattenseite. Ähnlich wie eine Festplatte speichert eine DVD-RAM die Daten in Sektoren. Das erlaubt einen sehr schnellen und präzisen Zugriff, prädestiniert das Medium also für interaktive Funktionen. Bei der DVD-RAM werden die Daten nicht nur in den vorgeprägten Rillen, sondern auch auf den Stegen dazwischen gespeichert. Diese Tatsache und die Sektorenstruktur bedeuten: Platten vom Typ DVD-RAM lassen sich nicht auf herkömmlichen DVD-Video-Playern abspielen. Man kann sie mit dem DVD-RAM-Recorder selbst oder auf PCs mit eingebautem DVD-RAM-Laufwerk wiedergeben. DVD-RAM-Platten stecken in einer Cartridge, lassen sich - bei Laufwerken mit normalem Schubladenmechanismus - aber auch zum Aufnehmen und Wiedergeben aus dieser Schutzhülle herausnehmen.
DVD-RW: Einseitig bespiel- und wieder löschbare Platte mit einer Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte. Ebenso wie bei einer DVD-Video werden die Daten auf einer spiralförmigen Spur aufgezeichnet. Beide Platten sind so ähnlich, dass handelsübliche DVD-Videorecorder auch Platten vom Typ DVD-RW lesen können.
DVD+RW: Beinahe identisch mit der DVD-RW. Wichtigster Unterschied ist eine etwas andere Vorprägung der Rillen. Sie unterstützt die Spurführung besser als die DVD-RW. Das bedeutet zugleich: Laufwerke vom Typ DVD+RW können mit höheren Drehzahlen und folglich mit höheren Daten-Transferraten arbeiten.
DVD-R: Nur einmal, und zwar einseitig bespielbare Platte mit einer Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte. Die DVD-R speichert die Daten auf einer spiralförmigen Spur, ebenso wie die DVD-Video. Beide Platten sind physikalisch so ähnlich, dass DVD-Videorecorder Scheiben vom Typ DVD-R lesen können.
Über die Frage der Kompatibilität zu DVD-Video-Playern entscheidet nicht allein das physikalische Plattenformat. Herkömmliche DVD-Video-Player konnten nur Video-Platten lesen, die im DVD-Video-Dateienformat aufgezeichnet wurden. Neue DVD-Recorder arbeiten mit einem anderen Dateiensystem, dem vom DVD-Forum standardisierten Video Recording Format (VRF). Der Vorteil: VRF bietet sehr viel komfortablere Editiermöglichkeiten (Schnittbearbeitung) als das alte DVD-Video-Dateienformat.
Um jedenfalls die Kompatibilität zu DVD-Video-Playern sicher zu stellen, arbeiten die meisten neuen DVD-Recorder mit Laufwerken, die mehrere Plattentypen bespielen und wiedergeben können: Praktisch alle DVD-Recorder, die seit Herbst 2001 auf dem europäischen Markt erschienen sind, können Medien bespielen, die sich auch auf einem DVD-Video-Player abspielen lassen.

DVI

(Digital Video Interface).
Ursprünglich für Computermonitore entwickelte, inzwischen auch in der Unterhaltungselektronik eingeführte digitale Video-Schnittstelle. Das später eingeführte HDMI unterscheidet sich von DVI hauptsächlich dadurch, dass zugleich Audio-Daten übertragen werden.

DXB

Unter der Bezeichnung DXB lief von 2005 bis 2007 ein Projekt der Fraunhofer Gesellschaft (Fraunhofer HHI) zur digitalen Übertragung unter Einbeziehung der fortentwickelten Systeme DAB/DMB und DVB-T/DVB-H. Aus der Kombination geeigneter Systemkomponenten soll eine mobile Multimedia-Übertragung entstehen, die vor allem den Erfordernissen der Frequenzeffizienz (sparsame Nutzung von Rundfunkfrequenzen). Zugleich soll es möglich werden, Multimedia-Anwendungen ohne zusätzliche Umkodierung sowohl über DAB-Netze als auch über DVB-H Netze zu verbreiten.

E

EBU

(European Broadcasting Union, Europäische Rundfunkunion).

EDGE

(Enhanced Data rates for GSM Evolution).
Siehe Mobiltelefon-Systeme.

E-Mail

Elektronische Post (per Internet, Intranet und Telefonleitung).

Entavio

Entavio ist die Bezeichnung einer so genannten Vertriebsplattform für digitales Satellitenfernsehen von SES Astra. Auf der Plattform sollen Rundfunkprogramme und Zusatzdienste im Auftrag der Programm-Anbieter aggregiert und verschlüsselt werden. Diese verschlüsselten Inhalte können beim Zuschauern entschlüsselt werden, sofern ein entavio-geeigneter Satelliten-Receiver, die zur Nutzung von Pay-TV erforderliche Smartcard vorhanden ist und eine monatlichen Grundgebühr bezahlt wird.

EPG

(Electronic Program Guide)
Der EPG ist beim digitalen Fernsehen gewissermaßen Bedieneroberfläche und Programmzeitschrift in einem. Man gelangt in den EPG über den Navigator, der eine Art Inhaltsverzeichnis aller empfangbaren Bouquet bzw. Dienste auf dem Bildschirm des Fernsehgerätes anzeigt und den Zugang hierzu anbietet. Der nach der per Fernbedienung erfolgten Auswahl des Programmanbieters bzw. Senders auf dem Navigator erscheint der zugehörige EPG, der nach verschiedensten - auch vom Benutzer selbst festgelegten - Kriterien detailliert über Programme und deren Inhalte informiert. Der EPG kann also auch Hintergrundinformationen zu Sendungen des aktuellen und der folgenden Tage liefern. Voraussetzung ist allerdings, dass die Sendeanstalt diese Informationen im digitalen Datenstrom bereitstellt. Denn der jeweilige Anbieter/Sender ist für Inhalt und Gestaltung des EPG für sein Programmpaket (Bouquet) selbst verantwortlich. Über Schaltflächen lassen sich auf dem EPG mit der Fernbedienung außerdem verschiedene andere Funktionen aktivieren: Beispielsweise die Programmierung zur automatischen Aufzeichnung auf einem Videorecorders oder das Setzen eines so genannten Lesezeichens.

Ethernet

Protokoll für die Datenübertragung in lokalen Netzen (Local Area Networks = LAN).

ETSI

European Telecommunications Standards Institute.

Eutelsat

Europäischer Satellitenbetreiber, der eine große Anzahl von Satelliten in Erdumlaufbahnen positioniert hat, die zahlreiche Programme übertragen. Die für Deutschland wichtigen Hotbird-Satelliten befinden sich auf 13°Ost. Die European Telecommunication Satellite Organisation wurde 1977 in Paris als europäische Behörde zur Verwaltung von Satelliten-Kommunikationsdiensten gegründet. Die ursprüngliche Mitgliederzahl von 17 hat sich inzwischen auf rund 50 Staaten erhöht. Aufgabe von Eutelsat ist der Betrieb von Satelliten für stationäre und mobile Kommunikation in Europa.

F

Fachverband Consumer Electronics

(abgekürzt: FV CE).
Fachverband der Hersteller/Anbieter von Konsumelektronik innerhalb des ZVEI (Zentralverband Elekro- und Elektronik-Industrie) e.V. Im Sinne der Nähe zu Verbrauchern, privaten Käufern und dem Fachhandel als Absatzmittler, Berater und Kundendienstleister definiert sich der FV CE zugleich als "Portal zum Konsumenten".

FDM

(Frequency Division Multiplex).
Frequenzmultiplex ist ein Verfahren, das jedem Mobiltelefon - für die Dauer eines Gesprächs - einen Funkkanal innerhalb des zur Verfügung stehenden Frequenzbereichs zuweist.

(Forum Digitale Medien).
Mit dem "Forum Digitale Medien - Aktion für Rundfunk und Neue Medien" wurde nach erfolgreichem Abschluss der Initiative Digitaler Rundfunk (IDR) ein Neustart vorgenommen. Das Forum hat die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit allen an der Digitalisierung der Kommunikation Beteiligten entsprechende Lösungswege zu erarbeiten. Das Motto des Forums lautet: Hemmnisse beseitigen, die Dinge zum Laufen bringen!" Beispiele für aktuelle Aufgaben: Handy-TV, die Digitalisierung des Kabels und erforderliche Nachjustierungen im Medienrecht auf EU-Ebene.

Festplatten-Recorder

Beim Digitalen Fernsehen (DVB) werden alle Bild- und Tonsignale in digitaler Form übertragen und liegen in dieser Form - ähnlich wie Computerdaten als Folge von Bit's - im Empfangsgerät vor. Daher können digitale Bild- und Tonsignale wie Daten im Computer auf einer Festplatte (oder auf einer Speicherkarte mit entsprechender Kapazität) gespeichert werden. Für einen derartigen "Festplatten-Recorder" werden trotz entsprechender Datenreduktion relativ große Speicherkapazitäten von 1-2 GB (Gigabyte) pro Stunde TV-Programm gebraucht.
Festplattenrecorder gibt es bisher überwiegend in Verbindung mit Settop-Boxen für den digitalen Satelliten-Empfang. Typische Festplattenkapazitäten: derzeit um 80 Gigabyte und mehr. Diese Recorder zeichnen den Datenstrom des digitalen Fernsehens direkt auf und geben ihn unverändert wieder. Es gibt also keinerlei Qualitätsverlust. Die Programmierung ist - gekoppelt an elektronische Programmführer (EPG) beispiellos komfortabel: Einfach die Wunschsendung mit der Fernbedienung markieren bzw. "anklicken" - fertig. Es gibt auch Programmierlösungen, die auf EPGs im Internet basieren. Damit ist es möglich, den Recorder zuhause auch von unterwegs aus zu programmieren. EPGs im Internet werden eine immer größere Bedeutung bekommen, wenn beispielsweise MHP den Fernsehempfang und Internet-Zugang mit einem einzigen Gerät ermöglichen.
Festplattenrecorder haben auch noch andere Vorteile: Noch während sie ein Programm aufnehmen, können sie es bereits wiedergeben. Zeitversetztes Fernsehen - etwa nach einer kurzen Unterbrechung durch ein Telefongespräch - bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.
Außerdem sind komfortable Replay- und Zeitlupenfunktion möglich: Etwa so, wie man es von Live-Übertragungen aus dem Fußballstadion kennt.

Firewall

(deutsch "Brandmauer", "Feuerschutzwand").
Sicherheitssystem zum Schutz eines Computers bzw. Computernetzwerks gegenüber unzulässigen Zugriffen oder Datenübertragungen von außerhalb.

FireWire

siehe IEEE 1394.

Flachbildschirm

Siehe Plasma-Bildschirm und LCD.

Flimmerfreies Fernsehen

Siehe 100 Hertz.

Forum Digitale Medien

Siehe FDM.

Free-TV

(auch Free-To-Air, oder abgekürzt FTA genannt).
Unverschlüsselt ausgestrahlte digitale Programme oder Dienste, die ohne Abonnementsgebühren und spezielles CA-System im Empfangsgerät, also frei (engl. "free") empfangen werden können (siehe auch Pay-TV).

G

gfu

(Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik GmbH).
Elf führende Unternehmen der Unterhaltungselektronik haben 1973 die Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik gegründet. Ihre Ziele: die Veranstaltung der Internationalen Funkausstellung (IFA) Berlin und die Information der Öffentlichkeit über die Entwicklung der Unterhaltungselektronik. Später wurde der Name der Gesellschaft dem aktuellen Engagement der Unternehmen angepasst. Seit 1986 lautet er: Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) mbH, Frankfurt /Main. Gesellschafter sind Mitgliedsfirmen des Fachverbandes Consumer Electronics im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V.

GIF

(Graphics Interchange Format).
Standard für die komprimierte Speicherung von digitalen Bildern. Dabei kann es sich auch um kurze Sequenzen bewegter Bilder handeln ("Animated GIFs"). GIF wurde Ende der 1980er Jahre von CompuServe eingeführt und wird hauptsächlich für Bilddarstellungen im WWW benutzt.

Gigabyte

Maßeinheit für Informationseinheiten in Byte: 1Gigabyte = 1 Milliarde Byte (1000 Megabyte).

Gleichwellennetz

Digitale Übertragungsverfahren (beispielsweise DVB-T) ermöglichen die Abstrahlung eines Signals von mehreren verschiedenen Standorten auf der selben Frequenz. In der Analogtechnik würde dies zu starken Störungen führen. Im digitalen Bereich hingegen kann so der Empfang sogar verbessert werden. Außerdem trägt das als SFN (Single Frequency Network) bezeichnete Verfahren zur Einsparung von Sendefrequenzen ("Frequenzökonomie") bei.

Global Positioning System

Siehe GPS.

GPRS

(General Packet Radio Service).
Siehe Mobiltelefon-Systeme.

GPS

(Global Positioning System).
Satelliten-gestütztes Navigationssystem, das ursprünglich zur Positionsbestimmung und Navigation im militärischen Bereich bestimmt war, heute jedoch auch umfassend zivil genutzt wird: Nicht nur im Luft- See- und Straßenverkehr, sondern auch im Sport, bei der Landvermessung oder in der Wirtschaft verwendet wird. GPS basiert auf einer Anzahl (mindestens 24) von Satelliten, die ständig ihre Position auf der Umlaufbahn und die Uhrzeit aussenden. Aus den Laufzeiten der GPS-Signale lassen sich im GPS-Empfänger (Navigationsgerät) die Position und Geschwindigkeit berechnen.

Grundverschlüsselung

Bei einer Grundverschlüsselung werden auch Free-TV Programme verschlüsselt, aber im Unterschied zu Pay-TV im Empfangsgerät automatisch entschlüsselt (jedes Gerät muss dann natürlich über ein passendes Entschlüsselungssystem verfügen. Grundverschlüsselung kann beispielsweise gegen unberechtigtes Schwarzsehen eingesetzt werden.

GSM

(Global System for Mobile Communication).
Siehe Mobiltelefon-Systeme.

Guide Plus+

System für die automatische Aufzeichnung von Fernsehprogrammen. Guide Plus+ empfängt Programminformationen über den Antennenanschluss des Recorders und stellt sie auf dem Bildschirm als eine Art Programmzeitschrift dar. Per Fernbedienung wird darin das gewünsche Programm "angeklickt" und später automatisch aufgezeichnet. Voraussetzung: Der Videorecorder enthält die entsprechende Technik. Informationen, welche TV-Sender in welchen Ländern Guide Plus+ anbieten, unter http://www.europe.guideplus.com.

H

H.264/AVC

(bzw. MPEG-4/AVC).
Das für hochauflösendes Fernsehen (HDTV) in Europa favorisierte Codierverfahren sorgt für Datenreduktion. Würde es wie bisher mit MPEG-2-codiert, beanspruchte HDTV etwa 22 Mbit/s (Millionen bit pro Sekunde) und damit viel Bandbreite auf der Übertragungsstrecke. Dank H.264/AVC kommt eine HDTV-Übertragung mit 8-12 Mbit/s aus. Das Verfahren wurde 2003 in der Arbeitgruppe JVT (Joint Video Team) - Moving Pictures Experts Group (MPEG), ISO/IEC und Video Coding Experts Group (VCEG) der ITU-T - verabschiedet.

HDD

(Hard Disc Drive).
Zu Deutsch: Festplatte. Dieses Speichermedium wird in der Unterhaltungselektronik auch zur Aufzeichnung digitaler Radio- und Fernsehsignale verwendet (Festplattenrecorder).

Halbleiter

Unter einem Halbleiter versteht man einen Festkörper (z.B. Silizium), dessen Leitfähigkeit sich durch das Einbringen ("Dotieren") von Fremdatomen steuern lässt. Bedeutung für die Mikroelektronik erlangen Halbleiter aber insbesondere dadurch, dass ihre Leitfähigkeit auch durch Anlegen einer Steuerspannung oder eines Steuerstroms (wie z. B. beim Transistor) verändert werden kann.

Handy-TV

(Fachbegriff: "Mobil-TV").
Fernsehen mit dem Mobiltelefon. Grundsätzlich gibt es hierfür zwei Möglichkeiten: Übertragung des TV-Signals durch eine geeignete Mobilfunktechnologie (UMTS) oder über ein Rundfunk-Übertragungsverfahren (DVB-H, DVB-SH, DMB).

HAVi

(Home Audio Video interoperatibility).
Ziel des HAVi-Konsortiums ist die Entwicklung einer Heimnetz-Architektur für Anwendungen im "Intelligenten Heim". Laut HAVi-Spezifikation sind entsprechende Anwendungen imstande, HAVi-kompatible Geräte herstellerunabhängig zu erkennen und zu steuern. Zudem können sie einzelne Geräte innerhalb verschiedener Anlagen unabhängig von ihrer physischen Anordnung steuern. HAVi schließt Komponenten für den Nachrichten- und Ereignisaustausch über IEEE 1394-Netze, die Registrierung und Erkennung von Gerätefähigkeiten über das Netzwerk und das Management digitaler audiovisueller Ströme und Geräte mit ein. Zu den HAVi-Funktionen gehören auch ein Sicherheitssystem für den Schutz gegen (Computer-)Viren, eine Komponente, die Funktionen wie vorprogrammierbare (Audio/Video/Daten-)Aufzeichnung unterstützt, sowie Standard Programmier-Schnittstellen für die Steuerung von Gerätefunktionen.

HDCP

(HighBandwidth Digital Content Protection)
Kopierschutz für digitale Programminhalte hoher Bandbreite. Verwendet im Zusammenhang mit den digitalen Anschlüssen DVI (Digital Video Interface) und HDMI (High Definition Multimedia Interface).

HD DVD

(High Density DVD, ursprünglich: Advanced Optical Disc (AOD) genannt).
Optisches Speichermedium - ähnlich DVD, jedoch mit erheblich höherer Speicherkapazität. Dem HD DVD Konsortium gehören u. a. NEC, Toshiba, Intel, IBM und Time Warner an.

HDMI

(High Definition Multimedia Interface).
"Schnelle" Schnittstelle - Stecker, Kabel und Anschlussbuchse - für die Übertragung von digitalen Audio-, Video- und Datensignalen. HDMI beherrscht alle derzeit bekannten Bild- und Tonformate einschließlich HDTV ohne Qualitätsverlust. Die HDMI-Schnittstelle unterstützt den vom Gütesiegel HD ready geforderten Kopierschutz HDCP.

HDSL

(High data rate -DSL).
Übertragungsverfahren, das mit Puls-Code-Modulation über Kupferdoppeladern die Übertragung mit 1544 KBit/s (T1) oder mit 2048 KBit/s (E1) realisiert.

HD ready

("geeignet für HDTV").
Ein Gütesiegel, das Konsumenten Sicherheit beim Kauf von HDTV-fähigen Geräten gibt (vor allem Flachbildschirme, aber auch Camcorder und Abspielgeräte für die Blu-ray-Discs bzw. HD DVD). Als "HD ready" gilt ein Gerät, wenn es die HDTV-Standards 720p oder 1080i erfüllt, außer einer analogen auch eine digitale DVI- oder HDMI-Schnittstelle besitzt, die den Kopierschutz HDCP unterstützen. Weil Gerätekennzeichnungen wie HD ready nur sinnvoll sind, wenn sie europaweit eingeführt werden, wurden der Europäische Verband der CE-Industrie (EICTA), die europäische Rundfunk-Union (EBU) sowie europäische Rundfunkanstalten und Pay-TV-Anbieter in die Entwicklung eingebunden.

HDTV

(High Density TeleVision).
Hochauflösendes Fernsehen (mit beispielsweise in horizontaler und vertikaler Richtung verdoppelter Auflösung). Ein HDTV-Bild besteht - im Vergleich zum herkömmlichen PAL-Fernsehen - aus bis zu fünfmal so vielen Bildpunkten (fünfmal höhere Auflösung) und ist damit entsprechend schärfer. HDTV wird via Satellit, per Breitbandkabel ("Kabelfernsehen") und später auch über die Telefonleitung (siehe auch VDSL und IPTV) angeboten. Terrestrischer Ausstrahlung ist in Deutschland - einstweilen jedenfalls - nicht geplant. Wirtschaftliche Übertragung von HDTV erfordert die effizientesten Technologien. Daher wird das verbesserte Satelliten-Übertragungsverfahren DVB-S2 genutzt oder für die Übertragung im Kabel ein DVB-C Verfahren mit 256 QAM verwenden. Zunächst mit MPEG-2-codiert, beanspruchte HDTV etwa 22 Mbit/s (Millionen bit pro Sekunde). Diese Datenrate wird mit modifizierten Übertragungs- und effizienteren Datenreduktionsverfahren drastisch auf 8-12 Mbit/s gesenkt. Favorisiert werden DVB-S2 und eine Datenreduktion (Codierung) nach H.264 AVC. Entsprechend ausgestattete Fernsehempfänger sind rückwärtskompatibel, können also auch die heute existenten HDTV-Programmangebote - DVB-S mit MPEG2 codiert - empfangen. HDTV ist allerdings nicht nur für das Fernsehen von Bedeutung. Es gibt auch Camcorder und optische Speicher (Blu-ray Dics oder HD DVD), die als HDTV-Quelle nutzbar sind.

High End

Geräte und Anlagen der Konsumelektronik für höchste (HiFi-)Ansprüche.

Home-Cinema

(auch "Home Theatre" genannt).
Das "Heimkino" gehört zu den großen Trends der digitalen Unterhaltungselektronik. Das Concerto grosso oder der Kinoabend zu Hause sind Erlebnisse, die sich jeden Tag wiederholen lassen. Zum Heimkino-Genuss gehört das große Bild im breiten 16:9-Breitbildformat. Besonders aktuell sind Geräte mit LCD- oder Plasma-Bildschirm. Noch größere Bilder liefert auch ein Frontal-Projektor ("Beamer"), der die Bilder auf eine Leinwand wirft wie ein Projektor im Kino. Den passenden Sound liefern Surround-Systeme, die digitalen Ton aus fünf, sechs und neuerdings sogar sieben Kanälen bieten.

Home-Banking

Zu Hause Bankgeschäfte "online" durchführen: Rund um die Uhr kann man so beispielsweise den eigenen Kontostand abfragen oder Überweisungen vornehmen.

Home-Shopping

Zu Hause "online" einkaufen, in Katalogen "blättern", Produkte verschiedener Anbieter am Bildschirm vergleichen und anschließend per Mausklick oder Telefon bestellen.

HSCSD

(High Speed Circuit Switched Data).
Siehe Mobiltelefon-Systeme.

HiperLAN

(High Performance Radio Local Area Network, High Performance Radio Mobility in LANs).
Europäischer ETSI-Standard für drahtlose lokale Netze. Von der Annahme ausgehend, dass drahtlose LANs ("WirelessLAN") die drahtgebundenen LANs erweitern oder z.T. ersetzen werden, orientiert sich die HiperLAN-Spezifikation an bestehenden LAN-Hierarchien. Ein ähnlicher Standard (IEEE 802.11) wurde auch in den USA spezifiziert.
HiperLAN Type 1 spezifiziert ein drahtloses Ethernet mit Datenraten von ca. 20Mbit/s im 5-GHz-Frequenzbereich.
HiperLAN Type 2 ist ein europäischer Standard für breitbandige Funk-Kommunikation mit kurzer Reichweite (bis etwa 100 Meter). Die Ausgangsleistung beträgt bis zu 1 Watt. Es werden Datenraten bis etwa 20 Mbit/s erreicht. Das System arbeitet auf Frequenzen im 5-GHz-Bereich. Typische Anwendungsszenarien: Drahtlose Kommunikation innerhalb von Firmengebäuden ("Business Environment") und drahtlose Vernetzung von Geräten der Unterhaltungselektronik bzw. Computern und Peripheriegeräten in Privathaushalten ("Home Environment") zur Übertragung von Multimedia-Anwendungen (Audio, Video; Schrift, Daten).
HiperLAN unterstützt die Übertragung von Datenpaketen über mehrere Stationen hinweg sowie die Übertragung sowohl von zeitkritischen als auch von asynchronen, zeitunkritischen Datenpaketen. HiperLAN kompatible Geräte werden im Frequenzbereich von 5,15 GHz bis 5,3 GHz betrieben. Künftig soll auch der Trägerfrequenzbereich zwischen 17,1 GHz und 17,3 GHz benutzt werden.

HTML

(Hypertext Markup Language).
Programmiersprache zur Herstellung von Internetseiten.

Hyperband

Im Breitband-Kommunikations-Netz ("Kabel-Fernsehen") für die Verteilung von Fernsehprogrammen genutzter Frequenzbereich (300 - 470 MHz). Steht für die Einführung neuer Übertragungsdienste zur Verfügung und soll vorzugsweise für digitale TV-Übertragungen nach DVB-C eingesetzt werden.

I

IC

(Integrated Circuit).
Komplexer elektronischer Schaltkreis, bei dem viele tausend (Transistor- und Dioden-) Funktionen auf einem Halbleiter-Chip zusammengefasst sind. Der Trend geht zu immer höheren Integrationsgraden bei immer kleineren Strukturen im Submikronbereich.

IDR

(Initiative Digitaler Rundfunk).
Im Rahmen der vom Bundeswirtschaftsministerium moderierten IDR hatten Experten aus Politik, Wissenschaft, Sendeanstalten und Industrie die Szenarien zum digitalen Hörfunk und Fernsehen erarbeitet. Die Bundesrepublik Deutschland hält dabei Schritt mit einer Entwicklung, die inzwischen weltweit eingeleitet oder angekündigt wurde. Verbraucherschutz und die Sicherstellung des Anspruchs auf Information spielten bei den Beratungen der IDR eine wichtige Rolle. Der Übergang zum digitalen Radio und Fernsehen wird nicht nur konsequent, sondern auch "sanft" erfolgen. Bei Kabel und Satellit, über die mehr als 90 Prozent der Fernsehteilnehmer ihre Programme empfangen, gibt es ausreichend technische Möglichkeiten zu einer parallelen Versorgung (alte analoge und neue digitale Technik gleichzeitig). Beim terrestrischen Empfang, der langfristig vor allem für portable und mobile Radio- und Fernsehdienste genutzt werden wird, sind regional Kompromisse erforderlich, weil wegen Frequenzmangels nicht beliebig lange jedes gewohnte Programm in der gewohnten Qualität nach alter und neuer Sendenorm empfangbar ist. Die Übergangsperiode dauert bei Kabel und Satellit so lange wie erforderlich, beim terrestrischen Fernsehen bis 2010 und beim terrestrischen Radio bis 2015. Neben Settop-Boxen für Fernseher werden auch Einsteckkarten und Zusatzgeräte angeboten, die den Computer zum Digital-TV-Empfänger erweitern. Die - inzwischen erweiterten - Aufgaben der IDR werden seit 2006 im Forum Digitale Medien (FDM) wahrgenommen.

IEEE

(Institute of Electrical and Electronics Engineers).
Das IEEE (englisch gesprichen "i triple e") organisiert Fachtagungen und bildet Gremien für die Normung von Technologien, Hardware und Software. Das IEEE ist mit mehr als 360.000 Mitgliedern in 175 Ländern (Stand Ende 2005) der weltweit größte technische Berufsverband.

IEEE 1394

IEEE-Standard für Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in einem lokalen Kabelnetz (Local Area Network, LAN). Dieser Standard wird auch für Heimnetze (HAVi) verwendet. Je nach Ausführung beträgt die Datenrate 100, 200, 400 oder Mbit/s. Die ursprünglich von Apple entwickelte P-1394-Bus-Technik wurde 1995 als IEEE 1394/1995 - auch "Firewire" genannt - zum Industriestandard. 1997 führte Sony sein "i.Link"-Logo zur Kennzeichnung standardisierter IEEE-1394-Schnittstellen ein.

IEEE 802.11

Familie von Standards für lokale Funknetze (WirelessLan). Der am weitesten verbreitete Standard IEEE 802.11b verwendet eine Datenrate von 11 Mbit/s und arbeitet im 2,4-GHz-ISM - Frequenzbereich, um kabellos verschiedene Geräte miteinander zu verbinden.. Zwei weitere gebräuchliche Standards sind IEEE 802.11a (Datenrate 54 Mbit/s im 5 GHz-Bereich und 802.11g (Datenrate 54 Mbit/s im 2,4-GHz-Bereich).

IFA Convention

Die IFA Convention - Common Life Technologies, ein Veranstaltungsformat der IFA thematisiert die aktuellen Fragen zu Digital Lifestyle und Electronic Entertainment und fokussiert konsequent auf künftige Entwicklungen in ihrer Relevanz für heute und morgen.

IP-Datacast

Im Rahmen des internationalen DVB (Digital Video Broadcasting) Projekts wird an der Entwicklung von Technologien für so genannte hybride Netzwerke gearbeitet. IP Datacast (IP = Internet Protokoll) über DVB-H beinhaltet daher auch die Option, einen Mobilfunkkanal einzubeziehen. Es ermöglicht so die portable Nutzung völlig neuer Dienste, die weder Mobilfunksysteme wie UMTS noch digitale Rundfunknetze wie DVB-H alleine bieten könnten.

iMode

iMode ist ein in Japan mit großem Erfolg eingeführtes System, das Internet-Inhalte auf das Display spezieller Mobiltelefone bringt. iMode verwendet die Programmiersprache cHTML (Compact HTML), die eine Teilmenge des für die Programmierung von Internet-Seiten verwendeten HTML bildet. Dieser nahen Verwandschaft wegen, können iMode-Seiten auch auf dem PC-Monitor mit Hilfe der bekannten Browser (Internet Explorer, Netscape u.ä.) dargestellt werden (www.eu-japan.com). iMode eignet sich für die Darstellung von Schrift und - gelegentlich animierten - Bildern, aufgrund der relativ geringen Datenrate von 9600 Bit pro Sekunde jedoch nicht für Filme oder Videos. In Japan hat das von dem dort führenden Mobilnetzbetreiber NTT DoCoMo entwickelte iMode inzwischen weit über 16 Millionen Teilnehmer. In Europa hat E-Plus ein iMode-Konzept auf der Basis von GPRS (Mobiltelefon-Systeme) eingeführt.

Indoor-Versorgung

Hauptproblem im Mobilfunk: Im Inneren von Gebäuden wird das Funkfeld mehr oder weniger abgeschirmt, so dass der Empfang beeinträchtigt werden kann. Das versucht man - etwa durch entsprechend hohe Sendeleistungen - auszugleichen.

Informationsgesellschaft

Bereits 1948 von Norbert Wiener, einem amerikanische Wissenschaftler, vorhergesagt, ist der Begriff "Informationsgesellschaft" schon lange, wenn auch in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet worden. In den 1960er Jahren wurde damit der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft charakterisiert. Etwa 10 Jahre später sprach man von der Postindustriellen Gesellschaft. Gemeint ist, dass immer mehr Menschen - vor allem auch am Computer - mit der Beschaffung, Bearbeitung und Vermittlung von Information beschäftigt sind. Der Wissenschaftstheoretiker Helmut F. Spinner bezeichnet die Informationsgesellschaft als Vorstufe der Wissensgesellschaft.

Initiative Digitaler Rundfunk

siehe IDR.

interaktiv

Bezeichnet die Möglichkeit, über einen Rückkanal in einen Ablauf (im Programm, Datenfluss etc.) einzugreifen. Man spricht auch von "dialogorientierten" Angeboten bzw. Anwendungen, zu denen beispielsweise spezielle Fernseh-Programmformate, aber auch Home-Shopping gehören.

interleaving

"Verschachtelung": Bytes aus einer definierten Anzahl von aufeinander folgenden Datenpaketen werden vor der Übertragung in einen Speicher ein- und anschließend so ausgelesen, dass jetzt die aufeinander folgenden Bytes aus verschiedenen Datenpaketen stammen. Durch diese Verschachtelung, die im Empfänger sinngemäß rückgängig gemacht wird, werden Übertragungsfehler, die einen längeren Abschnitt des Datenstroms zerstört haben, in leichter korrigierbare Einzelfehler zerlegt.

Interface

(deutsch: Schnittstelle).
Es gibt Software-Schnittstellen (API) zwischen gemeinsam arbeitenden Programmen und Hardware-Schnittstellen in Form von - meistens genormten - Anschlussbuchsen bzw. Steckern. Beispiele: Die parallele und die serielle Schnittstelle an Computern und Settop-Boxen.

Internet

Weltweiter Verbund von Datennetzen. Zunächst für ausschließlich militärische Nutzung vorgesehen, dann zunehmend von Universitäten und Instituten zum (Daten-)Austausch von Forschungsergebnissen verwendet. Heute bieten Online-Dienste und Service-Provider praktisch jedermann den Zugang zum Internet an.

Internet Protokoll TeleVision

Fernsehen über Internet (siehe IPTV).

Internetradio

Der Begriff Internetradio (auch Webradio genannt) bezeichnet sowohl die im Internet angebotenen Hörfunksendungen als auch die dazu geeigneten Empfangsgeräte (sofern nicht ein Computer verwendet wird). Die Übertragung erfolgt meistens als Streaming Audio, einer Variante von Streaming Media.

Intranet

Ein Datennetz, das Internet-Technologie verwendet, aber nicht öffentlich, sondern - etwa innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation - nur internen Benutzern zugänglich ist. Ein so genanntes "Extranet" bezieht darüber hinaus bestimmte externe Benutzer - etwa wichtige Kunden - in das Datennetz ein.

INTELSAT

(International Telecommunication Satellite Organisation).
Diese internationale Telekommunikations-Organisation plant und betreibt weltweit Fernmeldenetze: Vor allem für Satelliten-Funkdienste zwischen den Kontinenten. INTELSAT legt auch die technischen Spezifikationen für Erdfunkstellen in den Mitgliedsstaaten fest.

IP

Internet-Protokoll

IPTV

(Internet Protokoll TeleVision).
IPTV ist Fernsehen auf Basis des Internet-Protokolls (IP). IPTV ist also Internet-Fernsehen, d.h. die TV-Programme kommen über den Internet-Anschluss zum Zuschauer. Damit ist über den Telefonanschluss neben Internet-Zugang und Telefonie auch Fernsehen möglich (Triple Play). Oft wird auch eine Technologie aus dem Bereich Streaming Media als IPTV bezeichnet. Doch IPTV ist nicht das kleine Fensterchen für schlecht aufgelöste Bilder auf dem PC-Monitor, IPTV ist vielmehr für das Fernsehgerät bestimmt: Live-TV über Multicast, Unicast für On-demand-Dienste. Für IPTV sprechen hohe Übertragungsqualität, schneller Kanalwechsel, die "Verträglichkeit" mit Heimnetzen. Von (Bitraten-)Verschwendung im weltweiten Netz kann nicht mehr die Rede sein. Neue Methoden der Videocodierung (z.B. MPEG4/H.264-AVC) ermöglichen TV in Standard-Qualität bei Datenraten von um die 2 Mbit/s. Mit Hilfe der VDSL-Übertragung wird sogar HDTV via IPTV möglich. Fernsehen via Internet ist nicht unbedingt IPTV. - Zitat aus TV-Zukunft: "In vieler Hinsicht mischen sich die Regeln des Fernsehens mit den Regeln des Internets. Alle Daten- und alle Rundfunknetze könnten in Zukunft das Internet Protokoll (IP) als technische Basis verwenden. Unter Experten steht "IP-TV" heute für zwei unterschiedliche Entwicklungen: Entweder Fernsehen über das offene Internet. Oder Fernsehen wie im Kabel, aber über die Telefonleitung. Dahinter stehen prinzipiell ähnliche Techniken. Das offene Netz bietet Zugang über jeden Internet-Anschluss, die entsprechenden Internet-Plattformen sind unabhängig vom Netzzugang, die Inhalte kommen von klassischen Programmanbietern und/oder anarchisch aus dem Netz. Zum geschützten Teil des Netzes aber gibt es über spezielle Settop Boxen den Zugang nur gebührenpflichtig für Netz-Kunden einer bestimmten Telekom (wie bei T-Home) oder eines anderen Anbieters, allerdings Zugang auf möglichst viele und exklusive Inhalte." IPTV wird in mehreren europäischen Ländern, auch in Deutschland, zunächt in Großstädten und Ballungszentren angeboten.

IRD

(Abkürzung für "Integrated Receiver Decoder").
Im internationalen Sprachgebrauch verwendeter Fachbegriff für eine Settop-Box mit eingebautem Empfangsteil und Decoder für Digitales Fernsehen.

ISDN

(Integrated Services Digital Network = Dienste integrierendes digitales Netz).
ISDN integriert Telekommunikationsdienste wie Telefon, Fax oder Datenkommunikation in einem Netz: Digitales Telekommunikationssystem für max. Datenraten von 128 kBit/s (durch Kanalbündelung von 2 B-Kanälen). Siehe auch Basisanschluss und B-Kanal.

ISM

(Industrial, Scientific, Medical).
Für industrielle, wissenschaftliche und medizinische Anwendungen reservierter, aber auch für drahtlose lokale Funknetze (Bluetooth, WirelessLan bzw. IEEE 802.11) genutzter Frequenzbereich (2,4 GHz bis 2,483 GHz).

J

JPEG

(Joint Photographic Expert Group).
JPEG ist ein Verfahren zur Datenreduktion von Bildern. JPEG-Bilddateien enthalten bist zu 15 mal weniger Daten, so dass sie "online" viel schneller übertragen werden können und weniger Speicherplatz im Computer, auf der Festplatte oder auf der Speicherkarte beanspruchen.

K

Ka-/Ku-Band

siehe Satelliten-Frequenzband.

Kanalbündelung

Zusammenfassung mehrerer B-Kanäle eines ISDN-Anschlusses zu einem virtuellen Kanal mit entsprechend höherer Datenrate.

KNX-Standard

Standard-Technologie für Heimnetze. KNX wurde 2002 als Nachfolger aus dem Zusammenschluss der drei Bussysteme Europäischer Installationsbus (EIB), BatiBUS und European Home Systems (EHS) konzipiert. Näheres unter http://www.knx.org/ .

Konvergenz

Der Begriff Konvergenz bedeutet "gegenseitige Annäherung", "Verschmelzung" oder "Übereinstimmung". Da sich beispielsweise Unterhaltungselektronik, Computertechnik und Telekommunikation wegen der gemeinsamen Digitaltechnik "gegenseitig angenähert" haben, spricht man auch hier von "Konvergenz". Typische Konvergenz-Geräte sind Settop-Boxen, die digitales Fernsehen empfangen, über ein eingebautes Modem aber auch Zugang zum Internet bieten. Oder Mobiltelefone, die zum Fotografieren, Radiohören, Wiedergeben von Musikdateien und für Videospiele genutzt oder tragbare Computer ("Laptops"), die zugleich TV-Programme empfangen und über ein eingebautes Mobiltelefon Verbindung mit externen Datennetzen aufnehmen können. Bei derartigen Konvergenzgeräten "steckt die Konvergenz im Produkt". Bei Konvergenz-Systemen - mehrere (dezentrale) Geräte tauschen Daten über ein Netzwerk aus.

L

LAN

(Local Area Network).
Lokales Netzwerk für den Datenaustausch. Bei drahtloser Übertragung als "WirelessLAN" bezeichnet. Die International Standards Organization (ISO) definiert LAN als ein lokales Netzwerk, das sich innerhalb von Grundstücksgrenzen unter rechtlicher Kontrolle des Benutzers befindet.

LCD

(Liquid Cristal Display).
Technologie für flache Anzeigen, Bildschirme oder Fernsehprojektoren auf der Basis von so genannten Flüssig-Kristallen.

LED

Light Emitting Diode. Zu deutsch: Leuchtdiode (wird gern als Strom sparende Leuchtanzeige verwendet).

LNB

(Low Noise Block Converter).
Der LNB wird im Brennpunkt der Sat-Antenne ("Schüssel") montiert, um die empfangenen Satellitensignale zu verstärken, in einen niedrigeren Frequenzbereich zu konvertieren und dann an den Empfänger (z.B. Settop-Box) zu übermitteln.

M

Mailbox

Elektronischer Anrufbeantworter, der von Netzbetreibern als Mehrwertdienst angeboten wird (im Mobilfunk auch oft als Mobilbox bezeichnet). Wenn der Angerufene gerade telefoniert, nicht erreichbar ist oder sein Telefon ausgeschaltet hat, kann der Anrufer ihm eine gesprochene Nachricht auf dem Zentralcomputer des Netzbetreibers hinterlassen.

MAZ

(Magnetband-AufZeichnung).
Derzeit noch wichtigstes Speicherverfahren in der Fernsehstudio-Technik (eine Sendung wird "gemazt").

MD

(Mini Disk).
(Ton-)Datenträger im Disketten-Format, speichert bis zu 80 Minuten Musik. Der Klang erreicht fast CD-Qualität.

MD Recorder

Gerät zum Bespielen (und Wiedergeben) von Mini Disks (MD).

Media FLO

(Media Forward Link Only).
Speziell für CDMA-Netze (in den USA) entwickelter Standard zur Übertragung von multimedialen Inhalten an mobile Empfangsgeräte.

Mediathek

Digitale Archive, in denen Inhalte aus unterschiedlichen Medien gesammelt, dokumentiert und Interessenten zugänglich gemacht werden. Beispiel: In der ZDF-Mediathek werden - auch "online first", also noch vor der Sendung im ZDF-Programm - alphabetisch und nach Themen geordnete angewählt werden (siehe auch Podcast).

medienpolitik@IFA

2005 eingeführte Roundtable-Veranstaltungen zur Diskussion medienpolitischer Themen auf der Internationalen Funkausstellung (IFA). An den jeweils 60-minütigen Veranstaltungen nehmen Experten aus Politik, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft teil. Thematisch geht es um regulatorische, rundfunk- und urheberechtliche Fragen sowie um technische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Konfigurierung der Empfangsgeräte von morgen.

Metainformationen

Daten, die Informationen über andere Daten enthalten bzw. Zusatzinformationen zu diesen Daten (die griechische Vorsilbe "meta" bedeuten so viel wie "mit"- oder "neben"-).

Memory-Effekt

Der Memory-Effekt kann bei Nickel-Cadmium- und bei Metall-Hybrid-Akkus auftreten, wenn sie vor einer vollständigen Entladung wieder aufgeladen werden. Der Akku verliert dadurch an Ladekapazität. Für entsprechende Akkus von Schnurlostelefonen oder Handys ist es, wenn sie immer erst dann an die Ladestation angeschlossen werden, wenn sie möglichst weit entladen sind. (Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus tritt übrigens kein Memory-Effekt mehr auf).

MHP

(Multimedia Home Platform).
Die MHP - ein Softwarepaket - ist die offene, allgemein zugängliche technische Lösung für alle neuartigen multimedialen Anwendungen und Dienste im Rahmen des DVB-Standards (Digitales Fernsehen). Die MHP verbindet die Welten von Rundfunk und Internet, von TV und Computer. Kurz: Ein einheitliches System für alle Dienste. Durch Einsatz dieser standardisierten, auf der Programmiersprache Java basierenden Softwareschnittstelle sollen künftig alle Dienste und Programmangebote auf jeder handelsüblichen Settop-Box genutzt werden können. Da die Schnittstelle sowohl allen Programm- und Diensteanbietern als auch allen Geräteherstellern zur Verfügung steht, hat die MHP den Weg frei gemacht zu Empfangsgeräten, die zu allen erdenklichen heutigen und zukünftigen Angeboten kompatibel sind. Das Softwarepaket der MHP wird in DVB-Empfängern sowie in Multimedia-PCs implementiert sein.

Mikrowellen

Frequenzen im Bereich oberhalb von 3 GHz (Gigahertz = Milliarden Hertz). Auch für die Verteilung von digitalen Fernsehdiensten einsetzbar und gelegentlich als "drahtloses Kabel" bezeichnet.

Mobile-TV

(auch Handy-TV oder MobilMultiMedia genannt).
Technik und Medium der mobilen Informationsgesellschaft entstehen aus der Konvergenz von digitalem Rundfunk und Mobilkommunikation. Dabei geht es einerseits darum, Hörfunk, Fernsehen und Internet jederzeit und überall - auch unterwegs "outdoor" und in Fahrzeugen - auf dem Mobiltelefon, dem DVB oder anderen mobilen Geräten technisch verfügbar zu machen. Andererseits geht es um einen Milliardenmarkt: Geräteindustrie, Programmanbieter, aber auch Mobilfunk-Betreiber, unabhängige Dienste-Anbieter sowie Plattform-Betreiber wetteifern seit 2006 um die beste Ausgangsposition im neuen Markt.

Mobiltelefon-Systeme

Bei GSM (Global System for Mobile Communication) werden jeder Übertragung von Gesprächen oder Daten einzelne Zeitschlitze zugeordnet, innerhalb der digitale Signale übertragen werden. Die Datenrate beträgt 9,6 kBit/s. Für die Verbindung kann immer nur ein Zeitschlitz in Anspruch genommen werden.
Dagegen können der Übertragung bei HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) nach Bedarf auch mehrere Zeitschlitze zugeordnet werden. Dadurch werden wesentlich höhere Datenraten möglich. Der Einsatz von HSCSD ist nach Angaben von Nokia - dort wurde das System ursprünglich entwickelt - auch in funktechnisch schwierigen Gegenden möglich, wo jedes einzelne Fehlerkorrekturbit benötigt wird. Ebenso wie GSM basiert HSCSD auf Leitungsvermittlung. Das bedeutet: Bei der Sprach- oder Datenübertragung wird jedem Teilnehmer eine "eigene" Leitung zugewiesen, die nur er für die Dauer der Verbindung nutzen kann. Diese Leitung ist selbst dann belegt, wenn der Teilnehmer im Moment eine Denkpause einlegt und dabei weder spricht noch Daten überträgt. So entstehen gewissermaßen "Leerzeiten".
GPRS (General Packet Radio Service) - kann solche "Leerzeiten" nutzen: Anstatt permanent eine Leitung zu belegen, werden die Daten Paketweise übertragen. Wenn ein Zeitschlitz gerade nicht genutzt wird, kommt ein (Daten-)Paket in diesen Zeitschlitz. Mit Recht spricht man anstelle der Leitungs- von einer Paketvermittlung. Sie lässt eine bessere Nutzung der Übertragungsbandbreite zu. Man spricht von 38,6 kBit/s und von theoretischen 114 kBit/s, die irgendwann mal erreicht werden könnten. Das Verfahren setzt voraus, dass jedes Paket nach einer bestimmten Datenstruktur "gepackt" sein muss, die mindestens zwei Adressen erhält: Je eine, auf der steht, von wem das Paket abgeschickt wurde und an wen es geschickt werden soll. GPRS integriert das Internet Protokoll (IP) in GSM-Netze. Die hauptsächliche Anwendung von GPRS sehen Insider daher in der Nutzung von Internet-Diensten. Hier werden im Downstream (zum Empfänger hin) große Datenraten erforderlich, während die Anforderung der Information (Übertragung einer simplen Web-Adresse) nur wenige Daten im Upstream beansprucht. Derart asymmetrische Übertragungen kommen den Möglichkeiten von GPRS entgegen.
EDGE (Enhanced Data rates for GSM Evolution) EDGE kombiniert ein spezielles Modulationsverfahren und die Bündelung von bis zu acht GSM-Kanälen. Im Ergebnis steht eine Datenrate von 384 kbit/s zur Verfügung.
UMTS (Universal Mobile Telephone System) - Dieser "gemeinsame Nachfolger" zahlreicher Mobilfunksysteme verfügt über technische Merkmale, die den Begriff "Universal" rechtfertigen. UMTS kann - für Sprach- und Videodienste - leitungsvermittelt, aber auch - für Datendienste - paketorientiert eingesetzt werden. Da UMTS die Art der Information (Sprache oder Daten) automatisch erkennt, wird die Datenrate ebenso automatisch den momentanen Erfordernissen angepasst. Theoretisch kann UMTS unter optimalen Bedingungen und immer dann, wenn sich der Empfänger allenfalls langsam bewegt, die optimale Datenrate von 2 Mbit/s zur Verfügung stellen. Vor allem bei höheren Geschwindigkeiten in Fahrzeugen - speziell in städtischen Umgebungen mit ungünstigen Ausbreitungsbedingungen für Funkwellen - sieht der von ETSI verabschiedete Standard eine Datenrate von mindestens 384 kbit/s vor (was immer noch anspruchsvolle e-Commerce- oder Multimedia-Anwendungen ermöglicht und selbst bei professionellen Videokonferenzsystemen einem hohen Qualitätsstandard entspricht).

Modem

(Abgekürzt aus Modulator/Demodulator).
Gerät zum Anschluss eines Computers an das Telefonnetz zur Datenübertragung (Faxen, Surfen im Internet etc.).

Moores Gesetz

These des Mitbegründers des Unternehmens INTEL, nach der sich die Leistungsfähigkeit bzw. Kapazität von Halbleiterchips alle 12-24 Monate verdoppelt.

MMS

(Multimedia Messaging Services).
Der MMS ermöglicht den Versand von Bildern, Tönen und Texten mit einem Mobiltelefon. Anders als bei der SMS ist die Nachrichtenlänge einer MMS nicht begrenzt. Auch kurze Videosequenzen können als MMS verschickt werden.

MPEG

(Motion Picture Experts Group).
Eine gemeinsame Arbeitsgruppe - Working Group 11 (WG11), auch Internationales MPEG-Laboratorium genannt - der Internationalen Standardisierungs-Organisation (ISO) und der International Electrotechnical Commission (IEC). MPEG wurde 1988 von über hundert Unternehmen gegründet, um Vorschläge und Standards in besonderen Expertengruppen (Requirement- oder System-Groups) zu diskutieren und zu erarbeiten. Beispiele:
MPEG-2 ist ein Standard zur Datenreduktion von Fernsehsignalen und findet weltweit Anwendung.
MPEG-4 ist eine Weiterentwicklung von MPEG-2 mit noch höherer Datenkompression. MPEG-4 ist eine Weiterentwicklung von MPEG-2 mit noch höherer Datenreduktion. MPEG-4/AVC ist auch unter der Bezeichnung H.264/AVC bekannt. MPEG-4 ist u.a. für DVB-H sowie für künftige HDTV-Übertragungen vorgesehen.

MPEG-7

Im Gegensatz zu anderen MPEG-Standards dient MPEG-7 nicht der Datenreduktion. sondern zur Beschreibung von multimedialen Daten durch Metainformationen. Hierzu zählen beispielsweise die Organisation, die Struktur oder die Beschreibung von Inhalten, die in multimedialen Archiven oder im Rundfunk verwendet werden. MPEG-7 macht Inhalte in solchen Archiven leichter und schneller auffindbar. MPEG-7 wurde im Jahr 2002 als ISO-Standard definiert.

MP3

Von der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) entwickeltes Verfahren, das die Daten in digitalen Audiosignalen derart reduziert, dass sie wirtschaftlich gespeichert und in zeitlich akzeptablem Rahmen per E-Mail versandt oder aus dem Internet heruntergeladen werden können. Die Datenreduktion - wenn man so will: die erzielbare "Ersparnis" an Daten - liegt in der Größenordnung von bis zu 1:20. Berispiel: Die ursprünglich 35 MB (Millionen Byte) umfassende Datei eines etwa dreieinhalb Minuten langen Musiktitels kommt nach der MP3-Datenreduktion mit etwa 1,5 MB aus (Datenreduktion).

MP3-Player

MP3-Player speichern MP3-codierte Musikstücke in Speicherchips und geben sie über Lautsprecher, Kopfhörer oder eine angeschlossene HiFi-Anlage wieder . Abgespielen lassen sich MP3-Dateien auch über speziell ausgestattete CD-Player oder mit Hilfe von Computerprogramme (Beispiele: Realjukebox, Musicmatch oder Winamp).

Multimedia

(wörtlich: "viele Medien"). Der Begriff kennzeichnet, dass mehrere Medien (z.B. Sprache, Musik, Bewegtbild, Grafik oder Text) gleichzeitig verwendet werden ("multimediale Darstellung").

Multimedia Home Platform

MHP.

MUSICAM

(Masking pattern adapted universal subband integrated coding and multiplexing).
Entspricht MPEG1 Audio, Layer II: Reduziert die Datenrate von Audiosignalen von 1,411 Mbit/s (wie bei der Audio-CD verwendet) auf 192 kbit/s.

N

Abkürzung für Navigationsgerät

Software in einer Settop-Box oder einem Fernsehgerät mit integriertem Empfangsteil für digitales Fernsehen. Der Navigator stellt eine Benutzeroberfläche ("Menü") auf dem Bildschirm zur Verfügung, mit der man einfach zu den verschiedenen Programmangeboten hin "navigieren" kann. Der Navigator soll ein neutrales und diskriminierungsfreies - also keinen Programmanbieter bevorzugendes oder benachteiligendes Steuerungssystem in digitalen Empfangsgeräten sein. Er zeigt ein Inhaltsverzeichnis aller empfangenen Bouquet bzw. Dienste und bietet den Zugang hierzu an. Fachleute sprechen auch vom Basisnavigator: Der Basisnavigator ist eine fest eingebaute Funktion des Empfangsgerätes. Er erscheint nach dem Einschalten auf dem Bildschirm und zeigt die jeweils verfügbaren Fernsehdienste. Die dafür notwendigen Daten werden aus den Programm begleitenden Serviceinformationen (SI) gewonnen, die fester Bestandteil des digitalen Datenstroms sind, der auch die zum Programm gehörenden Audio- und Videosignale enthält. Hat der Benutzer im Basisnavigator - per Fernbedienung - das gewünschte Programmpaket ausgewählt, erscheint auf dem Bildschirm der EPG Electronic Program Guide, eine Art elektronischer Programmzeitung des jeweiligen Anbieters bzw. Senders. (Aus einer Veröffentlichung des Fachverbands Consumer Electronics).

Gerät, das in der Lage ist, GPS-Signale zu empfangen, daraus eine Positionsbestimmung abzuleiten und zu einem ausgewähltem geografischen Ziel zu führen. Dazu wird außer dem GPS-Empfänger ein System in das Navigationsgerät intgriert, das die empfangenen Daten in digitale Karten so überträgt, dass die Umgebung grafisch auf einem Bildschirm dargestellt wird. Zudem berechnet das Navigationsgerät eine Zielführung ("Routing"), also den (direktesten oder schnellsten) Weg zum Ziel und gibt dem Fahrer akustische und optische Anweisungen. Es gibt zahlreiche Bauformen für Navigationsgeräte: Fest ab Werk oder nachträglich ins Auto eingebaut, in ein Autoradio integriert, kombiniert mit Verkehrsfunk- oder digitalen TV-Empfängern, im PDA oder im Mobiltelefon.

Newsgroups

"Pinnwände" des Internet. Die öffentlichen Informations- und Diskussionsforen bestehen aus zigtausenden, nach Themen geordneten, Bereichen. Jeder Teilnehmer kann die Beiträge lesen und eigene hinzufügen.

Newsletter

Von Unternehmen und Institutionen als E-Mail herausgegebener Informationsdienst E-Mail. Typisches Beispiel sind der IFA Newsletter, der über die IFA WebSite www.ifa-berlin.de kostenlos bestellt werden können. Um einen Newsletter zu abonnieren oder abzubestellen, trägt man seine E-Mail-Adresse in die Mailing-Liste (elektronischer Verteiler) des Anbieters ein.

NICAM

In verschiedenen Ländern verwendetes Übertragungsverfahren für zwei digitale Tonsignale (Stereo oder zweisprachig) beim analogen Fernsehen.

Non Linear Editing

Der Begriff 'Non-Linear-Editing (NLE)' erklärt sich aus der Art der Zugriffsmöglichkeit auf eine bestimmte Stelle einer digitalen Audio/Video-Aufzeichnung bei einer Festplatte oder einer DVD. Während beim Magnetband bestimmte Informationen erst durch 'lineare' Bewegungen des Bandes (Vor- und Rückspulen) zugänglich sind, kann bei einer Scheibe 'non linear' auf jede gespeicherte Information zugegriffen werden. Der Unterschied liegt also vor allem im Zeitaufwand für das Umspulen der Bänder, der Vorteil von NLE in einer Vereinfachung und Beschleunigung der Arbeitsabläufe am Schnittplatz. Praktisch alle Schnittsysteme auf PCs basieren auf NLE.

Notebook

Computer für die mobile Nutzung (die Bauhöhe moderner Geräte entspricht oft nur der einer Zigarettenschachtel).

NTSC

(National Television System Committee).
US-amerikanischer (auch in Japan verwendeter) Fernsehstandard mit 60 Hz Bildwechselfrequenz und einem Bildseitenverhältnis von 4:3 bei einer Auflösung von 767 x 575 Bildpunkten.

O

Organizer

(auch Personal Information Manager PIM genannt).
Kleincomputer im Taschenrechnerformat. Speziell für die Verwaltung von Adressen, Terminen, To-Do-Listen und Kurznotizen verwendbar.

OCR

(Optical Character Recognition), Scanner.

OSD

(On Screen Display = "Bildschirmanzeige bzw. -einblendung").
Bildschirmmenü zur Bedienerführung bzw. zur Bedienungsvereinfachung.

P

Palmtop

Kompletter PC mit Eingabe-Tastatur, der etwa die Größe einer Handfläche (englisch "palm") hat und damit noch deutlich kleiner als ein Notebook ist.

PALplus

Seit 1994 verwendetes - zum PAL-Standard abwärtskompatibles - System zur analogen Übertragung von Fernsehprogrammen im Breitbild-Format Seitenverhältnis 16:9). PALplus entstand innerhalb eines aus Industrieunternehmen, Sendeanstalten und Forschungsinstituten bestehenden Konsortiums, dessen Aktivitäten und Entwicklungsarbeiten vom Zweiten Deutschen Fernsehen koordiniert wurden. Auf herkömmlichen Bildschirmen (Seitenverhältnis 4:3) werden PALplus-Sendungen im sogenannten "Letterbox-Format" mit schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand wiedergegeben.

Pay-TV

("Abonnements-Fernsehen").
Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern, wie z.B. ARD und ZDF, die sich größtenteils durch Rundfunkgebühren finanzieren und den privaten Sendern, wie z.B. SAT1 und PRO7 mit ihren Werbeeinnahmen, gibt es auch noch das Pay-TV: Fernsehprogramme gegen Bezahlung. Nur gegen Zahlung der vom Programmanbieter (quasi als "Eintrittskarte") festgelegten Gebühr können Bild und Ton unverschlüsselt, also erkennbar und verständlich wiedergegeben werden: Verschlüsselung. Der Zuschauer bezahlt entweder eine monatliche Gebühr an den Sender und hat dafür die Möglichkeit, beispielsweise Filme oder exklusive Sportereignisse ohne Werbeunterbrechung zu sehen (Pay-per-Channel). Oder er nutzt ein Verfahren (Pay-per-View), bei dem nur für einzelne, tatsächlich gesehene Sendungen bezahlt wird.

Pay-Per-View

Der Zuschauer bezahlt nur für die Filme und Fernsehsendungen, die er sich wirklich anschaut. Voraussetzung ist derzeit ein Abonnement bei einem Sender, der diese Möglichkeit tatsächlich anbietet, Pay-TV.

PCMCIA

(Personal Computer Memory Card Industry Association).
Ursprünglich für die Speicherkartenerweiterung von Laptops vorgesehene Schnittstelle, die heute universell - beispielsweise auch für miniaturisierte Modems oder Descrambling Systeme beim Digitalen Fernsehen - verwendet wird.

PDA

(Personal Digital Assistent).
Handlicher Miniatur-Computer, bei dem Eingaben nicht über eine Tastatur, sondern auf dem Display mit Hilfe eines speziellen Stiftes erfolgen. Typischer Weise für die Verwaltung von Adressen, Terminen, To-Do-Listen und Kurznotizen, aber auch für Internet-, eMail- andere Interaktive Anwendungen, wobei die Kommunikation über ein Mobiltelefon erfolgt (Verbindung zum PDA über Kabel oder Infrarot-Signale).

PIM

(Personal Information Manager), Organizer, PDA.

PIN

(Personal Identification Number = persönliche Identifikations- bzw. Erkennungsnummer).

PIP

(Picture In Picture = "Bild im Bild") Innerhalb eines (Fernseh-)Bildes eingeblendetes Zusatzbild. Wird beispielsweise verwendet, um gleichzeitig ein anderes Programm oder das Bild aus einer Überwachungskamera mitverfolgen zu können.

Plasma-Bildschirm

Technologie für flache Fernsehbildschirme. Plasmabildschirme bestehen aus zwei parallel angeordneten Glasscheiben, zwischen denen sich ein Edelgas befindet. Auf den Innenscheiben sind horizontale und vertikale Elektroden angebracht. Wird an diese Elektroden eine elektrische Spannung angelegt, bildet sich zwischen ihnen eine Gasentladung ("Plasmazustand"). Über das, aus dem Plasma ausgestrahlte ultra-violette Licht, werden Phosphore zum Leuchten angeregt. Durch Verwendung unterschiedlicher Phosphorfarben wird das Farbbild erzeugt. Der Plasma-Bildschirm ist völlig flach und eine absolut verzerrungs- und flimmerfreie Bildwiedergabe Trotz größerer Dimensionen des sichtbaren Bildes benötigen Plasma-Bildschirme weniger Tiefe als herkömmlicher Fernsehgeräte mit Bildröhren.

Play-Out-Center

Im Play-Out-Center werden die digitale Codierung, die Bündelung (zu Programm-Bouquets) und die Ausstrahlung der Programme und Dienste eines Senders örtlich und technisch konzentriert.

Podcasting

(Internet-basierter Rundfunk).
Podcasting meint das Produzieren und Anbieten von Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet. Bei der Entstehung des Wortes "Podcast" standen der tragbarer Digital Audio Player "iPod" von Apple und der Begriff "Broadcasting" Pate. 2004 wurde "Podcast" durch die Zusammenziehung von "iPod" und "Broadcast" geprägt. Apple, heißt es, hat auch dem Podcasting "durch die Integration in die bereits verbreitete Software iTunes Zugang zu einem großen Publikum verschafft." Um beispielsweise einen Audio-Podcast im MP3-Format anzubieten, braucht man kaum mehr als einen PC mit geeigneter Soundkarte, ein Mikrofon, einen Internetzugang sowie Speicherplatz auf einem Server (so genannten Webspace). Es gibt sogar Webspace, der speziell für Podcaster ausgelegt und angeboten wird (so genannten Podspace). Zur Bearbeitung ("Schnitt") und zur leichten Handhabung gibt es preiswerte Software. Anders als bei einem traditionellen Hörfunksender sind also keine kostspieligen Anschaffungen erforderlich. Es werden auch (noch) keine Gebühren wie bei Webradios fällig. Der einzige direkte Vergleich mit Rundfunksendern ergibt sich aus der Notwendigkeit, alle Urheberrechte an den Medieninhalten zu beachten. Weltweit gibt es neben zum Teil sehr guten privaten Podcasts auch professionelle Angebote von den etablierten Medien (Verlage, Broadcaster). Anders als beim klassischen Rundfunk werden die "Sender" im Jargon der Podcaster "Feeds" genannt. Podcasts sind für den Hörer/Zuschauer üblicherweise kostenlos. Podcasting verwendet Techniken des Web 2.0 und gehört im weiteren Sinne zu Audio- oder Video on Demand (siehe außerdem User Generated Content).

Protokoll

Regeln, nach denen die Übertragung von Daten auf "Daten Autobahnen", in Online-Netzen, aber auch zwischen Komponenten innerhalb eines Computers sichergestellt und abgewickelt wird. Eines der bekanntesten Protokolle ist das Internet-Protokoll (IP), das die Übertragung im Internet weltweit regelt.

Provider

Als Provider (auf deutsch "Lieferant, Anbieter") werden Unternehmen - im weiteren Sinne Dienstleister - bezeichnet, die Programme und/oder Dienste anbieten.

PVR

(Personal Video Recorder), Festplatten-Recorder.

R

RAM

(Random Access Memory).
(Arbeits-)Speicher in Computern.

RDS

(Radio Daten System).
Zusatzinformationen (über alternative Frequenzen, Sender- bzw. Programmbezeichnung, Uhrzeit, Verkehrsfunk etc. ) werden unhörbar zugleich mit den Radioprogrammen ausgestrahlt.

Rückkanal

Übertragungsweg vom Zuschauer zum Programm- bzw. Diensteanbieter. Als Rückkanal können Breitbandkabel, Telefonleitung, Internet, Mobilfunk etc. genutzt werden. Der Rückkanal bildet eine wichtige Voraussetzung für interaktives Fernsehen und wird auch im Zusammenhang mit IPTV eine wichtige Rolle bei neuen Programmformaten spielen.

S

SACD

(Super Audio CD) Verbesserte CD mit mehr Speicherkapazität (Spielzeit), abwärtskompatibel zur CD.

Satelliten-Frequenzband

Die drei wichtigsten Frequenzbänder für die Satellitenübertragung sind: C-Band, Ku-Band, und Ka-Band. Das C-Band - es wurde im wesentlichen für die ersten Satellitensystemen verwendet - liegt im Bereich zwischen 4 und 8 GHz und erfordert Antennendurchmesser ("Schüsselgrößen") in der Größenordnung von 2-3 Meter. Das Ku-Band wird von den aktuellen Satellitensystemen der zweiten Generation (Astra / Hot Bird) eingesetzt und belegt den Frequenzbereich zwischen 10,7 und 12,75 GHz. Die erforderliche "Schüsselgröße" liegt in der Größenordnung von 60 cm. Das Ka-Band liegt im Bereich zwischen 20 und 30 GHz und wird in Zukunft im Bereich der Datenkommunikation - auch mit Rückkanal via Satellit - an Bedeutung gewinnen.Teilweise wird auch das S-Band für Satelliten-Rundfunk genutzt.

S Band

Frequenzbereich von zwischen 1.55 und 5.2GHz, der für Digitale Rundfunk-Satellitenübertragung und auch von Wetter und Nachrichtensatelliten verwendet wird. Künftig kann das S-Band auch beim "Handy-TV" im Rahmen des Standards SVB-SH spielen.

Scanner

Einlesegerät für Bilder und Texte, die auf dabei als "Rasterbild" direkt in den Computer gelangen. "Gescannte" Texte lassen sich mit Hilfe von OCR-Computerprogrammen (Optical Character Recognition) in Textdateien überführen, so dass sie anschließend in Textverarbeitungsprogrammen weiter bearbeitet werden können.

Schnittprogramm

Software zum Bearbeiten ("Schneiden", Farbkorrigieren, Effekte und Texte einfügen) von (digitalen) Videoaufnahmen. Bildschnitt erfolgt nach dem Verfahren des Non Linear Editing.

SES

(Société Européenne des Satellites).
1985 gegründete Satelliten-Betreibergesellschaft des Satellitensystems ASTRA.

Service Information Data

Siehe SI.

Settop-Box

Zusatzgerät einschließlich Decoder zum Empfang digitaler Fernsehprogramme. Eine Settop-Box kann vorhandenen Fernsehgeräten vorgeschaltet werden, so dass sie auch für das digitale Fernsehen genutzt werden können.

SFN

(Single Frequency Network).
Siehe Gleichwellennetz.

SI

(Service Information)
Im Datenstrom des digitalen Fernsehens sind außer den digitalisierten Bild- und Tonsignalen noch zahlreiche andere Daten enthalten. Dazu gehören so genannte Service Informationen. Sie ermöglichen beispielsweise die Darstellung von Programminformationen mit Inhaltsangabe und Sendezeiten. Solche Daten werden teilweise in die EPGs übernommen. Die SI-Daten enthalten außerdem Angaben über Frequenz, Symbolrate, Bandbreite und Informationen über das jeweilige Satellitensystem oder das Kabelnetz.

Slate

(englisch slate = Schiefertafel). Bauform eines Tablett PC.

Showview

Programmiersystem für Videorecorder, bei dem die in der Programmzeitschrift angegebenen Show View-Codes (Zahlenkombinationen) über die Fernbedienung eingetippt werden. Die getrennte Eingabe von Sender, Programm sowie Start- und Endzeitpunkt der Aufnahme ist danach nicht mehr erforderlich.

Smartcard

Scheckkarten große Plastikkarte mit integriertem Chip, beispielsweise als Telefonkarte. Beim Digitalen Fernsehen dient eine entsprechende Smartcard als "Schlüsselkarte" zur Abrechnung und Abbuchung beim Pay-TV und zusätzlichen Datendiensten: Sie liefert dem CA-System die Identifikation des Besitzers, zudem enthält sie Informationen darüber, welche Programme vom Besitzer abonniert und daher für ihn frei geschaltet sind.

SMS

(Short Message Service).
Mobiltelefondienst, bei dem kurze Text-Nachrichten (typischerweise bis zu 160 Zeichen) übertragen und auf dem Display eine Mobiltelefons ("Handy") angezeigt werden. SMS-Nachrichten können mit Hilfe entsprechender Software auch von PCs bzw. Notebooks verschickt und empfangen werden.

Speicherkarte

(auch "Chipkarte" oder "Speicherchip" genannt).Weniger als scheckkartengroße, nicht-flüchtige Halbleiterspeicher für große Datenmengen. Als die ersten Speicherkarten auf den Markt kamen, verfügten sie über eine Kapazität von zunächst 8, dann 16 und schließlich 32 MByte. Letztgenannte speicherten zum Beispiel im MP3-Player 30 Minuten Musik. Inzwischen gibt es winzige - briefmarkengroße - Chipkarten die Gigabyte (Milliarden Byte) speichern. Zunächst wurden Speicherkarten vor allem in digitalen Kameras sowie in MP3-Spielern benutzt. Inzwischen werden sie ebenso in Camcordern, Diktiergeräten, Handys und PDAs, in Spielekonsolen, Autoradios, in der Präsentationstechnologie, in Laptops, bei Farbdruckern und für spezielle Programme sogar in Mikrowellen- und Gefriergeräten verwendet. Damit entwickeln sich Speicherkarten zu "Brücken-Medien" zwischen den unterschiedlichen Geräten und so zu einer Erweiterung der Mobilität ihrer Benutzer. Zu den am weitesten verbreiteten Speicherkarten gehören die Compact Flash Card, die Smartmedia Card, der Memory Stick, die Multimedia.Card und die SD Card. Eine Form der Speicherkarte, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist der USB-Stick. Auch die Smartcard gehört zu den Speicherkarten.

STB

Abkürzung für Settop-Box).

Streaming Media

Die aus einem digitalen (Computer-)Netzwerk empfangenen und gleichzeitig wiedergegebenen Audio- und Videodaten. Den Vorgang der Übertragung selbst nennt man Streaming. Streaming Media ist damit das Internet-Äquivalent zu Rundfunktechnologien. Programme sind beispielsweise Internetradio und Video on Demand. Um Streaming Media-Angebote nutzen zu können, ist auf der Empfängerseite eine spezielle Software erforderlich. Es existiert eine Vielzahl konkurrierender Streaming Media-Technologien.

Surroundsound

Rundumklang, ursprünglich fürs Kino entwickelt, heute auch fürs Heimkino eingesetzt. Zur klassischen Heimkino-Konfiguration (Home Cinema) aus fünf separaten HiFi-Kanälen und einem zusätzlichen Tiefton-Effekt-Kanal (5.1-Kanal-Technik in Dolby Digital) zählen auch Systeme, die einen zusätzlichen, dritten Surround-Kanal anbieten (beispielsweise THX EX). DVD-Titel, die Tonspuren mit sechs Kanälen plus Tiefton-Effekt-Kanal (6.1-Kanal-Techik) anbieten, kann man auch über eine Fünfkanal-Surround-Anlage wiedergeben.

T

Tablet PC

Mobiler Personal Computer, der - rein äußerlich - praktisch nur aus einem Display (Touch Screen) besteht und - anstelle von Maus und Tastatur - mit einem speziellen Stift bedient wird. Auch die Texteingabe erfolgt handschriftlich per Stift, wobei eine Handschrifterkennungs-Software die Texte in Buchstaben, Sonderzeichen oder Ziffern aus dem Computer-Zeichensatz umwandelt. Auf diese Weise können alle - auch unterwegs erfassten - Informationen in Office-Dokumenten verarbeitet und beispielsweise auch als e-Mail weitergegeben werden. Man unterscheidet zwischen "reinen" Tablet PCs, die treffend als Slate ("Schiefertafel") bezeichnet werden, und so genannte Convertibles, die eigentlich richtige Notebooks sind, aber mit nach außen drehbarem und auf die Tastatur geklapptem Display wie ein Tablet PC vom Typ Slate verwendbar sind.

Talk im TWF

Vortragsveranstaltungen und Round Tables im TWF

TCP/IP

(Transmission Control Protokoll /Internet Protocoll).
"Cooperation" von zwei Protokollen: Das Transmission Control Protokoll (TCP) setzt auf dem Internet-Protokoll (IP) auf und ergänzt es um Fehlerkorrektur und Empfangsbestätigung im Rahmen einer (daten-)paketorientierten festen Verbindung.

Technisch Wissenschaftliches Forum

siehe TWF

Teletext

(siehe Videotext).

Terrestrik

(lateinisch: Terra = die Erde).
Drahtlose, erdgebundene Übertragung von (Radio-, Fernseh-, Telekommunikations-)Signalen (also nicht die Übertragung via Kabel oder Satellit).

THX

(Tomlinson Holman Experiment) Standard für hochwertige Tonwiedergabe in Kinos von Lukasfilm. Mittlerweile können auch Bausteine für Home-Surroundsound-Anlagen THX-zertifiziert werden.

TIFF

(Tag Image File Format).
Dateiformat zum Speichern hochwertiger digitaler Fotografien.

Touch Screen

(zu deutsch: Sensorbildschirm).
Bildschirm, bei dem Bedienungsfunktionen durch Berührung ausgelöst werden.

Tri Band

Funktelefone ("Handys") mit drei Funkfrequenzbändern: 900 MHz (beispielsweise für D-Netze), 1800 MHz (beispielsweise für E-Netze) und 1900 MHz für Mobiltelefonieren in den USA.

Triple Play

Telefonie, Internet-Zugang und Rundfunk (Radio und Fernsehen) über den gleichen Übertragungsweg (z.b. Breitbandkabel oder Telefonleitung).

Tuner

(englisch: to tune = abstimmen, einstellen). Empfangsteil in Radio- oder Fernsehgeräten, in dem speziell auch die Abstimmung auf die gewünschte Empfangsfrequenz erfolgt.

TWF

(Technisch Wissenschaftliches Forum).
Die IFA verfügt mit speziellen Formaten - Roundtables, Kongressen, Presse-Kolloquien und dem Technisch-Wissenschaftlichen Forum - über erprobte Instrumente, um Besuchern und Fachbesuchern verständlich zu machen, wohin die Entwicklung geht. In diesem Kontext ist das Technisch Wissenschaftliche Forum (TWF) ein Schaufenster in die Zukunft und zu einer Art Markenzeichen der IFA geworden. Das TWF ist seit Jahrzehnten eine fester Bestandteil der IFA. Es zeigt die Entwicklung im Bereich der neuen Medien und die technischen Grundlagen für eine weit fortgeschrittene Konvergenz von Audio, Video, Internet und Telekommunikation aus der Vorschau-Perspektive: Die Beiträge dieser Technologiemesse innerhalb der IFA stammen aus den Forschungsinstitutionen der Rundfunkanstalten und der Telekom, aus deutschen und internationalen Forschungseinrichtungen und aus den Hochschulen. Jedes einzelne Exponat repräsentiert die komplexen Resultate langjähriger Forschungsarbeit. Um die Ziele und die Hintergründe der vertretenen Projekte nicht nur Fachleuten, sondern auch Journalisten und einem breiten Publikum in allen Details vermitteln zu können, haben die TWF-Aussteller ein spezielles Vortrags- und Diskussionsforum entwickelt, "Talk im TWF" genannt.

U

ÜberallFernsehen

Aufgrund der universalen (stationären, portablen und mobilen) Nutzungsmöglichkeit verwendete Bezeichnung für das terrestrische digitale Fernsehen DVB-T.

UGC

Siehe User Generated Content.

UMTS

(Universal Mobile Telephone System).
Siehe auch Mobiltelefon-Systeme.

Universal LNB

(Universal Low Noise Block).
Eine Empfangseinheit an der Satellitenantenne, die sowohl den 11-GHz-Bereich, als auch den für digitale Übertragungen genutzten 12-GHz-Bereich empfängt.

URL

(Uniform Resource Location).
Adresse von Angeboten im WWW. Beispielsweise ist http://www.ifa-berlin.de die URL des Informationsangebots der IFA.

USB

(Universal Serial Bus).
Über den USB-Anschluss können Maus, Tastatur, Scanner, Drucker, Displays, Datenspeicher und andere Geräte - z.B. Empfänger für DVB-T oder DRM - an den Computer angeschlossen werden. Der USB wird auch zunehmend in digitalen Fernsehgeräten oder Videorecorden verwendet. Der von Intel entwickelte Universal Serial Bus basiert auf einer Stern-Topologie, er kann in verschiedenen Ebenen bis zu 127 Geräte miteinander verbinden. Dank der so genannten Hot-Plugging-Funktion dürfen beliebige Geräte sogar im laufenden Betrieb eingeschaltet, umgesteckt oder abgezogen werden. Die Zustandsänderung wird automatisch erkannt und eine Neuzuordnung der Geräteadressen durchgeführt. In der Version 1.1 arbeitet USB mit einer maximalen Datenrate von bis zu 12 MBit/s. Die inzwischen allgemein verwendete Version USB 2.0 ermöglicht ein um das 40fache höhere Datentransferraten von bis zu 480 MBit pro Sekunde und ist abwärtskompatibel. Der Anschluß externer Geräte erfolgt über ein vieradriges Kabel mit genormten, gegen versehentliche Falschpolung geschützten Steckern. Das USB-Kabel versorgt - falls erforderlich - angeschlossene Peripheriegeräte auch mit Strom. (Näheres unter der Internet-Adresse: www.usb.org).

User Generated Content

(abgekürzt: UGC, auch als "User Driven Content" bezeichnet).
User Generated Content (auf deutsch "vom Anwender/Teilnehmer selbst gemachte Programme/Medieninhalte", kurz: Nutzerinhalte) sind einerseits Bilder und Texte aber auch Audio- oder Videopeogramme, die von "Menschen wie du und ich" ins Internet gestellt und damit anderen Interessenten weltweit zugänglich gemacht werden. ContentWeb2-Portale wie MySpace, Flickr oder YouTube bieten in großem Umfang UGC an und haben damit große Wachstumsraten erzielt. Die erfolgreichsten "Do-it-yourself"- Videos erreichen bei YouTube in einer Woche deutlich mehr als eine Million Abrufe. Die Möglichkeit, Programme selber zu produzieren, basiert auf der immer einfacher und damit von jedermann zu bedienenden Technik und auf sinkenden Preisen: Einerseits für die erforderliche Hard- und Software (Computer, Camcorder, Bearbeitungsprogramme für Bild- und Tonschnitt etc.), andererseits für die Nutzung der Infrastruktur (Breitbandanschlüsse). Allein in Deutschland gab es Ende 2006 fast 15 Mio. Haushalte mit dem erforderlichen Breitband-Zugang zum Internet. Bei der Veröffentlichung von UGCs - etwa im Internet - sind Urheberrechte zu beachten.

V

Verschlüsselung

(engl. Scrambling).
"Unkenntlichmachen" von Fernsehbildern. Im Zusammenhang mit Pay-TV verschlüsselt ausgestrahlte Fernsehprogramme können nur von Teilnehmern gesehen werden, die durch Zahlung einer entsprechenden Gebühr eine Zugangsberechtigung haben und deren Empfangsgerät über ein Entschlüsselungssystem (Descrambling) verfügt.

Videoprojektor

Auch Beamer (engl. Beam = Strahl), Bildwerfer oder Digitalprojektor genannt, projiziert Bildmaterial aus einem Fernsehempfänger, Computer, DVD-Player oder Videorekorder auf eine Projektionsfläche (Home Cinema). Es gibt kleine, sogar mobile Videoprojektoren bis hin zu Hochleistungsprojektoren für den stationären Einsatz in Kinos.

Video-Server

(Festplatten-)Speicher für Videosignale mit rechnergesteuerter Datenverwaltung. Gegenüber Magnetbandcassetten hat diese Art der Speicherung den Vorteil des wahlfreien und schnellen Zugriffs auf beliebige Szenen oder Bilder. PCs als Server werden zunehmend als Audio/Video-Archive innerhalb von Heimnetzen verwendet. Im Zusammenhang mit Video on Demand (VoD) werden Video-Server mit Speicherkapazitäten diskutiert, die hunderte, wenn nicht tausende von Videoclips und Spielfilmen aufnehmen und deren Größe nicht mehr in Gigabyte, sondern in Terabyte (= 1000 Gigabyte) angegeben und berechnet wird.

VDSL / VDSL2

(VeryHighSpeed Digital Subscriber Line).
VDSL erlaubt eine Datenrate von über 50 Mbit/s über die Telefonleitung. Das ist ausreichend für die Übertragung von Fernsehprogrammen (siehe IPTV), sogar in HDTV. Die Deutsche Telekom AG plant VDSL-Anschlüsse bis Mitte/Ende 2006 in zehn deutschen Städten (Berlin, Düsseldorf Frankfurt am Main, Hamburg Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart). Bis 2007 sollen 40 weitere Städte folgen. In einigen Ländern wird VDSL bereits eingesetzt. Große Berbreitung hat VDSL bislang hauptsächlich in Asien. Die nutzbare VDSL-Datenrate sinkt mit der Länge der Leitung. Daher kann es VDSL-Anschlüsse nur in wenigen hundert Metern Entfernung jener Schaltkästen an der Straße geben, wo eine elektrooptische Wandlung (von Glasfaser auf Telefonleitung) installiert ist. In Ballungsgebieten, insbesondere in Großstädten lassen sich derartige VDSL-Verbindungen wirtschaftlich einrichten. VDSL verwendet - je nach Standard - bis zu vier Frequenzbänder. VDSL2 wird voraussichtlich Datenraten von über 100 Mbit/s bieten, mit einer oberen Grenzfrequenz von 30 MHz. Über die Telefonleitung werden hier als Reichweite etwa 350 Meter angestrebt.

VoD

(Video on Demand = Video nach Wunsch / auf Abruf).
Verfahren, bei dem Fernsehprogramme vom Teilnehmer zu beliebiger Zeit über einen Rückkanal von einem Video-Server abgerufen werden können. Die Übertragung, die eine auf Vermittlungstechnik basierende Verteilstruktur mit entsprechendem Aufwand und bidirektionalen Kanälen vom und zum Teilnehmer voraussetzt, erfolgt dann gegen Gebühr. Von Experten werden auch Audio-on-Demand, Software-on-Demand und andere Dienste diskutiert, die unter dem Oberbegriff SoD (Service-on-Demand) zusammengefaßt werden.

Videotext

(auch "Teletext").
Von der British Broadcasting Corporation (BBC) ursprünglich für Gehörlose entwickeltes Verfahren zur Untertitelung von Fernsehsendungen. Heute relativ komfortables zusätzliches Text-Informationssystem für Fernsehzuschauer. Die Texte werden in der so genannten Austastlücke - vereinfacht: zwischen zwei aufeinander folgenden Fernsehbildern - übertragen. Zur Wiedergabe (Abruf per Fernbedienung) muss das Fernsehgerät mit einem Videotext-Decoder ausgestattet sein, der bei in meisten TV-Empfängern enthalten ist.

Viiv

PCs auf Basis der Intel Viiv (reimt sich auf 'five') Technologie können verschiedenste Inhalte digitaler Unterhaltung (z.B. Bilder, Musik, Videos) sowie Informationen herunterladen, speichern und verwalten. Zur gemeinsamen Nutzung der Inhalte stehen Geräte wie Fernseher, PC, Laptop und Handhelds zur Verfügung. Die Intel Viiv Technologie umfasst Intel-basierte Hardware und Software, die gemeinsam mit der Microsoft* Windows* XP Media Center Edition 2005 eine ganz neue Form der Unterhaltung bietet. Die PCs basieren auf Intel® Pentium® D, Pentium Extreme Edition und Intel Core Duo Prozessoren.

Virtual Private Network

(siehe VPN).

Virtual Reality

Technologie zur Vortäuschung einer scheinbaren Wirklichkeit (engl. virtual = "eigentlich"). Siehe auch Cyberspace.

VPN

(Virtual Private Networks).
Private Datennetze, die sich jedoch öffentlicher Telefon- und Internet-Leistungen bedienen. Die Rechner innerhalb des VPN tauschen ihre Daten untereinander nur in verschlüsselter Form aus, so dass sie gewissermaßen ein privates Netz innerhalb des öffentlichen Internet bilden. Das bedeutet im Vergleich zu rein privat installierten Netzen: Niedrigere Kosten bei gleicher Effizienz.

VPRT

(Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation).
Die Kommunikations- und Medienpolitischen Leitlinien des VPRT enthalten vier große Themenblöcke, die Aussagen über eine neue Medienordnung, den Analog-Digital-Umstieg, die Werbevorschriften und eine neue Ordnung des Dualen Rundfunksystems treffen.

VPS

(Video Programmier System).
Bei VPS wird zusammen mit dem Fernsehsignal eine Kennung ausgestrahlt, die den Videorecorder bei der automatischen Aufzeichnen von Fernsehsendungen steuert. Die vom Sender ausgestrahlte Kennung sorgt auch bei Verschiebung des Sendebeginns für vollständige die Aufzeichnung der programmierten Sendung. Da das VPS-Kennungssignal sowohl Sender als auch Sendungen kennzeichnet, sind auch andere Nutzungen möglich (z.B. Kindersicherung).

VRF

(Video Recording Format).
VRF ist ein ist ein Aufzeichnungsformat für DVD-Videorecorder. Es verfügt - gegenüber dem alten DVD-Video-Dateienformat - über einen erweiterten Befehlssatz für sehr viel komfortablere Möglichkeiten zur Schnittbearbeitung (etwa um Werbespots aus einer Fernsehaufzeichnung zu entfernen).

W

WAN

(Wide Area Network).
Computer-Netzwerk zur Kommunikation über größere (nationale oder kontinentale) Distanzen.

WAP

(Wireless Application Protocol).
Kommunikations-Protokoll für den Internetzugang per Mobiltelefon. Über WAP kann auf speziell aufbereitete - auf dem vergleichsweise kleinen Display eines Handys noch gut lesbare - Internetseiten zugegriffen werden. Typische Anwendungen sind: Kurzinformationen wie Verkehrs- und Staumeldungen, Wetterberichte oder Aktienkurse - aber auch Online-Banking, Abgleich von Terminkalendern, Abfrage von Datenbanken (z.B. Telefonteilnehmer).

WCDMA

(Wideband CDMA).
WCDMA ist ein im Mobilfunk eingesetztes CDMA-Verfahren, bei dem das zu sendende Signal stark gespreizt wird, so dass es eine größere Bandbreite einnimmt: dadurch geringere Störanfälligkeit gegen schmalbandige Störimpulse.

Web 2.0

Der Begriff "Web 2.0", von dem Verleger Tim O'Reilly erdacht, bezeichnet keine spezielle Technik, sondern eher eine neue Art der Wahrnehmung und/oder Benutzung des Webs (WWW). Vereinfacht: Nicht allein die Anwendersoftware im PC, das Internet selber wird zur Anwendung. Als typisch hierfür gilt die Online-Enzyklopedie Wikipedia, die mehr ist als eine Datenbank, weil hier aus relativ kleinen Beiträgen unzähliger Menschen das wohl aktuellste und lebendigste Lexikon der Welt entsteht: Das Ergebnis ist also weit mehr als die Summe der einzelnen Beiträge. Das WWW wird als Web 2.0 zu einem dynamischen "Mach-Mit"-Angebot, die Informationen, Geistesblitze, Bilder und Videos von vielen Menschen ("Communities") zu verwalten, zu bearbeiten, untereinander auszutauschen oder neue Inhalte zu generieren. (Beispiele für Web 2.0-Portale: www.flickr.com, www.YouTube.com, www.blogger.com).

Webcam

Videokamera, die Live-Bilder direkt ins Internet ("Web") sendet.

Webradio

Siehe Internetradio

WSS

(Wide Screen Signaling).
Spezielle Kennung innerhalb des Fernsehsignals zur Bildformatumschaltung, beispielsweise vom Standardformat mit dem Seitenverhältnis 4:3 auf das Breitbildformat 16:9 (außerdem zur Kennung von Sendungen im PALplus Format).

Widescreen

Englische Bezeichnung für Breitbild.

Wireless

(englisch: wireless = drahtlos).
Wireless beschreibt die draht- bzw. kabellose Übertragung per Funk. Die Kabel, die sonst zur Verbindung von Geräten benötigt werden sind entweder durch einen Sender und einen Empfänger ersetzt.

WirelessLAN

(Wireless Local Aerea Network).
(Drahtloses) Lokales Funknetz, das im 2,4-GHz-Frequenzbereich nach dem Standard IEEE 802.11b mit einer Datenrate von 11 Mbit/s arbeitet und kabellos verschiedene Geräte miteinander verbindet, beispielsweise auch mehreren tragbaren Computern innerhalb der Funkreichweite von max. 100 m den Zugang zum Internet ermöglicht.

WWW

(World Wide Web = "Welt-Weites (Spinnen-)Netz").
1990 von Tim Berners-Lee im Kernforschungszentrum CERN (Genf) entwickeltes Hypertext-Informationssystem im Internet, das dem Benutzer eine übersichtliche, leicht verständliche grafische Oberfläche zur Verfügung stellt. Das "Web" wurde daher zum populärsten Dienst im Internet.

Z

ZDF.vision

Das digitale Bouquet "ZDF.vision" - die digitale Programm-Plattform des ZDF - strahlt alle gemeinsam mit dem ZDF produzierten Programme aus: ZDF, ZDF-Theaterkanal, ZDF.info, ZDF.dokukanal, Eurosport, EuroNews, CNBC Europe. CNBC ist nach Angaben des ZDF "der einzige globale Wirtschaftsfernsehsender, der live und rund um die Uhr direkt von den bedeutenden Finanzzentren Europas, der USA und Asiens berichtet. Erweitert wird das digitale ZDF-Angebot auch um den Datendienst ZDF.digitext. Mit dem Reportage- und Dokumentationsprogramm ZDF.doku will das ZDF seinen Zuschauern ein Forum zur Vermittlung von Fakten und Hintergründen bieten, Meinungsbildung fördern und Einblicke in die Zusammenhänge von Ereignissen oder Entwicklungen geben. Bei dem Datendienst ZDF.digitext handelt es sich um eine Weiterentwicklung des analogen Service "ZDF.text" für die digitale Welt. Zum digitalen Bouquet des ZDF gehören außerdem die öffentlich-rechtlichen Hörfunkprogramme Ö1, Deutschlandfunk und DeutschlandRadio Berlin sowie "EPG", der elektronische Programmführer des ZDF. ZDF.vision sendet über ASTRA 1 E, Transponder 11,954 Ghz h (SR 27500, FEC 3/4).

Zeilensprung

Beim Zeilensprung-Verfahren werden abwechselnd die ungeradzahligen (1, 3, 5, 7...) Bildzeilen und die geradzahligen (2, 4, 6, 8 ...) Bildzeilen auf den Fernseh-Bildschirm "geschrieben". Dadurch wird das Flimmern weitgehend vermieden.

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Zusätzliche Informationen

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